Letzte Woche fand ein Treffen fĂŒr die Systemadmins der MĂŒnchner Gymnasien statt. Dort kommt man in illustrer Runde an einem schicken, prĂ€sentablen Standort zusammen und diskutiert aktuelle Probleme unserer Zunft, kommende Neuerungen, die derzeitige Arbeitslast und futtert sich wĂ€hrenddessen durch Berge von HĂ€ppchen (ich zumindest).
Auf der Agenda standen dieses Mal viele Dinge, ĂŒber die man offiziell noch nicht reden darf. Nur so viel: Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie “da oben” Entscheidungen auf den Weg bringen möchten, die wir, die “da unten” stehen, schon beim Verlautbaren als fehlerhaft erahnen. Wenn es so weit ist, sag ich dazu mehr. Weiteres inoffizielles Thema so kurz nach Beginn des Halbjahres waren die AusbildungsgerĂ€te – und alles, was damit verbunden ist. Vor allem dem Ărger. Immer wieder fragen die Leute vorsichtig, ob das bei uns genauso kompliziert und zeitraubend wie bei ihnen passiert, um sich nicht die BlöĂe zu geben. Aber unisono kommen wir zum selben Ergebnis: Verwaltungstechnisch sind die Dinger der Horror. Zum GlĂŒck kann ich einigermaĂen helfen – dank des letzten Blogartikels sind die Wunden und Traumata so frisch, dass ich mich mĂŒhelos an jeden einzelnen Handgriff erinnern kann, der letztlich zum Erfolg gefĂŒhrt hat.
Ich mag diese Treffen immer sehr, weil sie immer eine tolle Gelegenheit zur Vernetzung sind. Der Blog hilft mir immer wieder dabei, neue Kontakte zu knĂŒpfen. “Ach DU bist das”, bekomme ich regelmĂ€Ăig gesagt und schwupps ist mein Handy um eine Telefonnummer reicher. Nichtsdestotrotz fĂŒhlen sie die Veranstaltungen immer ein bisschen wie eine Gruppentherapie an, weil ab einem gewissen Zeitpunkt die Verwunderung und irgendwann das KopfschĂŒtteln Ăberhand nimmt. Klar, geteiltes Leid ist halbes Leid. Aber allein die Tatsache, dass ĂŒberhaupt Leid vorhanden ist, spricht ja schon BĂ€nde.
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Es ist mittlerweile 4.20 Uhr morgens. Ich kann nicht schlafen. Mal wieder. In den Tagen vor Schulbeginn kreisen bei mir immer wieder die Gedanken um die nĂ€chsten Wochen. Und dann geht das Gedankenkarussel los. Und es wird immer schneller. Und hĂ€lt mich wach. Nichts dagegen hilft. AtemĂŒbungen, etwas trinken. SchĂ€fchen zĂ€hlen, ein Buch lesen. Irgendwann greife ich wieder zum Smartphone. Allgemein die BakrotterklĂ€rung an sĂ€mtliche Einschlafroutinen.
Eine kleine hilfesuchende Nachricht in Bluesky um 4.35 Uhr wird tatsĂ€chlich innerhalb von ein paar Minuten beantwortet. Und zwar von niemand Geringerem als Jan-Martin Klinge. Auch er ist in diesen frĂŒhen Stunden eine Nachteule. Allerdings aus deutlich freieren StĂŒcken als ich. Wir kommen ins GesprĂ€ch. Wie immer sehr nett. Man kennt sich ja auch immerhin seit fast 13 Jahren gemeinsamer Blogkarriere. Und genau um die geht es in den nĂ€chsten Minuten.
