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    Osterferien – Frühjahresputz

    Die Osterferien gehen zu Ende – und mit ihnen eine mehr als zweijährige (!) Zeit in der Schule, die äußerlich von Corona geprägt ist: Nachdem vor den Ferien die Maskenpflicht großflächig aufgehoben wurde, endet nach der nächsten Woche nun als Nächstes die reguläre Testpflicht im Unterricht. Wer dann infiziert im Klassenzimmer sitzt, lässt sich nicht mehr feststellen. Ob das eine gute Entscheidung war, werden wir in den nächsten Wochen sehen. Aber in den verschiedenen Kollegien geht man in die nächste Phase der vorgegaukelten Realität mit einem gewissen Magengrummeln. Man erwartet Chaos. Beziehungsweise ich.

    Umso wichtiger daher zumindest im heimischen Arbeitszimmer für die nächste Runde für etwas Ruhe zu sorgen. Ein Frühjahrsputz stand auf dem Programm und förderte lang geglaubte Schätze Plunder ans Tageslicht: Dutzende von gebrannten CDs, Uniunterlagen von längst vergessenen Seminaren, Hunderte von Lernkärtchen aus dem Referendariat, alte Ordner, Bewerbungsmappen, Stifteboxen, Zettelkästen, Overheadfolien. Und Bücher, Bücher, Bücher.

    Goodbye, Lernkärtchen aus dem Referendariat

    Schnell war klar: Das Zeug muss raus. Daher alles rabiat weggeworfen, was veraltet ist. Bücher zu Momox oder – wenn kein Ankauf möglich – zu ebay oder den Kleinanzeigen (bei momox gehen gefühlt aktuelle Lehrwerke ganz gut. Ausrangierte ältere Materialien bringen bei eBay was ein, wo Momox gar nicht erst ankauft). Analoge Büroartikel werden ans Kollegium und Sekretariat verschenkt, Elektronik ab auf den Wertstoffhof oder auf Kleinanzeigen. Das Ergebnis ist bereits nach drei Tagen bemerkenswert. Mein Bücherregal ist knapp 9 Kilo leichter (!!!) und von ca 3 Metern alter Literatur befreit, der Schreibtisch kommt ohne einen tatsächlichen Stift aus. Mein altes Tablet verrichtet nun brav in Freising seinen Dienst. Und Momox bietet mir für meinen ausrangierten Lesepark knapp 60€. Ganz ordentlich. Also buchstäblich 😎

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  • Allgemeines

    Weihnachtsferien 2021

    Wolfgang Amadeus Mozart soll in seinem Tagebuch einmal vermerkt haben:

    “Gar nichts erlebt. Auch schön”.

    Die Historie widerlegt diesen schönen Ausspruch leider als Lüge, aber keines der geflügelten Worte könnte meine diesjährigen Weihnachtsferien besser zusammenfassen.
    Parties gefeiert? Ganz bestimmt nicht. Freunde getroffen? Nope. Mit Kollegen auf einen Kaffee verabredet? Nichts dergleichen. Silvester gefeiert? Zu zweit. Städetrips gemacht? Mitnichten.

    Tatsächlich habe ich die erste Hälfte der Ferien nur mit Schlafen verbracht. Gefühlt so viel wie seinerzeit nach dem Staatsexamen nicht mehr. Die zweite Hälfte wurde etwas korrigiert. Und gelesen. Und gut gegessen. Und dann wieder geschlafen.

    Es klingt ganz furchtbar öde. Aber nichts anderes habe ich gebraucht. Vor allem im Hinblick auf das, was pandemie-bedingt in den nächsten Wochen noch vor uns liegt. Passt auf euch auf!

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  • Allgemeines

    A Pups of Christmas

    Dieser Tage flatterte mir eine wunderbare Weihnachtskarte ins Haus, die seitdem meinen Schreibtisch ziert. Das Design von Mariell Strate aus der Grafik-Werkstatt brachte mich in diesem Dezember immer wieder zum Schmunzeln, weil es für diesen Jahresausklang so bezeichnend ist – Es weihnachtet ein bisschen, und trotzdem ist es auch ein bisschen für den Allerwertesten. Denn von der staaden Zeit bleibt dieses Jahr noch viel weniger über als sonst.

