• Technik,  Unterricht

    H5P Olé – Teil 24: Image Sequencing

    Das Thema H5P und seine diversen Formate sind auf dem Blog hier schon seit geraumer Zeit immer wieder Thema. Und mittlerweile sind wir auch schon bei Folge… öhm… 24 (😲) angekommen. Heute schauen wir uns mal Image Sequencing an, und was sich damit so machen lässt.

    Grundsätzlich gilt es bei der Aktivität darum, eine zufällig vorgegebene Abfolge von Bildern in die richtige Reihenfolge zu ziehen. Das lässt sich für eine Reihe von Aktivitäten nutzen:

    • eine Bildergeschichte rekonstruieren
    • einen Versuchsablauf in die richtige Reihenfolge bringen
    • eine Vorgangsbeschreibung sinnvoll wiederherstellen
    • Bilder nach Kriterien ordnen (Planeten von klein nach groß; Länder nach Gebietsgröße oder Bevölkerungsdichten, Chronologie von Ereignissen, Politikern und ihren Vorgängern bzw. Nachfolgern)

    … in meinem Fall sollen die Schüler die vier Weltzeitalter in Ovids Metamorphosen in die richtige Chronologie bringen.

    Wie geht’s?

    Zunächst wählt man wie immer über den H5P Hub die entsprechende Aktivität aus – in unserem Fall besagtes Image Sequencing. Hier werden die bereits bekannten Kategorien und Textfelder ausgefüllt. Unter Titel wählt man einen Namen für seine Aktivität, damit man sie später schneller auffindet. Unter Task Description erfolgt wie üblich eine kleine Anleitung für die Schützlinge. Unter Images legt man die Kärtchen an, auf denen die Bilder zu sehen sind. Die entsprechenden Bilddateien lädt man in einem gängigen Format (PNG, JPG) über den + Hinzufügen-Button hoch, unter Image Description hinterlegt man eine zwingend notwendige Bildunterschrift, die unter der Abbildung erscheinen wird.

    Wer möchte, kann auf jedem Kärtchen zusätzlich noch eine Audio-Datei hinterlegen, die die Abbildung akustisch unterstützt (im Ovid-Fall wären zum Beispiel die entsprechenden vorgelesenen Verse denkbar). Diese lassen sich bei jedem Kärtchen über das Plus-Symbol im Bereich Audio Files hochladen oder als URL verlinken. Für Letzteres kopiert man einfach die Internetadresse ins freie Textfeld URL der Audiodatei eingeben.

    Tja, und das war’s auch schon. Man sieht, kein Zauberwerk.

    Wie die Aktivität von hier zu den Schülern kommt, lest ihr hier.
    Wenn ihr weitere Ideen für die Aktivität hat, schreibt mir in den Kommentaren.

    Und schon geht’s weiter mit Aktivität 25.

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  • Allgemeines,  Technik

    Klappe!

    Und da war es schon: Filmprojekt Nummer 2. Über den Arbeitskreis am ISB wurden wir in der Gruppe angefragt, ob wir nicht bei einer kleinen Testimonial-Kampagne dabei sein wollten, in der wir der Lehrerschaft vor laufender Kamera ein bisschen etwas über die Art unserer digitalen Arbeit erzählen wollten. Naja, wollen stimmte nicht so ganz. In dem Moment, wo man nicht vehement abgelehnt hatte, war man mehr oder weniger verpflichtet.
    Und so rückten wir Ende Januar in Dillingen an, um unser Filmdebut zu geben. Vor laufender Kamera. Sehr beeindruckend: Das Filmstudio der ALP ist in eine alte Kapelle gebaut. Wie die Kaaba steht ein hölzener Kubus in der (entweihten) Kultstätte und beherbergt ein komplett ausgestattetes Studio mit Regiekabine, Scheinwerfern, Mikrofonen jeglicher Art und einem riesigen LED-Screen, auf den sich Hintergründe jeglicher Art projizieren lassen.
    Das Filmstudio – von außen