Wir beide sind gerade ein bisschen am Hadern. Bloggen ist spannend, aber auch zeitintensiv. Und fĂŒr uns mittlerweile fast schon Routine. Dazu kommt der Zahn der Zeit. Blogs werden zunehmend als langsames Medium angesehen. Viel hat sich in die sozialen Medien verlagert. Seit dem Ende des Twitterlehrerzimmers ist diese Fragmentierung noch schlimmer geworden. Das merkt man auch an den Besucherzahlen der Blogs. Und irgendwann stellen wir uns die Frage: Weiter bloggen oder nicht? Jan-Martin fĂ€llt wĂ€hrend unseres GesprĂ€chs eine Entscheidung und verfasst auf Halbtagsblog.de seinen vorerst letzten Artikel. Ich schreibe mir im Anschluss einen Text zu einem der Gedanken, der mich die komplette Nacht wach gehalten hat. Nicht nur in den Blog, sondern von der Seele. Und kann im Anschluss endlich schlafen. Der Blog bringt mir also noch was.
NĂ€mlich Seelenfrieden.
Ich kann noch nicht gehen.
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Da hab ich gut gestaunt, als unter dem Weihnachtsbaum ein Booknook lag.
Booknook, Sie wissen schon, diese kleinen BausĂ€tze, wie man sie online und in Buchhandlungen vermehrt findet. Mit Hilfe der beigelegten Anleitungen lassen sich daraus putzige Ziernischen fĂŒr das heimische Buchregal zusammenbasteln. So ein bisschen wie Lego. Oder Modellbauen. Also sowas:
Zeitgleich kam meine Mutter plötzlich mit einer PlastiktĂŒte Nostalgie deluxe an: Knapp zwei Dutzend von Hörspielkassetten aus meiner Kindheit fanden sich darin, alles bunt durchgewĂŒrfelt: Pumuckl, kleine Hexe, der Schlupp vom grĂŒnen Stern, diverse Grimms-MĂ€rchen, Alice im Wunderland, Alf. Alles Perlen, die ich vermutlich seit 35 Jahren nicht mehr gehört habe. Aber damit ist diese Weihnachtsferien Schluss. Die Tage vor dem Jahreswechsel sind bei mir immer wieder mal von Nostalgie und einer gewissen Grundmelancholie geprĂ€gt, und diese blasts from the past heute sind die perfekte Gelegenheit sich nochmal ein bisschen dem GefĂŒhl einer sorglosen Kindheit hinzugeben.
Eine exquisite Auswahl meiner ZaubertĂŒte Hörspielkassetten…
Und so sitze ich wie anno 1985 dieses Weihnachten unter dem Weihnachtsbaum und puzzle mir mein Booknook aus knapp 300 Teilen zusammen, wĂ€hrend ich mein Tape Deck mit der kleinen Hexe fĂŒttere. Es ist wie frĂŒher. Naja. Fast. Das merke ich nach knapp einer Stunde…
Shakespeares Coriolan und Goethes Faust in der GröĂe eines Fingernagels
Die bittere RealitÀt
Als ich zu einer buchstĂ€blichen Schöpfungspause wieder aufstehen möchte, merke ich es. Meine Knie, die vor 35 Jahren mein Mini-Ich problemlos abgefedert haben, signalisieren mir sehr deutlich, dass sie das im Jahre 2024 nur mit Widerwillen tun. Unter Ăchzen und Stöhnen der versammelten Gemeinschaft erhebe ich mich von meiner ArbeitsflĂ€che am Boden wie ein GroĂvater in seinem nicht mehr ganz so besten Alter. Beim Aufrichten macht sich dann auch noch der untere RĂŒcken bemerkbar – und das, wo ich im Fitnessstudio genau diese Muskelpartien regelmĂ€Ăig auf der SchrĂ€gbank trainiere. Mit ordentlich Gewichtscheiben auf der Brust. Aber das ist alles fĂŒr die Katz bei einer sentimentalen Regression ins Kindesalter. Die Muskeln verkrampfen und ich verweile erstmal fĂŒr ein paar Minuten auf allen Vieren. Es ist kein Hexenschuss, aber auch deutlich mehr als ein sich abzeichnender Muskelkater.
Und als wĂ€re das nicht schon peinlich genug, frisst das Tapedeck just in diesem Moment das Band der Hörspielkassette. Die kleine Hexe wird immer dumpfer, leiert. Und stoppt dann. Eine Kindheitserinnerung wurde gerade vernichtet. Ich wĂŒrde die Kassette ja gerne retten, um das Schlimmste zu verhindern. Aber RĂŒcken und Knie versagen ihren Dienst.