    Lieb’s!

    An Schulalltag war in den letzten Wochen einfach nicht zu denken. Permanent war was los. Zweimal die Woche testen, dreimal die Woche testen, am Ende täglich testen. Regelmäßig Kinder in Quarantäne. Mal als Kontaktperson, mal als positiver Fall. Dann fehlten wieder einzelne Klassen, da gehäuft Fälle auftraten. Mitten in der Klausurenzeit wurde dann die komplette Oberstufe nach Hause geschickt. Also sprang man wieder zwischen Präsenz- und Onlineunterricht hin und her. Eine Rückkehr in den Unterricht war für unsere Abschlussklasse erst zwei Tage vor den Weihnachtsferien möglich – aber nicht verpflichtend. Wer sich nicht freitesten wollte, konnte zuhause bleiben. Und so wurden wieder Schulaufgaben und Klausuren geschrieben, bei denen eine Handvoll Leute fehlte. Das heißt, dass über die Ferien wieder Nachschriften anzufertigen sind. So auch bei mir. Von fünf gehaltenen Schulaufgaben habe ich exakt noch einmal fünf zusätzlich erstellt. Das sind jedes Mal knapp 2-3 Zeitstunden zusätzlich. Dazu kam noch ein Auffahrunfall, ein Boostertermin und zwei vierstündige Videokonferenz-Termine mit der Stadt München wegen der Technik in unserem frisch renovierten Gebäude.

    Die Freizeit hat darunter arg gelitten. Und das merkt man. Die Weihnachtsdeko wurde erst letztes Wochenende ausgepackt. Mein Schlafbedürfnis ist so hoch wie nie. Und um genau letzteres werde ich mich in diesen Weihnachtsferien zu allererst kümmern. Ich hoffe, ihr tut das auch!
    Erholt euch schön!

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  • Allgemeines,  Alltag

    Novembäh!

    Der goldene Oktober hat seinem Namen zu Beginn der Herbstferien nochmal alle Ehre gemacht und die bayerische Landeshauptstadt in schönste Farben gehüllt: Die Baumkronen schillerten überall vor einem tiefblauen Himmel in allen Tönen zwischen gelb und tiefrot. Der fönige Herbstwind rauschte geheimnisvoll in den Parks, ließ die Blätter über das Panorama tanzen und trieb die Leute für wahrscheinlich das letzte Mal in diesem Jahr die Leute in Scharen nach draußen. Egal, ob Luitpoldpark, Englischer Garten, Westpark oder die Isarauen. Die Grünflächen in ganz München waren heißbegehrt. Bei solchen Aufnahmen auch kein Wunder…

    Die Tempelanlage im Westpark bei schönstem Herbstwetter

    Mit dem ersten November ist die lauschige Idylle vorbei. Die Temperaturen sind um knapp 10 Grad gefallen, eine dicke Wolkendecke hängt über der Stadt und überzieht die Straßen mit dicken Regenwänden. Ich hasse den November. Aber das Schmuddelwetter kommt mir gerade recht: Hier türmen sich Korrekturstapel, die Wohnung ist nach den letzten turbulenten Wochen sträflichst vernachlässigt worden und benötigt ein paar grundlegende Aufräumaktionen. Auch der Blog braucht auch ein bisschen Aufmerksamkeit, ebenso das Medienkonzept und die neueste Kultusministeriumswortkreation namens DigCompEdu Bavaria, was immer das auch sein mag – nach den Ferien bin ich diesbezüglich hoffentlich klüger.

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  • Allgemeines,  Unterricht

    Happy New (School) Year!

