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    Osterferien 2021: Auferstehung

    Es gibt wohl keine Ferien, die ich jemals so herbeigesehnt habe, wie diese. Und ich bin nicht der einzige. Ins Twitterlehrerzimmer schleicht sich nach Wochen von grießgrĂ€migen Emojis, erbosten Retweets und fassungslosen Replies auf unverstĂ€ndliche RegierungserklĂ€rungen endlich ein bisschen Ruhe. Die Fotorate von imposanten Eisbechern und Ausschnitten von blauem Himmel ist stetig wachsend, die Mundwinkel der Teilnehmer zunehmend nach oben gerichtet. Man atmet nach 11 Wochen Unstetigkeit im Schulgeschehen spĂŒrbar durch. Auch in der bunten Bloglandschaft.
    Herr Klinge sucht dieser Tage Oasen in allen Lebenslagen. Herr Rau backt und fotografiert. Ich tue es ihm nach und habe mir schon vor ein paar Wochen in einem Frustmoment eine neue, “richtige” Kamera zugelegt, um mich auch mal wieder ein bisschen im Entschleunigen zu ĂŒben.

    Nicht alles muss ein Snapshot sein. Manchmal lohnt es sich auch ein bisschen zu warten, bis das Motiv stimmt. Innehalten zahlt sich aus. Das werde ich auch die nĂ€chsten Wochen beherzigen. Zeit nehmen. Durchschnaufen. Langsamkeit wiederentdecken. Einfach mal nichts tun. Die FrĂŒhlingsluft genießen. Ein gutes Buch lesen. Laufen gehen. Oder auch mal wieder sich um die alten Hobbies kĂŒmmern. Projekt Game Boy Synth zum Beispiel. Den kleinen QuĂ€ker als tatsĂ€chliches Musikinstrument zu begreifen, geht nicht einfach von heute auf morgen. Aber mit ein bisschen Nachhelfen und ĂŒberlegtem Herumgeschraube geht es eigentlich ganz gut. Mittlerweile bin ich sogar soweit, das Ding mit regulĂ€ren Synthesizern synchron laufen zu lassen, sodass alle Instrumente im Takt bleiben. Und das Beste: Wenn ich gar keine Lust mehr habe, lassen sich auf dem Game Boy Synthie einfach die alten Spiele zocken. Durchschnaufen.

    Im Einklang
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    H5P OlĂ© – Teil 10: Mark the Words

    Schön, dass es auch mal schnell gehen kann! Nachdem der letzte Teil unseres H5P-Kurses mit Drag and Drop doch ein bisschen fordernder war, geht’s mit Mark the Words zum GlĂŒck ein bisschen leichter. Der Name ist – wie immer bei H5P – Programm: Aus einer vorgegebenen Wortreihe mĂŒssen die richtigen Kandidaten ausgewĂ€hlt werden. Diese können – abhĂ€ngig vom Gusto der Person, die erstellt – inhaltlicher wie auch grammatischer Natur sein. Beides könnt ihr hier sehen:

    Wie geht’s?

    Kinderleicht. Das sieht man schon an der Maske, die sich bei der Auswahl des Aufgabentyps Mark the Words öffnet. Alles alte Bekannte, die wir schon aus den zahlreichen letzten Folgen kennen:

    In Mark the Words haben wir es mit gerade mal drei Kategorien zu tun

    In der Kategorie Titel wird eine kurze sinntragende Überschrift eingetragen. In der Rubrik Aufgabenbeschreibung landet die Fragestellung fĂŒr die Kinderlein. Das Textfeld beinhaltet die eigentliche Aufgabe. Dort ist die Liste an Begriffen hinterlegt, aus denen die richtigen Antworten ausgewĂ€hlt werden mĂŒssen. Diejenigen, die korrekt sind, werden ebenso wie schon bei Fill in the Blanks mit einem Sternchen links und rechts versehen. Vorsicht ist geboten, bei AusdrĂŒcken, die aus mehreren Worten bestehen. Diese mĂŒssen mit einem Unterstrich versehen werden, damit sie H5P als zusammengehörig erkennt. Wie zum Beispiel bei den beiden Herrschaften aus Shakespeares Werken:

    Damit hat sich’s aber auch schon. Wie immer lassen sich unter den Bewertungen (siehe Unterkapitel “Und? Wie war ich?) kleine Mini-Feedbacks hinterlegen. Aber dieser Schritt ist nur fakultativ.