    Und genau dorthin wurden wir einer nach dem anderen hereingebeten und vor laufender Kamera ein bisschen was zu erzählen. Die Interviews gingen mitunter sehr in die Tiefe. Und das Gefühl, knapp 45 Minuten in eine Kamera reden zu müssen, ist zu Beginn schon sehr beunruhigend. Man starrt in die Dunkelheit eines Raumes, wo auf Brusthöhe ein riesiges Objektiv wie eine Waffe auf einen gerichtet ist. Und dann geht’s los. Man hat gar keine Ahnung, wie man vor der Kamera wirkt, ob es passt, ob man zu sehr fuchtelt (meine Achilles-Ferse), wie ein Besenstil da steht…

    Zum Glück war das Team sehr zuvorkommend und lieb. Die Kollegen ohnehin – immerhin kennen wir uns nun schon das fünfte Jahr. Da sind mittlerweile richtige Freundschaften hervorgegangen. Der Umgang ist aufrichtig, herzlich, und bei einem Feierabendbier (oder in meinem Falle -wein) im Akademiekeller der ALP werden schon längst nicht nur fachliche Themen besprochen. Es ist tatsächlich eine neue kleine Wohlfühlfamilie geworden.

    Und dafür bin ich unendlich dankbar ♥
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  • Allgemeines,  Alltag,  Unterricht

    Medienrummel

    Ende Oktober stand irgendwann ein Filmteam erst vor, dann in der Schule. Hintergrund war so einfach wie unglaublich: Die Stadt München ist tatsächlich ein bisschen pleite, aber sehr auf Publicity bedacht. Deswegen hatte sie eine Crew losgeschickt, um an unserer Schule ein bisschen Filmmaterial einzufangen, um zu zeigen, dass der Stadt das Thema Bildung und Bildungsstätte trotz zugedrehter Geldhähne wichtig ist. Denn bei unserem Gebäude wurde nicht gekleckert, sondern geklotzt. Es ist denkmalgeschützt, daher musste bei der Renovierung und Generalinstandsetzung sehr behutsam vorgegangen werden. Und für das entsprechende Baumaterial kann man nicht einfach zum Baumarkt ums Eck.

    Deswegen gingen für die vier Jahre, in der unser Schulgebäude kernsaniert wurde, Millionen von Euro drauf. Eine dreistellige Millionensumme, um genau zu sein. Und um das zu demonstrieren, standen ein paar Herren und Damen vor der Tür, die gerne alles davon filmisch einfangen wollten. Und da Schule ohne Menschen langweilig ist, standen sie plötzlich auch in meinem Unterricht. Für meine fünfte Klasse eine große Sache – und auch ich war zu Beginn schon ein bisschen genervt, dass ich wieder nicht rechtzeitig “nein” gesagt habe (das Thema ist ja nicht neu bei mir 😎). Denn natürlich blieb es nicht nur bei ein paar Snippets aus dem Lateinunterricht. Auf einmal wurde man auch zu Interviews geladen. Reicht man den Leuten auch nur den kleinen Finger…

    Aber das Ergebnis ist ganz gut geworden. So gut, dass ich hier einfach mal den Link zum Endergebnis da lasse.

    Das Verrückteste? Das waren nicht die letzten Filmaufnahmen von mir 🙈

     

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  • Allgemeines,  Alltag

    Eine Bucketlist

    “Eine Bucketlist? Sowas brauche ich nicht”, sagte mir dieser Tage eine liebe Kollegin in Dillingen rechtzeitig zum Jahreswechsel. “Wenn ich auf etwas Lust habe, mache ich es gleich.” Ich mag diesen Ansatz. Aber man wird ja noch träumen dürfen. Und ihr auch.
    Deshalb: Was wollt ihr unbedingt noch so mit eurem Leben anfangen? Gerne in die Kommentare schreiben. Frisch von der Leber. Kein Rechtfertigen. Einfach drauf los! 🙂
    Ich fang mal an:
    • Meine sieben Sprachen soweit perfektionieren, dass ich mich verständigen kann.
    • New York sehen
    • Rezept für Mutterns Prager Knödel erlernen
    • Eigentum erwerben – wie klein es auch sei
    • endlich ein Instrument SINNVOLL erlernen
    • Finger Drumming erlernen
    • Umgang mit Verlusten verbessern.
    • Glücklich werden
    So groß ist sie tatsächlich nicht geworden. Ich bin im Großen und Ganzen sehr zufrieden. Und ihr so?
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    4.2
  • Alltag,  Buch