    Das Betreten des Schulgebäudes am Ende der Sommerferien ist, seit ich Schüler bin, immer etwas besonderes für mich gewesen: Die Korridore liegen in absoluter Ruhe. Nur gelegentlich tickt irgendwo ein Zeiger einer Uhr und hallt ungehört in die menschenleeren Gänge. Entfernt vernimmt man vereinzelt Schritte der Sekretärinnen, die schon lange vor Schulbeginn tätig geworden sind. In der Luft hängt dieser besonderer Geruch von Bohnerwachs und grenzwertig gesunden Chemikalien, mit denen die Grundreinigung über die sechs Wochen das Gröbste entfernt hat. Und dann im Lehrerzimmer mein Arbeitsplatz: Ganz verwaist – in aller Eile am letzten Schultag notdürftig aufgeräumt, bevor es in die wohlverdienten Ferien ging. Diese Euphorie und Vorfreude Ende Juli über sechs Wochen Sommerferien, als man diese Räumlichkeiten das letzte Mal verlassen hat – vorüber. Mit ein bisschen Wehmut und einer Ferienkaterstimmung stehe ich im Lehrerzimmer. Der Ernst des Lehrerlebens fängt wieder an.
    Das Kultusministerium hat uns jüngst versichert, ein Schuljahr zu gewährleisten, das im Gegensatz zu den vorigen endlich ruhig und geradlinig verlaufen soll. Präsenzunterricht unter allen Umständen. Maskenpflicht am Platz. Dreimal Schnelltests pro Woche. Man tue alles dafür, dass die Schulen ein sicherer Ort sind, heißt es. Allerdings hätten wir uns für “alles tun” ein bisschen mehr gewünscht. Es gibt nach wie vor keine Luftfilteranlagen. Die Quarantänebestimmungen werden weiter gelockert, damit bei einem positiven Fall nicht gleich die komplette Klasse in Quarantäne muss. Ob das den Trend der steigenden Inzidenzen abmildert? Mal sehen. Letztes Jahr sind wir auch mit knapp 50 ins Schuljahr gestartet. Wird das dieses Jahr anders ablaufen?
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    4.5
  • Allgemeines,  Uncategorized

    Osterferien 2021: Auferstehung

    Es gibt wohl keine Ferien, die ich jemals so herbeigesehnt habe, wie diese. Und ich bin nicht der einzige. Ins Twitterlehrerzimmer schleicht sich nach Wochen von grießgrämigen Emojis, erbosten Retweets und fassungslosen Replies auf unverständliche Regierungserklärungen endlich ein bisschen Ruhe. Die Fotorate von imposanten Eisbechern und Ausschnitten von blauem Himmel ist stetig wachsend, die Mundwinkel der Teilnehmer zunehmend nach oben gerichtet. Man atmet nach 11 Wochen Unstetigkeit im Schulgeschehen spürbar durch. Auch in der bunten Bloglandschaft.
    Herr Klinge sucht dieser Tage Oasen in allen Lebenslagen. Herr Rau backt und fotografiert. Ich tue es ihm nach und habe mir schon vor ein paar Wochen in einem Frustmoment eine neue, “richtige” Kamera zugelegt, um mich auch mal wieder ein bisschen im Entschleunigen zu üben.

    Nicht alles muss ein Snapshot sein. Manchmal lohnt es sich auch ein bisschen zu warten, bis das Motiv stimmt. Innehalten zahlt sich aus. Das werde ich auch die nächsten Wochen beherzigen. Zeit nehmen. Durchschnaufen. Langsamkeit wiederentdecken. Einfach mal nichts tun. Die Frühlingsluft genießen. Ein gutes Buch lesen. Laufen gehen. Oder auch mal wieder sich um die alten Hobbies kümmern. Projekt Game Boy Synth zum Beispiel. Den kleinen Quäker als tatsächliches Musikinstrument zu begreifen, geht nicht einfach von heute auf morgen. Aber mit ein bisschen Nachhelfen und überlegtem Herumgeschraube geht es eigentlich ganz gut. Mittlerweile bin ich sogar soweit, das Ding mit regulären Synthesizern synchron laufen zu lassen, sodass alle Instrumente im Takt bleiben. Und das Beste: Wenn ich gar keine Lust mehr habe, lassen sich auf dem Game Boy Synthie einfach die alten Spiele zocken. Durchschnaufen.