    Wie die AktivitĂ€t von hier zu den SchĂŒlern kommt, lest ihr hier.
    Wenn ihr weitere Ideen fĂŒr die AktivitĂ€t hat, schreibt mir in den Kommentaren.

    Und schon geht’s weiter mit AktivitĂ€t 11.

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    Anekdote Ă  la Herr Mess

    Es ist ein Tag, wie jeder andere, als mich der Wecker in der FrĂŒh aus dem Schlaf reißt. Ein Blick auf die Uhr zeigt mir das Unausweichliche an: 6.20 Uhr. Zeit aufzustehen. Wie immer lĂ€uft meine Morgenroutine wie ein Film mit festgeschriebenen Drehbuch ab. Es ist seit 15 Jahren auf Effizienz getrimmt. Jeder Handgriff sitzt. Jede Bewegung geht wie im (Halb-)Schlaf. ZĂ€hne putzen, duschen, anziehen, Kaffeemaschine an, Espresso rauslassen, kurz im Sessel genießen und den Tag vor dem inneren Auge ablaufen lassen, anziehen, WohnungsschlĂŒssel einpacken, Schultasche unter den Arm und dann raus aus der Wohnung. Los geht’s in den Tag, der sich im November noch wie tiefste Nacht anfĂŒhlt.
    Die Luft ist klar, als ich nach draußen trete. Die Laternen der Straße leuchten hell in der Dunkelheit und weisen mir den Weg Richtung Busstation, die an einer viel befahrenen Hauptstraße liegt und mich zur U-Bahn bringen soll. Im Halbschlaf merke ich gar nicht, wie wenig dort heute los ist. Alle 20 Sekunden passiert mich mal ein Auto. Busse sind gar nicht zu sehen. Und kommen auch wohl nicht in der nĂ€chsten Zeit. Das merke ich erst, als ich vor dem BushĂ€uschen stehe und den digitalen Plan studiere, der die Ankunftszeiten des nĂ€chsten öffentlichen Verkehrsmittels anzeigt. Knapp 2,5 Stunden soll ich warten. Ich stutze. Ist heute Streik? Ich hatte gar nichts davon mitbekommen. Aber bei dem Arbeitspensum der letzten Tage kann es gut sein, dass ich solche unwesentlichen Details einfach nicht mitbekommen habe. Alles kein Problem, die U-Bahn-Station geht zur Not auch zu Fuß. Also los.
    Erst jetzt fĂ€llt mir auf, wie leer die Straßen tatsĂ€chlich sind. Nicht nur Autos sind kaum zu sehen. Auch Menschen. Ab sieben Uhr sollten Leute mit Aktentaschen auf dem BĂŒrgersteig warten, vereinzelte Schulkinder zwischen den Mengen umherwuseln. Stattdessen gĂ€hnende Leere. Nur ein einsamer Herr schlurft bei Rot mitten ĂŒber die Kreuzung auf die andere Straßenseite. Er fĂŒhlt sich sicher bei dem wenigen Verkehr und schlĂŒrft genĂŒsslich aus seiner Bierflasche, die er lĂ€ssig in einer Hand umherschlenkert. Sein Ziel ist die Tankstelle, die direkt an der Hauptstraße steht. Dort hat sich eine nicht minder alkoholisierte Menschenmenge versammelt, um genĂŒsslich zu lauter Musik mitzugröhlen. Jetzt stutze ich wirklich. Wie spĂ€t ist es eigentlich? Ich schalte erst jetzt mein Handy ein und traue meinen Augen nicht. Die Anzeige leuchtet mir grell eine Uhrzeit entgegen, was ich nicht verstehe: 3:10.
    Wie kann das sein? Ich habe doch die Anzeige auf meinem Wecker gesehen. Jetzt will ich Gewissheit. Ich breche das Unternehmen “auf zur U-Bahn” jĂ€h ab und begebe mich auf den Heimweg, um zu schauen, ob mein Handy kaputt ist. Oder mein Wecker. Oder ich. Die verlorene Zeit kann ich schon irgendwie reinholen. Notfalls fahre ich mit dem Auto in die Schule. Also wieder zurĂŒck nach Hause…
    Im Schlafzimmer sehe ich schon von weitem die Digitalanzeige meines Weckers leuchten. Ich muss nicht direkt herantreten, um zu sehen, was die Stunde geschlagen hat: 3.20. Es ist mitten in der Nacht. Ich habe offensichtlich die frĂŒhmorgendliche Weckeranzeige getrĂ€umt und bin aus dem Schlaf in den DĂ€mmerzustand gewandert – und von dort wie ein Zombie ins Bad, ohne dabei einen Blick auf die tatsĂ€chliche Uhr zu werfen. Die Geschichte kann ich eigentlich niemandem erzĂ€hlen… Oops!