    Durchatmen zwischen den Jahren – und loslassen. Buchtipp

    Die staade Zeit geht für mich gefühlt erst immer nach Weihnachten los. Die Tage zwischen dem 26. und 31. Dezember tragen eine gewisse Ruhe in sich, die fast schon nach Erschöpfung aussieht: Die Christkindl-Märkte sind menschenleer und teilweise abgebaut. Die Straßen liegen da öde und verwaist, die Bäume wiegen sich mit ihren kargen Ästen im Dezemberwind, Stille kehrt ein. Und Dunkelheit.

    Erst jetzt komme ich tatsächlich dazu, ein bisschen durchzuatmen und zu reflektieren. Mache mir in diesen Tagen gerne das Wohnzimmer schummrig mit einem guten Buch, einer Kanne Tee und einer Kuscheldecke auf dem Sofa – und dann kreisen die Gedanken. Es wird Zeit, dass dieses Jahr zu Ende geht. Es war furchtbar anstrengend. Nicht nur beruflich, auch privat ging einiges durcheinander, teilweise in die Brüche. Und ich merke, dass ich ein großes Problem habe, von alten Strukturen loszulassen. Egal, ob es um Freundschaften geht, um Beziehungen, die nicht mehr gut laufen, oder den Tod eines Familienmitgliedes. All die Personen und die dazugehörige Konstellation schleppe ich deutlich länger mit mir herum, als ich sollte. Und über die Jahre häuft das mehr und mehr Ballast auf. Das merke ich in solchen Phasen wie den jetzigen deutlich. Ich bin off tune. Unausgeglichen. Irgendwas arbeitet in mir, was ich nicht mit Arbeit oder Freizeitaktivitäten kompensieren oder gar verdrängen kann.
    Bei einem Einkaufsbummel am Heilig Abend fiel mir dann aus heiterem Himmel das Buch Loslassen von David R. Hawkins in die Hände. In ihm geht es um verschiedene Bewusstseinsstufen, die man in Krisen durchlebt, und welches Frust- aber auch Aktionspotenzial diese in sich bergen, sodass man – richtig angewendet – Phasen der Apathie hinter sich lassen kann, um sich auf die nächst höhere Stufe zu hieven. Das klingt alles furchtbar esoterisch, und ich bin tatsächlich einer der letzten, der sich normalerweise auf so etwas einlassen würde. Aber das Schmökern in diesem Buch tut mir richtig gut. Man fühlt sich mit vielen Situationen und Konstellationen gehört und verstanden. Und viele Techniken, die darin beschrieben sind, lassen sich sofort im Hier und Jetzt anwenden. Und dann geht’s mir deutlich besser. Und das ist die Hauptsache.
    Harte Kost. Aber gut…
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  • Allgemeines,  blog,  Technik

    Back to the digital roots?