Tja, Monsieur, die Nostalgietour ist hiermit vorbei.
Die RealitÀt ist eingezogen.
Du bist alt.
Zumindest ist aus dem Booknook noch was geworden…
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Vorbemerkung: Eine Reihe von bildungsaffinen Bloggern hat sich zum Ziel gesetzt, 2024 hĂ€ufiger thematisch gemeinsam zu bloggen. Die ThemenvorschlĂ€ge werden an dieser Stelle gesammelt, (möglichst) alle BeitrĂ€ge zum aktuellen Thema sind unter dem Beitrag zu finden. Wer sich beteiligen möchte, aber keinen Blog hat, kann gerne einen Beitrag einreichen â er wird dann als Gastbeitrag publiziert. Dies ist die neunte Runde.
Wir haben es geschafft. Mal wieder. Der Dezember huscht wie jedes Jahr im Eiltempo an mir vorĂŒber. Schulaufgaben, Notenstandsberichte, Probezeitkonferenzen, dazwischen Proben fĂŒr das Weihnachtskonzert, der Weihnachtsbasar, die Weihnachtsfeier. FĂŒr alles wird man wie selbstverstĂ€ndlich eingeplant, ohne dass man gefragt wird. Und so findet man sich im Handumdrehen mit einer Reihe von zusĂ€tzlichen Mini-Jobs, die man eigentlich gar nicht schultern kann bzw. möchte. Nein sagen möchte man da. Und das habe ich dieses Jahr mehrmals getan. Und das hat mich sehr befreit. Und das so sehr, dass ich dem Nein ein eigenes Kapitel widmen möchte.
Nein.
In meiner Funktion als Systembetreuer bin ich fĂŒr viele Leute gefĂŒhlt fĂŒr alles zustĂ€ndig, was ein Kabel hat:
Mein Privatrechner geht nicht, schau doch mal. In Raum 120 geht das Licht nicht (indirekter Sprechakt deutlich hörbar). Das WLAN ist ausgefallen. Der Strom ist ausgefallen im Erdgeschoss. Der Gong geht nicht im Musiksaal. Kannst du mich fĂŒr das Infoportal entsperren, ich hab dreimal das falsche Passwort eingegeben. Wie viele dieser geschilderten Situationen der letzten zwei Monate sind tatsĂ€chlich meine Aufgabe? Antwort: Keine einzige. Also weg damit.
Nein.
Ebenso geneint wurde bei Dingen, die ich aus Ăberzeugung und Idealismus zusĂ€tzlich ĂŒbernehme – und das hat tatsĂ€chlich ein bisschen weh getan, da ein Nein dort auch ein bisschen ein EingestĂ€ndnis ist. Ein Nein zum AK Medien, weil im Moment kaum Leute zu den Fortbildungen kommen (die anderen AKs haben Ă€hnlich wenige Besucher gerade, aber ich weigere mich ein aktuell totes Pferd zu reiten). Ebenso auch teilweise Nein zu meinen geliebten Medienwarten, die ich ehrenamtlich zur UnterstĂŒtzung im Unterricht bei Problemen mit der Technik ausbilde. Die habe ich jeden Monat 90 Minuten in meiner Freizeit geschult. Daraus wurde jetzt kurzerhand ein Turnus von sechs Wochen. Allem voran deshalb, weil die Technik mittlerweile zuverlĂ€ssig lĂ€uft, sodass wir nicht stĂ€ndig nach dem Rechten sehen mĂŒssen. Zum anderen, weil jede Sitzung eine gewisse Vorplanung mit Portalnachrichten ans Kollegium, Stundenplanern, eMails an die Eltern und die SchĂŒlerschaft selbst einfordert, die in einem stressigen Schultag einfach mal en passant passieren muss. Die Medienwarte waren zu Beginn sehr erstaunt, dass ich das alles etwas zurĂŒckgefahren habe, weil man das von mir so nicht kennt. Aber es geht gefĂŒhlt auch so. Dank Nein.