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    2.3
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    Retrospektive 2019/20

    Hui. Das war mal eine Blogpause. Über einen Monat blieb es hier still. Kein gutes Zeichen. Und es stimmt. Es war gegen Ende des Jahres verdammt viel los. In diesem Jahr, das wie kein anderes ist. Umso wichtiger, am Ende von 2019/20 innezuhalten und sich vor Augen zu fĂŒhren, was eigentlich so alles los war. Here we go.

    • Technisch ist dieses Jahr einiges bei uns an der Schule passiert. Seit dem Update auf Windows 10 laufen die Rechner stabil und vor allem deutlich schneller. Als Systembetreuer gehen mir die meisten Handgriffe mittlerweile recht flĂŒssig von der Hand. Bislang konnte ich bei den meisten Wehwehchen helfen.
    • Mein Hardware Setup fĂŒr den Unterricht wird ĂŒber die Jahre immer kompakter, was mich persönlich sehr freut. Dank mittlerweile ĂŒberall stationĂ€r vorhandener Beamer in den Klassenzimmern muss ich mich auch nicht mehr mit meinem berĂŒhmten Acer K137 bewaffnen, um meinen Unterricht zu halten. Aktuell ist das der Stand der Dinge:
      Aktuelles digitale Setup 2020: Ein Samsung S3 Tab. Sonst nada.

      Kein Vergleich, wenn man die letzten Jahre mal in den Blog schaut:
      Allerdings muss ich zugeben, dass ich mit dem Samsung Tablet ebenso unzufrieden bin wie mein geschĂ€tzter Kollege Jan-Martin Klinge. Das GerĂ€t hat nun definitiv kein methusalemartiges Alter auf dem Buckel, die Ladezeiten sind aber ĂŒber die Monate echt deutlich nach oben gegangen. In all den Jahren, in denen ich das Samsung Note 8.0 hatte, war nie Ă€hnliches zu merken. Von daher bin ich mir echt nicht sicher, ob der Nachfolger nochmal aus Samsung-Hausen stammen wird. Eventuell springe ich einfach ins kalte Wasser und wende mich – mirabile dictu – einem iPad zu. Da ist das Angebot an durchdachten Apps fĂŒr den Unterricht auch deutlich grĂ¶ĂŸer… a propos iPad:

    • Die Stadt MĂŒnchen hat uns einen iPad-Koffer spendiert. Die GerĂ€te sind mittlerweile ins System gespeist und warten auf ihre Benutzung. Die Fachschaften haben die AuftrĂ€ge bekommen, nach sinnvollen Apps fĂŒr ihre FĂ€cher zu suchen, mit denen wir die GerĂ€te bestĂŒcken können, und dann kann es eigentlich losgehen. Wird spannend. Vor allem ohne flĂ€chendeckendes wLan im Schulhaus.
    • Tja, und dann kam Corona. So abrupt und groß, dass es alles zu ĂŒberdecken schien. Bei zweimonatiger Zwangspause und dem ganzen Chaos, das damit einherging, vergisst man fast, dass wir im Februar auch noch den einen legendĂ€ren Tag sturmfrei hatten. Die Zeit war fĂŒr alle Beteiligten unglaublich anstrengend, aber auch irgendwo heilsam, hat sie doch einiges zu Tage gefördert. Das soll jetzt aber kein Bashing in alle Himmelsrichtungen werden. Das haben andere schon erledigt und noch einmal den Finger in die Wunde zu legen, finde ich nicht gerade produktiv. Daher ausschließlich Lehren, die ich persönlich aus der Geschichte fĂŒr mich gezogen habe:
      • BezĂŒglich digitaler Skills haben wir noch gut was zu tun. Wir alle. Wir haben Kollegen, die es nicht schaffen, eine Webcam an einen USB-Port anzuschließen, SchĂŒler, die nicht wissen, wie man bei Mebis eine Datei hochlĂ€dt, Eltern, die mit dem Ausdruck eines Dokumentes ĂŒberfordert sind. Wir alle haben etwas zu tun. Daher empfehlen verschiedene VerbĂ€nde und auch das Kultusministerium den LehrkrĂ€ften sich ĂŒber die Ferien ein bisschen digital fitter zu machen. FĂŒr den technisch Affinen ein Klacks, weil es nicht viel zu machen gibt. Man kann ja eh das Meiste schon. FĂŒr die Greenhorns eine Kampfansage, die sich um ihre wohlverdienten Ferien gebracht sehen.
      • Noten bleiben wichtig. An sich eine sehr streitbare Geschichte, aber speziell fĂŒr meine FĂ€cher habe ich vor allem in Latein die Erkenntnis gewonnen, dass die SchĂŒler ohne entsprechenden Schubs vor allem in der Mittelstufe kaum etwas tun. FĂŒr die Mittelstufe hatte ich fĂŒr die Einheiten des “Lernen Zuhause” ein umfassendes Wiederholungsprogramm erstellt, das ich mit ihnen gemeinsam in verschiedenen Minitests, die laut KMS ja nur gezĂ€hlt werden dĂŒrfen, wenn sie die Zeugnisnote verbessern, durchgearbeitet habe. Mit ernĂŒchterndem Ergebnis. Letztendlich waren es die Einser-SchĂŒler, die das Wiederholungsprogramm tatsĂ€chlich durchgearbeitet hatten und ohnehin ihre tollen Noten hĂ€tten. Diejenigen, fĂŒr die das Programm eigentlich gedacht gewesen war, haben zu einem absoluten Großteil weiterhin eine ruhige Kugel geschoben. Wozu denn lernen, wenn die 6, die man in dem Test darĂŒber schreibt, ohnehin nicht zĂ€hlt? Eine solche Denke ist absolut nachvollziehbar. Nur fĂŒhrt sie irgendwann ins Aus. ErnĂŒchternd fĂŒr beide Seiten.
      • Lehrer sind wichtig fĂŒr den Lernerfolg. Dass der Job ein bisschen mehr bedeutet als nur “Buch auf, Buch zu, Setzen. Sechs”, hat jeder am eigenen Leib erfahren, der in der Corona-Zeit sein Kind zu seinen Aufgaben “motivieren” musste. Wenn auf einmal die Lehrkraft fehlt, die den Fahrplan vorgibt, ist bei vielen die Luft erst einmal raus. NatĂŒrlich geht der eine oder andere Lerninhalt auch ĂŒber selbstĂ€ndiges Lernen. Wenn die Kinder diese Art von Lernen gewohnt sind. Und wenn sie sicher gehen können, dass in unmittelbarer Zeit jemand noch einmal drĂŒber schaut.
        Was fĂŒr einen Unterschied das macht, habe ich in den Wochen erlebt, in denen man wieder zusammen in der Schule gearbeitet hat. Die Kinder waren durch die Bank hochkonzentriert, in den unteren Klassen sind wir teilweise mit fast dreifacher Geschwindigkeit durch die Lektionen gehuscht. Es gab keine einzige Unterrichtsstörung, kein Gemaule, kein “Können wir einen Film schauen?”. Kein einziges Mal. Selbst in der berĂŒhmten letzten Stunde vor den Sommerferien war jede Klasse konzentriert und hochmotiviert bei der Sache. Auch ich. Und damit zum nĂ€chsten, fĂŒr mich sehr wichtigen Punkt:
      • SchĂŒler sind wichtig fĂŒr den Lehrerfolg. Ich liebe meinen Beruf. Ich mag die Interaktion mit jungen Menschen. Und ebenso, wie SchĂŒler darunter leiden, wenn der Lehrer auf einmal weg ist, habe ich die Zeit als sehr anstrengend empfunden, in der man nicht seinem geregelten Arbeitsablauf nachgehen konnte. Man wuschtelte von Zuhause viel vor sich hin, verschickte AuftrĂ€ge in Mebis, hielt gelegentlich sein Gesicht in eine Videokonferenz, korrigierte Tonnen zugeschickter AuftrĂ€ge. Aber es war einfach nicht dasselbe. Das unmittelbare persönliche Feedback hat einfach gefehlt. Wie sehr, habe ich erst gemerkt, als ich nach mehreren Wochen Lockdown wieder vor den dezimierten Klassen stand. Es ist einfach die menschliche Chemie, die diesen Beruf erst so richtig mit Leben fĂŒllt. Und wenn die fehlt, ist man einfach nur noch Dienstleister, der sein Material an den Mann bzw. Frau bringt.
      • Videotelefonie im Unterricht ist kein Allheilmittel. Auf dem Papier klingt es tatsĂ€chlich nach einer guten Sache. Aber nach den ganzen Monaten mit Jitsi, Zoom, WebEx Teams oder auch Microsoft Teams bin ich persönlich ein bisschen ernĂŒchtert. Auf dem Papier funktioniert alles. Aber unter den Grundvoraussetzungen, wie sie in der Regel vorherrschen, sind sie vor allem eins: Ein halbgares Provisorium. FĂŒr eine regulĂ€re Stunde von 45 Minuten habe ich im Schnitt das Doppelte online gebraucht. Grund hierfĂŒr waren technische Probleme auf beiden Seiten. Mal funktionierte das Mikro nicht, dann die Kamera, dann beides nicht mehr. Da grundsĂ€tzlich nur ein Bruchteil der KlassenstĂ€rke im Chat anwesend war – verpflichtend sind diese Konferenzen bei uns nĂ€mlich nicht – muss man zusĂ€tzlich schauen, dass die behandelten Inhalte in irgendeiner Weise an die abwesenden SchĂŒler kommen.  Dazu noch eine Prise ungeklĂ€rten Datenschutz und fertig ist das pĂ€dagogische Glatteis, auf das man sich begibt.