    In den sozialen Medien merke ich unter den Leuten, die ungefähr in meinem Alter sind, eine zunehmende Ermüdung, wenn es um Social Media geht. An vielen Stellen hat man das Gefühl, die Luft ist einfach raus. Diskussionen kommen nicht zustande oder versanden im Nichts. Andere Accounts sind einfach nur die ganze Zeit beschäftigt mit Selbstdarstellung. Es kann natürlich auch sein, dass ich bzw. wir auch einfach in den falschen Netzwerken unterwegs bin/sind. Aber das Thema TikTok oder Instagram hat sich für mich als Plattform zum Vernetzen ein bisschen erledigt. Das, was ich vor ein paar Monaten dort gesehen habe, ist streckenweise echt für mich schwer zu ertragen. Viel Selbstdarstellung, viel Overacting, das nützt mir einfach überhaupt nichts.
    Entsprechend ziehen sich viele Leute wieder auf den Blog zurück und versuchen dort wieder produktiver zu sein. Ich versuche das auch. Allerdings findet man oft auch im Moment schlecht die Zeit dazu, alles aufzuschreiben, was man möchte. Eine kleine Möglichkeit habe ich mir mittlerweile für lange Autofahrten beigebracht. Ich diktiere Themen oder Texte, die ich im Blog benutzen will, einfach als Audionotiz in Evernote und lasse hinterher alles von der KI in Text umwandeln. Das spart einerseits mächtig Zeit, zeigt mir andererseits aber auch, wie sehr ich tatsächlich ein Mann der Schrift bin. Wenn ich Texte erstelle, ist das Flow-Gefühl beim Schreiben viel schneller da als beim Sprechen. Dort halte ich regelmäßig inne, muss mich verbessern, oder tue mir mit dem Formulieren deutlich schwerer, als wenn ich an der Tastatur oder mit einem Stift in der Hand am Schreibtisch sitze.
    Ich schätze das merkt man auch an diesem Text, der sprechenderweise entstand…
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  • Allgemeines,  Alltag,  Pädagogik,  Technik

    1:1-Ausstattung in the making – Teil 4

    Die Resonanz auf den pädagogischen Nachmittag fiel in Summe tatsächlich sehr positiv aus. Für einen pädagogischen Nachmittag – ich weiß nicht, wie es an euren Schulen so läuft – ist das bei uns tatsächlich eine Ausnahme. Und das freut mich sehr. Nichtsdestotrotz ist mit der 1:1- Ausstattung noch lange nicht alles in trockene Tücher gehüllt. Jetzt geht es tatsächlich erst so richtig ans Eingemachte… bzw. ans Handfeste:
    Die von den Eltern gekauften Geräte müssen auf Förderfähigkeit geprüft werden. Das ist leider genauso sexy wie es klingt. Nach dem Besuchen einer Fortbildung erhält man ein Authega-Zertifikat, das dazu berechtigt, die von den Eltern eingereichten Rechnungen und Geräte zu überprüfen, ob sie den von der Schule gestellten Mindestanforderungen genügen. Auf dieses Listenabhaken freue ich mich ganz besonders.

    Dann bedarf es noch der einen oder anderen Nachbereitung von letzter Woche: Der theoretische Teil im pädagogischen Nachmittag legte das Konzept in seinen Grundzügen fest. Allerdings benötigt jede Gruppe der Schulfamilie daraus eine gewisse Synthese: Was müssen die Eltern auf dem iPad einrichten? Was müssen Schüler auf dem iPad einrichten und was dürfen sie nicht? Was erwartet Lehrer nun an Veränderungen im Lernsetting und im Classroom-Management, jetzt wo dann in der Mittelstufe regelmäßig mit den Geräten gearbeitet wird?
    All das ist im Vortrag besprochen worden, aber eine gewisse Grundübersicht darf bei einem so großen Thema einfach nicht ausbleiben. Und da können wir uns vor allem im ersten Jahr auch keine Schludrigkeiten erlauben. Wenn die Einrichtungsanleitung für die Eltern irgendwo hakt, gibt es sofort Unmut. Das muss komplett wasserdicht sein. In diesem Zusammenhang haben wir von einigen aus dem Kollegium, die selber schon Kinder an Tabletschulen haben, gesagt bekommen, dass es nahezu unmöglich ist, für komplette Sicherheit und Unablenkbarkeit mit iPads zu sorgen. Das kann ich zu einem gewissen Grad nachvollziehen – und eingestehen. Allerdings schwingt da auch eine gehörige Portion Desinformation mit.