FĂŒr mich sind das tatsĂ€chlich neue Verhaltensmuster. Und bis die sitzen, dauert es. Aber ich bin auf einem guten Weg. Die Zwischen-TĂŒr-und-Angel-GesprĂ€che haben dadurch deutlich abgenommen. Die Arbeitsstunden nach Unterrichtsschluss ebenfalls. Und ich kann mich wirklich auf mein KerngeschĂ€ft konzentrieren. Und tatsĂ€chlich auch auf etwas Freizeit in der Schule.
Ja.
Ja zum Lehrerchor. Dadurch, dass ich mich an manchen Stellen deutlich freigestrampelt habe, finde ich auf einmal Zeit fĂŒr lange verschollene TĂ€tigkeiten, die ich aus ZeitgrĂŒnden an den Nagel gehĂ€ngt habe. Den Lehrerchor zum Beispiel. Da bin ich vor knapp vier Jahren raus, weil ich in dem ganzen Schulchaos irgendwann nicht noch einen Termin haben wollte, den ich aufgrund der sonst noch so drĂ€uenden Aufgaben einfach als Belastung empfunden habe. Auf einmal hatte ich wieder Zeit dafĂŒr. Und SpaĂ. Der Auftritt am Weihnachtskonzert letzte Woche war fĂŒr mich ein Highlight des noch jungen Schuljahres, das ich gerne wiederholen möchte.
Ein dickes Ja bekommt aktuell auch der Unterricht, in dem es einfach lĂ€uft. Selbst der Informatikunterricht, den ich fachfremd unterrichte, ist durch die Verlagerung in einen digitalen Lernkurs komplett in den HĂ€nden der Kinder. In den Stunden selbst muss ich nichts machen, auĂer immer darauf hinweisen, dass alles, was zu tun ist, im mebis Kurs steht. Man muss halt lesen können. Diese komplette Eigensteuerung ist fĂŒr unsere Kinder, die bei uns Frontalunterricht nicht nur gewöhnt sind, sondern auch sehr schĂ€tzen (weil man einfach vor sich hinpennen kann), ungewohnt. Wer die Lernvideos und Ăbungen der Vorstunde nicht durchgearbeitet hat, ist in der Folgestunde, wenn die Leute praktisch etwas erstellen sollen, total aufgeschmissen und sabottiert sich so die Note in Eigenregie. Das gab zu Beginn durchaus Diskussionen mit den Eltern. Aber spĂ€testens, wenn die dann die klaren und fĂŒr alle sichtbaren Arbeitsanweisungen und selbst erstellten Lernvideos zu dem Thema sehen, ist klar, wo der Hund begraben war.
Ăberhaupt fĂŒhlt es sich so an, als wĂŒrden bei uns mehr und mehr Leute so langsam auf das digitale Pferd aufspringen. Unserem Aufruf zu einem Arbeitskreis, der die 1:1-Ausstattung in die Hand nehmen soll, die in Bayern ab dem nĂ€chsten Jahr verpflichtend umgesetzt werden soll, folgten erstaunlich viele Interessierte aus dem Kollegium. Mittlerweile sind wir ein Dutzend Leute. Angesichts unserer kompakten SchulgröĂe mit knapp ĂŒber 40 LehrkrĂ€ften ist das enorm. Schauen wir mal, was daraus wird. Denn fĂŒr einen GroĂteil ist das Thema immer noch sehr spooky.
Ich könnte natĂŒrlich noch viel mehr schreiben. Ăber mein mega tolles Team am ISB, das mir jeden Freitag gute Laune ins Gesicht zaubert. Die tolle Kollegin, mit der ich nun die sechste Unterstufe gemeinsam leite und mit der das Arbeiten einfach eine Wohltat ist. Oder von wertschĂ€tzenden GesprĂ€chen mit Kollegen und Schulleitung. Aber das lasse ich. Aus ZeitgrĂŒnden. Ich will ja was von den wohlverdienten Ferien haben.