    Hoffen wir jetzt einfach mal, dass 2020/21 einen besseren Verlauf nimmt als das letzte Jahr. Dass es zumindest am Anfang so weiterlĂ€uft, wie es im Juli geendet hat, ist leider wahrscheinlich. Aber es kann ja letztlich nun besser werden…

    So und jetzt Deckel drauf. Sommerferien. Buch zu. Raus mit euch!

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    4.3
  • Latein,  Technik,  Uncategorized,  Unterricht

    H5P OlĂ© – Teil 3: Find multiple hotspots

    Nachdem wir in Teil 2 auf 1 einem Bild Zusatzinformationen angebracht haben, geht diese AktivitĂ€t den exakt umgekehrten: die SchĂŒler sollen aus einem vordefinierten Bild-Informationen heraussuchen. Und das wortwörtlich. Letztendlich also so ein bisschen wie beim guten alten Wimmelbild. Nur dass wir nicht mehr notgedrungen Waldo suchen mĂŒssen. Sondern vielleicht die richtigen Bauwerke auf einem Stadtplan. Oder die richtigen Verbformen zu einem gewissen GrammatikphĂ€nomen. Oder Vokabeln, die einem gewissen Wortfeld angehören und unter falschen Lösungen herausgesucht werden mĂŒssen. Oder wie hier im Beispiel die richtigen Charakterköpfe unter einem Haufen von Denkerstirnen.