    Im Einklang
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  • Allgemeines,  Pädagogik,  Unterricht

    Ein Käfig voller Narren

    Da hab ich nicht schlecht gestaunt, als ich am Faschingsdienstag in die Online-Lateinstunde meiner Klasse trat. Die Kinder hatten – anders als sonst – die Sitzung von sich aus gestartet und sämtliche Kameras eingeschaltet, um sich vor dem Bildschirm zu zeigen. Und jeder einzelne war verkleidet! Alle waren sie da: Die Prinzessin. Der Indianer. Der Punk. Ein Tina-Turner-Imitat mit explodierter Glitzer-Fönfrisur. Ein Papagei, eine Hexe, ein Einhorn. Selbst der Quoten-Proll war anwesend, mit Unterhose auf dem Kopf. Und alle waren sie bestens gelaunt und ohne Reue, dass am Faschingsdienstag dieses Jahr Unterricht stattfinden muss.
    Wir gehen es hochmotiviert an, üben ein bisschen, besprechen die Hausaufgabe – und nutzen die restliche Zeit, um einfach mal wieder Schmarrn zu machen. Wir spielen über den Bildschirm “Alles, was Flügel hat, fliegt”, versuchen uns im Galeriemodus an einem Klassen-Macarena und freuen uns, dass wir einfach mal wieder kurz durchatmen können – selbst wenn es uns offiziell verboten ist. Denn eine konkrete Ansage, wie die Faschingswoche angesichts der neuen Umstände nun konkret aussehen sollte und die ich am Freitag so erwartet hatte, kam erst in den Medien am Montag Nachmittag – und da hatten wir im Klassenteam und mit dem einhelligen Placet der Eltern schon alles beschlossen. Denn wir waren uns in einer Sache absolut einig:  Die Kinder brauchen die Pause. Und sei es nur, um einfach mal wieder ein bisschen rumzublödeln. Denn was in den Monaten eindeutig zu kurz kam, war die Beziehungspflege. Und die kann ein Videounterricht nur ansatzweise ersetzen. Zum Beispiel mit einem Gruppenmacarena 🙂

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  • Alltag,  Pädagogik,  Unterricht

    YO! Xmas-Raps!

    So, bevor es jetzt endgültig in die Weihnachts-Saison geht, wollte ich noch etwas loswerden; nämlich ein ganz herziges Gedicht meiner Unterstufe, das mir am letzten Schultag ins Fach in der Schule geflattert ist. Es enthält jede Menge guter Ratschläge, wie man als Lehrkraft die Ferienzeit sinnvoll nutzen soll (damit natürlich auch für die Allgemeinheit von großem Nutzen). So wie den unmissverständlichen Beweis, dass Latein der heiße Scheiß ist. Ihr glaubt mir das nicht? Hit it, MCs, straft sie Lügen!

    ❤❤❤

    Was für einen tollen Beruf ich habe!

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    4.5
  • Allgemeines,  Alltag,  Unterricht

    Herbstferien

    Mann, werden das Ferien werden! Ich hab mir nämlich nichts vorgenommen. Rein gar nichts. Hier liegen zwei Schulaufgaben, die korrigiert werden müssen, ein Blog, der endlich mal wieder ein bisschen Futter braucht. Aber mehr wird in diesen Ferien nicht passieren. Dank einer Inzidenz von mittlerweile über 130 bleiben ab Montag auch Möglichkeiten zur Zerstreuung außerhalb der heimischen vier Wände begrenzt: Lokale machen wieder zu, Fitnessstudios ebenfalls.