Und deswegen ĂŒbe ich mich lieber in meinem neuen Hobby.
Dem Nein-Sagen.
Nein.
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Kurz vor Weihnachten trudelte eine kleine eMail ein. Unscheinbar und – passend zum humanistischen Gymnasium – zur Sicherheit nochmal ausgedruckt und in mein Fach gelegt. Fast hĂ€tte ich sie ĂŒbersehen – wĂ€re sehr schade gewesen. Sie wirkt nĂ€mlich seit Tagen nach.
Genau DAS ist der Grund, warum man sich immer wieder die MĂŒhe macht.
Vielen Dank, Frau Doktor!
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Es wird mal wieder Zeit fĂŒr eine neue Folge in der Blogparade des Jahres 2024. Susanne und Erik haben dazu aufgerufen und ein tolles Thema gewĂ€hlt: (Fast) rechtzeitig zum Tag der LehrkrĂ€fte wird die Frage gestellt, warum man in den heutigen Zeiten ĂŒberhaupt noch Lehrer werden soll. Denn der Berufsstand hat in den letzten Jahren gut gelitten:
Negative Publicity ĂŒber Jahre,
unbezahlte Ăberstunden,
eklatanter Mangel an LehrkrÀften
leere Kassen im Bildungsbereich
stĂ€ndige Mehrung von Zusatzaufgaben, administrativer oder bĂŒrokratischer Art
hohe KrankheitsstÀnde und Burnout-Raten
Wozu also das auf sich nehmen? Das kann ich objektiv vermutlich nicht bewerten – aber privat. Daher erzĂ€hle ich einfach mal, warum ICH damals Lehrer geworden bin. Vielleicht findet sich ja jemand in meinem Geschreibsel wieder
Vom HausabreiĂer zum Arzt: Alles dabei
Als Kind hatte ich so wie alle anderen bestĂ€ndig schwankende WĂŒnsche, was meine Berufswahl angehen wĂŒrde. Los ging es mit der Berufung des HausabreiĂers. Als bei uns in Schwabing Mitte der 80er Jahre die alte Bibliothek dem Erdboden gleichgemacht wurde, war ich fasziniert von der Wucht, mit der die Abrissbirnen in die Fassaden gedonnert wurden. Das wollte ich auch! Allerdings nicht lange. Im Kindergarten war es die mittlerweile fast schon stereotype Vorstellung eines jeden Jungen vorherrschend ein Feuerwehrmann zu werden. Ab Gymnasium wollte ich alles werden, vom Tontechniker hin bis zu Chirurg oder Anwalt. Der Lehrberuf war fĂŒr mich gar nicht so naheliegend, auch wenn ich ihm unbewusst schon ĂŒber Jahre ausgesetzt war. Und damit meine ich nicht ausschlieĂlich meine eigene Schule, an die ich groĂenteils tolle Erinnerungen habe.
Mein Vater – der Held
Mein Vater war selbst passionierter Lehrer und Schulleiter eines Gymnasiums im Rosenheimer Umland. Durch ihn bekam ich hautnah die Schattenseiten des Berufs vorgelebt, von denen in den Medien nie gesprochen wird: Die Ăberstunden in Hochzeiten, die unser Abendessen regelmĂ€Ăig kalt werden lieĂen, die gelaufenen Ferien, wenn wieder Beurteilungen anstanden. Die SelbstverstĂ€ndlichkeit, mit der erwartet wurde, dass man auch mal seine Freizeit dafĂŒr aufopfern musste, um die Schule voranzubringen. Dann war da aber auch wieder die tiefe Dankbarkeit, mit der dieses Engagement belohnt wurde. Die ehemaligen Abiturienten, die regelmĂ€Ăig bei uns vor der HaustĂŒr standen, um sich persönlich fĂŒr die tolle Schulzeit bei meinem Vater zu bedanken. Die positiven Zeitungsartikeln in der Presse, die meine Mutter fĂŒr die Familie sammelte wie Kinder ihre Paninibildchen. Und auch die ErfĂŒllung, mit der mein Vater immer wieder am Mittagstisch von seinen Erlebnissen im Unterricht erzĂ€hlte. Mein Vater hatte nicht nur einfach einen Beruf. Er hatte eine Berufung.