    Die AktivitĂ€t ist dabei ganz Ă€hnlich erstellt wie die mit den Image Hotspots. Zuallererst wird ein Hintergrundbild erstellt, auf dem die Bildinformation unter vielen anderen zu finden ist (im Beispiel sind das hier Portraits von berĂŒhmten Römern). Nachdem das Bild hochgeladen ist, wird mithilfe von Rahmen jeweils die Stelle im Bild markiert, die es zu suchen gilt. Das kann ein Ort auf dem Bild sein, oder aber auch mehrere, wofĂŒr sich weitere Optionen ergeben (fĂŒr nĂ€here ErklĂ€rung jeweils die Fragezeichen anklicken):

    Wie die AktivitĂ€t von hier zu den SchĂŒlern kommt, lest ihr hier.
    Wenn ihr weitere Ideen fĂŒr die AktivitĂ€t hat, schreibt mir in den Kommentaren.

    Und schon geht’s weiter mit AktivitĂ€t 4.

    Bildnachweise, sofern die Abbildungen nicht aus dem privaten Fundus stammen:

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  • Allgemeines,  Alltag,  Uncategorized

    A Conference Twitter Badge

    Das Treffen von Twitter-Bekanntschaften im wahren Leben hat schon ein bisschen etwas von einem Blind Date. Das habe ich erst wieder auf der EduSwabia 2019 erfahren. HĂ€ufig wird man von der Seite angesprochen: “Bist du nicht der?”, “Kennen wir uns nicht von?” oder “Haben wir uns nicht erst letzte Woche geschrieben?” Umso peinlicher, wenn man mit den Anfragen bei den falschen Personen landet, die einen ansehen wie eine Kuh, wenn’s donnert. Um derartige Twitter-Körbe in ertrĂ€glichen Grenzen zu halten, habe ich daher schon wĂ€hrend der EduSwabia mit Canva ein Twitter Badge in der GrĂ¶ĂŸe einer Visitenkarte entworfen (vorausgesetzt, man unterlĂ€sst das Skalieren). Dieses kann man prima an einem Hals Lanyard oder in einer KartenhĂŒlle unterbringen, sodass sich Gleichgesinnte in Windeseile erkennen.
    Die Vorlage gibt es als PDF oder PNG Format hier zum Ausdruck. Auf dass ihr euch in Zukunft besser findet!

    Ihr habt VerbesserungsvorschlÀge? Dann nur zu! Rein in die Kommentare!

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  • Allgemeines,  blog,  Uncategorized

    Aus der Auszeit 2

    Es ist schon erstaunlich, wie sehr die Landschaft der Lehrerblogger und im Twitterlehrerzimmer Ă€ndert, wenn man erst einmal ein paar Monate draußen ist. Dank DSGVO hatte sich einiges geĂ€ndert. Viele der bloggenden KollegInnen waren plötzlich verschwunden (RIP Frau Henner). Andere hatten ihre heiligen Hallen auf privat gestellt. Die, die geblieben waren, hatten ihren Blog oft zur Unkenntlichkeit verĂ€ndert: Widgets waren verschwunden, Videos durch selbstgehostete Screenshots ersetzt, die Kommentarfunktion oftmals komplett entfernt. Vor allem Letzteres war fĂŒr mich traurig zu sehen, da ich die Kommunikation zwischen Lesern und Autor immer als tolle Möglichkeit der Partzipation bewunderte, die Twitter nur in sehr komprimierter Form erlaubt (deswegen immer mein Zusatz bei Blog-Tweets Kommentare bitte im Blog zu posten und nicht bei Twitter, wo sie im Walhalla der Billionen Tweets irgendwann verloren gehen). Die ganz Radikalen hatten den alten Blog komplett gelöscht und durch einen neuen ersetzt, der komplett bei 0 anfing: Frei von Widgets, frei von alten BeitrĂ€gen, frei von Kommentaren, frei von Gravataren, Emojis, Embedded Content, Google Fonts – oft leider auf Kosten der Optik, but that’s the price to pay…
    Ich wollte keine dieser Möglichkeiten. Und entschied mich damit wohl fĂŒr den schwersten Weg, das Alte zu einem Großteil zu bewahren und in den neuen Blog ĂŒberzufĂŒhren. Schwer, weil man nicht nur sein bloggendes Ich der Zukunft kĂŒnftig neubewertet, sondern auch das der Vergangenheit. Schwer aber auch, weil man sich erstmal wieder einfinden muss. Dass man nach eineinhalb Jahren so flockig weiter machen kann wie vor dem Cut, war ein Trugschluss. Auch in der Version 2.0 fĂ€ngt man wieder mit einigem von vorne an. Zum Beispiel bei den Followern, die man wieder einfangen muss. Im Twitterlehrerzimmer, wo der Ton gerne mal etwas rauer geworden ist. Aber auch bei sich selber, da das selbstgehostete Heim viele Freiheiten bietet, in denen man sich gerne mal verliert. Es kann daher sein, dass der Blog in Details immer mal wieder etwas anders aussehen wird, weil ich etwas herumexperimentiere. Wird spannend. Ich hoffe, fĂŒr beide Seiten.

