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Lehren aus Runde 2 der Edublogparade 2024

Ich bin tatsächlich sehr überrascht, wie viele Leute im Zuge von Runde 2 der Edublogparade über das Tracken ihrer Arbeitszeit gesprochen und geschrieben haben. Und das so sehr, dass ich nun auch Butter bei die Fische bzw. Klarheit haben möchte. Daher habe ich bei Arne nachgefragt, womit er denn seine Arbeitszeit misst und auf sein Anraten Working Hours aufs Handy geladen. Für knapp 10€ hat man eine Lizenz für eine Plattform. Für andere Betriebssysteme fällt zusätzlich Geld an, aber ich hab das Handy sowieso immer in greifbarer Nähe, wenn ich arbeite, daher reicht mir die eine Instanz.

Working Hours ist tatsächlich sehr simpel gestaltet. Man definiert zu Beginn – sofern man es denn will – verschiedene Aufgaben, die einem im Arbeitstag über den Weg laufen, versieht sie mit einer Farbe und startet den Tracking Vorgang mit einem Klick, sobald man damit loslegt. Ich hab mir mal angewöhnt, meinen Arbeitstag farblich in workload in der Schule und Zuhause einzurichten. Zusätzlich habe ich mir noch eine Sparte für Korrekturen eingerichtet. Aktuell liegt hier die letzte Oberstufenklausur vor dem Abitur Ende April. Da kann ich endlich mal sehen, was die Korrektur zeitlich bedeutet, anstatt es immer nur grob zu überschlagen. So richtig interessant wird es natürlich, wenn das Abitur selbst losgeht. Korrektur eines kompletten Englisch-Abis, Vorbereitung und Abhalten von Kolloquien, Vorbereitung und Abhalten von Nachprüfungen zur Notenverbesserung. Da wird einiges auf dem Stundenkonto los sein. Das ist aber eigentlich auch jetzt schon der Fall…

Aktuell ist bei uns an der Schule gut was los, sodass die ersten Wochen weit jenseits der 40 Arbeitsstunden sind. Infoabende, Vorträge am Abend, Generalproben für die Technik, Medienwarte, Tag der offenen Tür – da kommen gut und gerne mal knapp 50 Stunden zusammen. Teilweise mehr. Das wird interessant zu sehen, auf was sich das alles einpendelt, wenn mal wieder “Regelbetrieb” eingekehrt ist – was auch immer das bei unserem Job bedeuten mag 😁

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5 Comments

  • Lærari

    Das klingt spannend. Ich tracke nur manchmal die Stunden, die ich so beim Korrigieren zubringe. Auf ein Update deinerseits bin ich gespannt.

    • Susanne

      Ich war erstaunt, dass so viele EduBlogger ein Überdenken des althergebrachten Deputatsmodells so vehement ablehnen. Wenn man, wie ich, mit einem Ehepartner zusammenlebt, der nicht im Schuldienst arbeitet, sieht man tagtäglich, dass es sehr wohl möglich ist, Arbeitszeit zu messen und zu begrenzen. Ich selbst tracke meine Zeit seit diesem Schuljahr ganz konsequent. Und ja, es ich nicht nur erhellend, sondern manchmal auch echt erschreckend. Aber nur so kann ich mein Gefühl mit harten Fakten untermauern. Und ich befürchte, das wird in Zukunft mehr denn je notwendig sein…

  • Arne

    Cool! Bin gespannt auf deine weiteren Berichte.
    Ich habe für mich festgestellt, dass es tatsächlich Peaks und Lows gibt, die sich erst zum Schuljahresende in etwa ausgleichen. Wobei anders als bei dir bei mir der Februar eher ein entspannter Monat ist. 😀
    Ich bin auch neugierig, welche Erfahrungen du mit dem differenzierteren Tracking machst – anfänglich hatte ich mal wahnsinnige sieben Kategorien.🤯

    • herrmess

      Ach du meine Güte! Ich versuche es wirklich auf ein Minimum zu begrenzen. Im Moment sind’s vier: Schule, Zuhause, Korrekturen, ISB.

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