    Daten von muenchen.de
    Ob die Taktik zum Erfolg führen wird, ist fraglich, weil sich die Leute dann einfach woanders treffen. Abends geht es in den öffentlichen Anlagen in München zu wie im Taubenschlag. Englischer Garten, Hofgarten, Königsplatz, Friedensengel. Überall stehen Horden von Leuten beieinander mit Feierabendbier und Prosecco-Fläschchen in der Hand und einem “Was kümmert’s mich?” im Gesicht. Dass ich für bzw. wegen solcher Herr- und Frauschaften zu Hause bleiben soll, ist streckenweise schwer zu ertragen. Aber Hauptsache heulen, wenn Weihnachten dieses Jahr getrennt stattfinden muss und Christkindlmärkte geschlossen bleiben. Dass manche Leute echt keine 2 Meter weiter denken können…

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  • Allgemeines,  Buch,  Pädagogik,  Technik,  Unterricht

    Sommerferien 0.5

    Summer moves on in Bavaria. Mit dieser Woche begeht Bayern seine letzte Woche der Corona-Sommerferien. Was waren das nur für Tage! Entgegen sämtlicher Prognosen hatte Oberbayern fulminantes Bombenwetter. Tagelange Schönwetterperioden, milde Nächte, ab und an ein erfrischendes Regengewitter. Freunde treffen, Grillen, Baden in Starnberg, Wörthsee, Pilsensee und der Isar. Dazu gutes Essen und stundenlanges Radeln durch die Münchner Innenstadt auf der Suche nach einem neuen, bis lang ungekannten Biergarten haben einen fast vergessen lassen, was das für ein abgefahrenes Schuljahr war.

    Bavarian Chilling am See

    Fast. Denn so richtig abschalten ging irgendwie nicht. Das ständige Ausfüllen von Registrierungen in den Lokalen wies immer wieder auf den Ausnahmezustand hin. Ebenso wie der ausgefallene Urlaub in Griechenland, oder der gehörige Sicherheitsabstand, mit dem die meisten diszipliniert an den Seen lagen. Ganz im Gegensatz dazu die ärgerlichen Versammlungen in der Münchner Innenstadt, wo sich allabendlich Tausende von Feierwütigen sammelten und auf dem winzigen Gärtnerplatz drängelten. Das Ergebnis waren erhöhte Infektionszahlen in der Weltstadt mit Herz, die als Konsequenz jetzt trocken gelegt wird. Ab letzter Woche ist der Alkoholausschank ab 21 Uhr verboten, damit die Leute nüchtern weniger leichtsinnig sind. Ob die Taktik erfolgreich ist, muss sich zeigen. Man muss ja nicht betrunken sein, um unvernünftig zu sein, wie wir gerade erst am Wochenende in Berlin gesehen haben.
    In der Woche, in der die bayerische Regierung nun eine Erklärung geben will, wie das nächste Schuljahr ablaufen wird, liest man derartige Negativschlagzeilen sehr ungern: Denn auch zehn Tage vor Beginn des neuen Schuljahres wissen die Schulen immer noch nicht, wie 2020/21 ablaufen wird. Eins aber ist klar: Je mehr die Zahlen nach oben schießen, desto realistischer werden Einschränkungen, die uns letztes Jahr so den Nerv geraubt haben. Als Schule haben wir versucht, uns in den Sommerferien für alle Eventualitäten zu wappnen: Microsoft Teams steht als Ersatzprodukt für Webex Teams in den Startlöchern. Leih-Tablets sind beschafft. Einen weiteren iPad-Koffer habe ich über die Ferien mit einer Kollegin zusammen mit zusätzlichen Geräten bestückt und vorkonfiguriert.

    Lektorieren – Yay!

    Für die Schüler*innen haben wir im Teamwork bei Mebis einen Minikurs erstellt, der die Schüler systematisch an die einzelnen Grundfunktionen heranführt und so auch die Mebis-Neulinge auf Spur bringt. Nebenbei sind die Kollegen angehalten, über die Sommerferien vom Online-Fortbildungsprogramm Gebrauch zu machen und sich zum Thema Digitaler Unterricht ein bisschen auf den neuesten Stadt zu bringen. Dazu habe ich mir auch noch die Mitarbeit an einem Schulbuch aufgehalst, die mich täglich doch einige Stunden gekostet haben.
    So führte das alles dazu, dass sich die Sommerferien 2020 genauso halbgar bei mir angefühlt haben wie es das Schuljahr hatte. Aber wir machen das Beste draus. Ich freu mich auf das Schuljahr – egal, wie es aussehen wird.

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