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    Aus der Auszeit

    Dass aus meiner ursprĂŒnglich einjĂ€hrigen Pause dann doch fast 18 Monate wurden, kam leider nicht von ungefĂ€hr. Die Umstellung eines Blogs von ehemals anonym hat durchaus ihre TĂŒcken, und wĂ€re der alte Blog nicht schon seit fĂŒnf Jahren mit knapp 300 BeitrĂ€gen entsprechend angeschwollen, wĂ€re es wirklich das KlĂŒgste gewesen, alles platt zu machen und bei Null zu beginnen. Das hĂ€tte mir einiges an Stunden erspart. WĂŒrde ich schĂ€tzen mĂŒssen, wĂ€ren das locker ĂŒber die 200 Zeitstunden, die ich so nicht hĂ€tte investieren mĂŒssen. Aber mei, so ist das nun mal mit Herzensangelegenheiten. Nicht immer ganz nachvollziehbar…
    Um interessierten Nachahmern ein kleines Bild zu zeichnen, welche Schritte ich in diesen eineinhalb Jahren hinter mich gebracht habe, um wieder auf der BildflÀche zu erscheinen, hier mal eine Mini-Liste von all den Phasen, die in der Zeit so passiert sind.

    • alten Blog exportieren. Kurz und schmerzlos. Dank wordpress ĂŒberhaupt kein Problem. Exportfunktion nutzen, 20 Sekunden warten und zack – fĂŒnf Jahre Blog-AktivitĂ€t in ein handliches 6 MB-File zusammengequetscht und heruntergeladen. So fix kann’s gehen.
    • Internetanbieter finden. Der wohl wichtigste Schritt. Beim alten Blog hatte WordPress fĂŒr mich alles ĂŒbernommen. FĂŒr etwas Selbst-gehostetes musste ein starker Partner her. Und der war dank der Community schnell gefunden. @mgrosty hat mir all-incl.com empfohlen. Und ihrem kundigen Rat bin ich gefolgt – ohne die Entscheidung je bereut zu haben.
    • Alten Blog auf die neue Domain importieren. Ging superfix.
    • Theme finden. Das hat mich wirklich viel Zeit gekostet. Wo es bei WordPress.com immer nur eine Handvoll Themes gab, die man auswĂ€hlen konnte, herrscht bei einem selbst-gehosteten Blog die berĂŒhmte Qual der Wahl.  Es gab tausende und abertausende Vorlagen zur Option, und sich auf eine festzulegen, hat wirklich lange Zeit gedauert. Nach mehreren Wochen und Dutzenden von ProbelĂ€ufen wurde ich letztendlich fĂŒndig.
    • Die importierten BeitrĂ€ge auf KonformitĂ€t ĂŒberprĂŒfen. Viele der BlogbeitrĂ€ge hatten Formateigenschaften, die im neuen Blog nicht mehr zu sehen waren oder völlig verzerrt dargestellt wurden. Bilder hatten ihre Umrahmung verloren, Bildunterschriften waren komplett verschwunden, Galerien inaktiv. Es war ein heilloses Durcheinander, das es erst einmal zu lösen galt. Mit Hilfe diverser Plugins habe ich versucht, verdĂ€chtige Code Zeilen, die immer wieder Ärger machten in den BeitrĂ€gen zu finden und systematisch löschen zu lassen. Wirklich funktioniert hat das allerdings nicht, sodass ich wirklich gezwungen war, alles selbst durchzugehen und bei Bedarf hĂ€ndisch zu löschen. Vor allem bei den Verlinkungen ging es gerne mal drunter und drĂŒber. RegelmĂ€ĂŸig tauchten Links auf, die auf den alten, mittlerweile stillgelegten Blog verwiesen haben. Es war ein heilloses Durcheinander.