    Ein paar behaupten bei uns steif und fest, dass Kinder, selbst wenn die Eltern sie über einen restriktiven Kiddie-Account auf dem Tablet arbeiten lassen, mühelos Apps herunterladen können, die auf einem Tablet für den Unterricht eigentlich nichts zu suchen haben… Auf Nachfrage in den Tagen später kam raus, dass sie eigentlich die Bildschirmzeit meinten, die sich über den Kinderaccount nicht einstellen lässt. App-Installation und Bildschirmzeit… das sind völlig unterschiedliche Dinge. Für den Ungeübten aber scheinbar ein- und derselbe Topf. Daran sieht man wirklich, wie wichtig es ist, diese Anleitungen wirklich wirklich wirklich wasserdicht und nachvollziehbar zu machen…

    In diesem Zusammenhang würde mich tatsächlich die Erfahrungen von anderen Schulen sehr interessieren, die damit schon gearbeitet haben. Nach meinen Erfahrungen ist das durchaus möglich, die Bildschirmzeiten einzustellen. Welche Erfahrung habt ihr denn da? Gerne in den Kommentaren…

    Naja, und all das passiert mal so nebenher bis Weihnachten. Ihr wisst schon, die staade Zeit, wenn Weihnachtskonzerte stattfinden und Adventsbasare und Schulaufgaben und Korrekturen und Probezeitkonferenzen und die angeblich so entspannenden Adventswochenenden. Es gibt einiges zu tun. Aber der Erfolg vom pädagogischen Nachmittag gibt mächtig Auftrieb. Das wird schon alles…

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  • Allgemeines,  Alltag,  Pädagogik,  Technik

    1:1-Ausstattung in the making – Teil 3

    Tja, und mit den ganzen Vorarbeiten aus Teil 2 ging es dann auch langsam in die praktische Phase über. Nach den offiziellen Einladungen und dem Verschicken zur Laufphase planten die einzelnen Referierenden an ihren Fortbildungen für den pädagogischen Nachmittag.

    Kurz vorher war noch einmal ein bisschen Aufregung aufgekommen, denn die Übertragungsraten im Schulnetz waren auf ein Minimum geschrumpft. Maximal 150 Kilobyte pro Sekunde waren die Übertragungsraten unserem Standort – und wie wir über diverse Nachfragen an den Schulen herausfanden, im gesamten Stadtgebiet München. Über fast zwei Wochen 😑.

    Typische Übertragungsraten für eine komplette Woche.

    Eine Katastrophe gerade zur rechten Zeit. Denn bei dem Gedanken, dass wir mit einem 70 Personen starken Kollegium am pädagogischen Nachmittag, der ja mehr oder weniger komplett auf Online-Tools ausgerichtet war, mit solchen Geschwindigkeiten gestraft sind, machte mir Bauchschmerzen. Wenn das an diesem einen Tag, auf den wir seit Monaten hinarbeiten, nicht ordentlich funktioniert, würde das Thema bei uns für die nächste Zeit völlig passé sein. Wozu sich in die Materie digitales Arbeiten reinknien, wenn es dann vor aller Augen nicht funkioniert? Ohne schnelles Internet macht kollaboratives Arbeiten weder Spaß noch Sinn.

    Wie lief’s jetzt?

    Kurze Antwort: wie am Schnürchen. Zunächst gab es einen kurzen theoretischen Input über Sinn und Zweck des Projektes und die Umsetzung desselben an der Schule. Bei der Ausrichtung gehen wir in Summe in dieselbe Richtung wie ein Großteil der Schulen, die wir auf den Vernetzungstreffen gesprochen haben:

    • Die Geräte werden gezielt und nicht inflationär eingesetzt.
    • Ob die Geräte im Unterricht eingesetzt werden, liegt in der jeweiligen Entscheidung der Lehrkraft.
    • Wer partout damit nicht digital arbeiten will, muss das nicht tun und weiter so unterrichten, wie er es gewohnt ist. Aber die Möglichkeit dazu muss für jeden, der das machen möchte gegeben sein (und derer gibt es bei uns tatsächlich erstaunlich viele)