Mein Werdegang
Dass mir Unterrichten selbst SpaĂ macht, wurde mir in der 10. Klasse schlagartig bewusst, als ich in Deutsch ein Referat zu deutscher Exilliteratur halten sollte. Das Vermitteln von Inhalten, das Aufbereiten, die didaktische Reduktion, das machte mir ĂŒber ein regulĂ€res MaĂ hinaus irre SpaĂ – und zwar so, dass ich ernsthaft darĂŒber nachdachte, diesen Beruf selbst zu ergreifen. Der Wunsch hielt sich ĂŒber mehrere Jahre, ĂŒber das Abitur hinaus und ĂŒber den Zivildienst. Es war ernst.
Als es langsam Richtung Studium gehen sollte und sich das Thema Lehramt herausschĂ€lte, platzte mein Vater vor Stolz. Wir hatten nie offen darĂŒber geredet, dass seine Profession eines Tages meine werden könnte. Aber auf einmal stand das im Raum. Prompt er lud mich zu einem “MĂ€nnergesprĂ€ch” fĂŒr zu einem griechischen Restaurant in Miesbach ein, in dem er mir damals alles ĂŒber den Lehrberuf erzĂ€hlte: wie er ihn wahrnahm, wie er sich nichts anderes vorstellen könne als das, aber auch ĂŒber die Belastungen, die dieser Beruf nach sich zog. Er sollte recht behalten.
Das Studium selbst war fĂŒr mich eine kleine Achterbahnfahrt mit all den Problemen, die man heute noch von Studierenden im Seminar oder auf den sozialen Medien hört: realitĂ€tsfremde Dozierende, die kaum oder nie vor Klassen standen, Einfordern von unnötigen Zusatzqualifikationen fĂŒr seine FĂ€cher, kaum Möglichkeiten zu Unterrichtspraxis, riesige Diskrepanz zwischen Lehrstoff in den Seminaren und dem tatsĂ€chlichen Nutzen fĂŒr den Unterricht. Aber das Ziel stand fĂŒr mich fest. Im Studium, im Auslandsjahr, im Referendariat. Und die RealitĂ€t lernte man schnell kennen: Der Job ist irre anstrengend. Um ihn gut zu machen, fordert er gnadenlos ein. Aber langweilig wird er nie. Jede Stunde ist anders, jede Lerngruppe ebenso, auch der Lehrplan Ă€ndert sich stĂ€ndig und zwingt permanent zu neuen Mikroentscheidungen in Bezug auf Inhalt, soziale Formen und Organisation. Er ist intim, weil man seine eigene Persönlichkeit auf so vielen Ebenen einbringt und im Unterricht auf Klassenfahrten, Exkursionen oder Auslandsaufenthalten auch mal mehr sein muss als Lehrkraft. Dompteur zum Beispiel. Oder Reiseleiter. Oder SekretĂ€r. Oder Papa, wenn sonst keiner da ist. Das macht den Beruf hochemotional und die Lehrkraft nahbar… Man freut sich wie Bolle ĂŒber jeden Lernerfolg seiner SchĂŒtzlinge und ist zu Tode beleidigt, wenn sie mal einen Test kollektiv in den Sand setzen.
Der Job ist sinnstiftend, da wir in diesen unruhigen Zeiten einen Ruhepol zu schaffen versuchen, in dem fĂŒr junge Heranwachsende konzentriertes, sicheres Lernen möglich ist. In dem wir Bildungsinhalte vermitteln, die unsere SchĂŒtzlinge zu mĂŒndigen, klugen und weltoffenen BĂŒrger machen. Wo wir Demokratieprozesse in der Schulentwicklung ĂŒber Klassenrat, Schulforum und AKs einĂŒben, um dem Nachwuchs die Werte nahezubringen, die eine moderne, offene Gesellschaft aufrechterhalten. Wenn das kein Grund ist in der FrĂŒhe aufzustehen, was dann?