    • DatenkonformitĂ€t des Blogs einrichten. Welche Elemente mĂŒssen in das Impressum, welche Plug-Ins sind verboten oder problematisch, welche unbedenklich und empfehlenswert? Da bedarf es schon einiger Recherche-Arbeit fĂŒr einen interessierten Laien wie mich. Zum GlĂŒck konnte ich in der Zeit immer auf meine geduldigen Beta-Tester vertrauen. Allen voran Armin, der wirklich zu jedem einzelnen Problem eine Lösung hatte. Wer an einer kompletten Liste der verwendeten Plug-Ins und Maßnahmen ist, um die KonformitĂ€t zu bewahren, möge sich ein bisschen gedulden. Da kommt demnĂ€chst etwas nach…
    • Eigene Anpassungen an die Theme. Bislang war ich froh gewesen, dass die Themes bei WordPress.com fĂŒr mich die Darstellung der Seite ĂŒbernommen hatte. Da es dort kaum Möglichkeiten gab, das Layout zu verĂ€ndern – außer man griff finanziell entsprechend in die Tasche – hatte ich mich beim alten Blog mit den Limitierungen irgendwann einfach abgefunden. In dem Moment, wo man allerdings etwas eigenes aufsetzt und sich dessen Möglichkeiten bewusst wird, geht es los mit dem Ästhetik-Perfektionismus und man möchte möglichst alles kontrollieren. Mal lassen das die Einstellungen des jeweiligen Themes zu – manchmal muss man ein bisschen tiefer gehen. NĂ€mlich in die Niederungen von CSS. FrĂŒher waren diese Codezeilen fĂŒr mich absolutes Kauderwelsch. Aber nach etwas Recherche ging es dann einigermaßen flott, hier die Schriftart zu vergrĂ¶ĂŸern, dort den Rahmen zu Ă€ndern, das in kursiv zu machen, hier den Zeilenabstand zu beeinflussen. Und so kam am Ende doch etwas hoffentlich recht Ansehnliches heraus…
    • Testlauf durchfĂŒhren. Hier hieß es nun zurĂŒcklehnen und Daumen drĂŒcken. Mit Hilfe des Plug-In Password Protected konnte ich den Blog hinter einem Passwort verbergen und einem interessierten Kreis an Probelesern zum Schmökern vorlegen. Sie sind die einzelnen BeitrĂ€ge probeweise durchgegangen und haben bei Formatproblemen oder Fehlermeldungen RĂŒckmeldung gegeben. Ohne diese fleißigen Lieschen hĂ€tten aus den 18 Monaten durchaus noch ein paar mehr werden können. Deswegen tausend Dank an @DerLinkshaender , @frauherkules , @jens_kessler , @Tobias_Henze, @halbtagsblog, @annekatweiss , @berndsippel, @textourette und @fraudromedar, dass ihr euch die Zeit genommen habt, um in meiner Blogvergangenheit zu wĂŒhlen… und sie zu konservieren! Ich finde, die MĂŒhe hat sich gelohnt!

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    Alles auf Null

    Man mag es ja kaum glauben, aber ich will mal mit einem Bekenntnis nach vorne preschen, das man sich als SchĂŒlerin und SchĂŒler gar nicht wirklich vorstellen kann: Beim Thema Schulanfang ergeht es vielen Kolleginnen und Kollegen ganz genauso wie ihren SchĂŒtzlingen. So ist es zumindest bei mir: Die Nacht davor ist kurz – wenn auch nicht mehr ganz so schlimm wie noch vor ein paar Jahren -, das Schlafdefizit folglich entsprechend hoch. Aber dennoch blickt man (hoffentlich) positiv auf einen Neuanfang, den es zu gestalten gilt. Und der fĂ€llt bei mir in diesem Schuljahr geradezu multidimensional aus: Neues Schuljahr, neuer Blog, neue Technik, neue Kurse. Mal schauen, was so passiert. Es gibt auf jeden Fall einiges zu tun. Auch hier im Blog. In diesem Sinne: Guten Neuanfang und frohes Schaffen!

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