    Vor allem letzter Punkt hat die Leute sehr beruhigt, weil ohne praktische Erfahrungswert bei vielen doch eine gewisse Grundangst herrscht. Vor allem Lehrkräfte, die selbst Kinder an Schulen haben, die mit der 1:1-Ausstattung früher angefangen haben als wir, berichten immer wieder von Schauergeschichten, die viele beunruhigen. Wieviel da tatsächlich dran ist, ist wie immer zu hinterfragen. Streckenweise klingt das für mich so, als ob man den Kindern einfach Geräte ohne Rechteeinschränkung in die Hand gegeben hat. Dass die damit natürlich alles mögliche herunterladen und im Unterricht installieren, ist klar. Aber da fehlt uns tatsächlich noch die Erfahrung. Um entsprechende Einblicke aus anderen Schulen bin ich immer dankbar. Auch gerne über diesen Blog.

    Danach ging es sofort mit praktisch angelegten hands-on-Fortbildungen los. Und da lief alles prima. Das Internet blieb stabil, die Raten waren einigermaßen ok, sodass in jedem einzelnen der Workshops sinnvoll gearbeitet werden konnte. Viel mehr noch: an unserer kleinen Schule machte sich fast ein bisschen dasselbe Gefühl bereit wie an den Mebistagen oder einem Barcamp. Die Leute waren gut drauf, tatsächlich neugierig und schlugen bei vielen cleveren Ideen der Referierenden die Hände über dem Kopf zusammen. Wie viel Arbeit man sich mit ein paar Klicks spart… wenn man weiß, wie und wo.

    Einstiegsübung in einem ZumPad

    Sowohl Drive als auch die kleinen Einstiegsdrogen wie ZumPad oder Taskcards kamen bei den Leuten super an. Für manch andere Schule sind diese Programme und die Möglichkeiten mittlerweile bestimmt alte Hüte. Aber ich bin mir sicher, dass am heutigen Tag 80% unserer Leute zum ersten Mal das Drive-Symbol in ByCS überhaupt aktiv wahrgenommen und bestenfalls geklickt haben.

     

    Und so fahren wir heute als Steuerungsgruppe ziemlich erschöpft, aber dann doch sehr beseelt nach Hause. Den Feiertag morgen haben wir uns redlich verdient.

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    1:1-Ausstattung in the making – Teil 2

    In Teil 1 unserer kleinen Reihe hatten wir bereits alle Inhalte fertig zusammengetragen, die für uns in der 1 : 1-Ausstattung wichtig sind. Jetzt galt es, die Theorie so langsam in die Praxis zu überführen und die Veranstaltung in einem geeigneten Rahmen zu verankern. Der pädagogische Nachmittag bot sich dafür regelrecht an. Immerhin ist das Thema ab diesem Jahr für jeden im Kollegium früher oder später in irgendeiner Weise relevant und zu umfangreich, um das in einem kleinen Redebeitrag in einer regulären Konferenz abzuhandeln. Deswegen haben wir von der Schulleitung grünes Licht bekommen. Sie weicht dankenswerterweise von der ursprünglichen Tagesordnung ab, um uns die Bühne für die digitale Schule der Zukunft zu überlassen. Wir hoffen, sie gebührend zu füllen zu können.


    Das Vorhaben

    Der Ablauf ergibt sich eigentlich relativ organisch aus der Art und Weise, wie wir in der Lernplattform die Inhalte vorstrukturiert hatten. Per Copy & Paste konnten wir ein Konzept innerhalb von ein paar Minuten in einer ByCS-Präsentation gemeinsam zusammentragen:
    Unser geplanter Ablauf – kollaborativ in ein paar Minuten erstellt

    Zu Beginn folgt ein theoretischer Teil, in dem die Leute zu allen Themen informiert werden, die wir damals in Gruppe 2 zusammengetragen haben: Classroom Management, Regeln, Konsequenzen bei Verstößen, Mediencurriculum, Medienkonzept, sowie grundlegende technische Voraussetzungen für das Gelingen (welches Netzwerk, wie wird der Bildschirm gespiegelt etc.). In Anschluss daran haben wir Workshops geplant, in denen wir die Programme, die wir aus Gruppe 1 das letzte Mal per Umfrage als am meisten relevant gekennzeichnet haben, auf mehreren Schienen zum Anleiten und Ausprobieren anbieten. Interessierte suchen sich aus jeder Schiene eine Fortbildung raus und belegen diese. Für jede davon gibt es am Ende einen kleinen Fortbildungsschein. Wer diese Workshops übernehmen soll? Zunächst einmal die Leute aus der 1 : 1 -Gruppe, die (hoffentlich) in irgendeiner Weise einmal mit einem dieser Programme gearbeitet haben. Ausstattungsgruppe. Diese können sich in die PowerPoint-Folie selbst eintragen, wenn ihnen ein gewisser Slot oder ein Thema zusagt. Die Workshops, die noch nicht vergeben sind, werden gesammelt und anschließend ans Kollegium gestreut. Bei uns betrifft das aktuell tatsächlich nur das ZumPad, das noch nicht vergeben ist. Aber mit etwas Glück bekommen wir das auch noch unter. Zur Not übernehme ich das halt.
    Auf diese Weise kommen wir auf eine Veranstaltung, die mit insgesamt 3,5 Stunden eine ordentliche, aber nicht ausufernde Größe hat.

    Los geht’s!

    Jetzt, wo dann so langsam alle Workshops vergeben sind, geht es an die ersten Vorbereitungen fürs Kollegium. In den ersten Tagen nach den Ferien geht es los mit einem kleinen Anschreiben, in dem der Verlaufsplan wie auch die Organisation erklärt werden. Dann gilt es, Räume zu suchen und Daumen zu drücken, ob unsere IT am pädagogischen Nachmittag mit so viel Traffic zurechtkommt. Und natürlich auch BayernCloud Schule, denn die Produkte Drive und Messenger sind hochgefragt. Hoffen wir, dass sie halten, was sie versprechen. Wenn das vor aller Leute Augen scheitert, werden die nie wieder vom Kollegium angefasst.
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    Was ne Woche!

    Eine aufregende letzte Woche vor den Ferien geht vorbei! Es war einiges los.

    Mitte der Woche stand plötzlich ein Filmteam vor der Tür. Die Stadt München wollte einen kleinen Bericht über die Renovierung unserer Schule erstellen, und die Schulleitung hat aus der Not gleich einen Turm gemacht und darum gebeten, das Material auch für einen Imagefilm unserer Schule zu nutzen. Und da leere Räume dabei etwas unsexy aussehen, wurden ein paar aus dem Kollegium gefragt, ob das Filmteam denn nicht ein bisschen Unterricht mitfilmen könnte. Unter anderem auch mich. Was in einem Nachgang noch dazu kam, waren kleine Interviews der jeweiligen Lehrpersonen zu Leben an unserer Schule. Wer also aufpasst und aufmerksam liest, sieht mich in der nächsten Zeit vielleicht in Bewegtbildern.

    Nebenher haben wir jetzt die Endredaktion für die 1 : 1-Ausstattung vollzogen. Das Thema wird komplett in den pädagogischen Nachmittag integriert. Unsere drei Gruppen, von denen ich vorher in einem anderen Artikel gesprochen habe, werden die Veranstaltung bestreiten. Es geht los mit einem kurzen theoretischen Abriss von dem, was Gruppe 2 erstellt hat, und schließt an in einer Sequenz aus Workshops, in denen sich die Leute zu den häufigsten genutzten Programmen einen kleinen Fortbildungsplan selbstständig zusammenstellen und die Veranstaltungen besuchen können. Für mich wäre das der erste pädagogische Nachmittag seit 15 Jahren, der im Kollegium kooperativ entsteht. Wenn das alles so läuft, wie wir es uns vorgestellt haben, wird das eine wirklich runde Sache.

    Und damit entschwinde ich in die Herbstferien. Und aus dem letzten Dienst-Tag als Oberstudienrat. Denn wie aus dem Nichts kam da jetzt auch noch eine Beförderung daher. Deutlich früher als gedacht. Aber das Ministerium wird schon wissen, was es tut. Ich beschwere mich definitiv nicht und bin heute mal ein bisschen stolz auf mich.

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