Ich habe in den 15 Jahren, die ich im Beruf bin, meine Entscheidung kein einziges Mal bereut. NatĂŒrlich gibt es Tage, an denen man sich schlaflos hin und her wirft, wenn Kummer einen bis in die TrĂ€ume verfolgt. Aber das liegt an Details. ĂuĂere ZwĂ€nge, toxische Personalien oder eine Entscheidung vom Ministerium, die ungut im Magen liegt. Aber an der Entscheidung, die richtige Wahl im Beruf getroffen zu haben, zweifle ich keinen einzigen Tag. Lehramt ist mein Traumjob, aber ein easy Halbtagsjob ist er definitiv nicht – wenn man ihn ernst nimmt.
Es ist ein schöner SpĂ€tsommerabend. Mit 21 Grad haben wir tolle Temperaturen fĂŒr Ende September. FĂŒr das heute angehende Oktoberfest sind das beste Voraussetzungen. Aber das ist mir heute egal. Wiesn hin oder her, ich habe andere PlĂ€ne. Bzw. einen guten Plan.
Vor zwei Wochen hatte ich mir das StĂŒck online bestellt, um mein Schuljahr besser zu planen – und vor allem auch zu reflektieren. Bis er allerdings ankam, dauerte es fast eine komplette Woche. Genervt war ich davon allerdings nicht. Im Gegenteil: die Vorfreude stieg an. Das war bei meinem Standard-Planer nie der Fall. Da wusste man Jahr ein, Jahr aus, was man bekommt. Umso glĂŒcklicher habe ich das gute StĂŒck dann heute aus der Post gezogen und aus der liebevollen Verpackung befreit.
Erster Eindruck
Der Leineneinband ist ein echter Handschmeichler und liegt toll in der Hand. Wie ein richtiges Hardcover. Dazu noch schöne, wertige Lesezeichen, der Buchvorsatz mit schöner PrĂ€gung, ĂŒber die man gerne mal die HandflĂ€che gleiten lĂ€sst. Das Ding ist schon mal zum Anfassen ein echtes haptisches Erlebnis. Und der Rest?
FĂŒhlt sich gut an: Der gute Plan
Aufbau
Teil 1: Lebensplaner
Bevor der Ernst des Lebens mit dem Terminplaner losgeht, ist mit Teil 1 ein so genannter Lebensplaner vorgeschaltet. Auf knapp 50 Seiten findet man dort jede Menge Ăbungen zur Bestandsaufnahme ĂŒber sein Leben und zur Formulierung von Verbesserungen. Bucket lists, Befindlichkeitsgrids, SelbsteinschĂ€tzungsbögen finden sich dort ebenso wie SchreibĂŒbungen, in denen man ĂŒber seine Rollen, Erwartungen, Haltungen, Werte und Normen reflektiert. SĂ€mtliche dieser Ăbungen sind mit tollen Beschreibungen eingeleitet und vermitteln den AktivitĂ€ten einen gewissen Grad der Notwendigkeit und Ernsthaftigkeit. Immer wertschĂ€tzend, vielleicht ab und an eine Spur zu woke fĂŒr den bavarian grantler from Munich, aber nach einer gewissen ZurĂŒckhaltung geht das tatsĂ€chlich ganz gut. Mir persönlich ist noch nicht so ganz klar, ob man diesen Lebensplaner komplett durchgehen soll, bevor es mit Teil 2, dem Terminkalender, los geht, aber so wie ich das Konzept des guten Plans grundsĂ€tzlich verstanden habe: Alles kann, nichts muss. Man kann auch gleich in den Terminkalender starten. Dann kann man aber auch wirklich einen stinknormalen Planer fĂŒr 5⏠aus dem Schreibwarenhandel erwerben.
Eine klassische Ăbung
Teil 2: Terminplaner
Teil 2, der Terminplaner ist auf den ersten Blick klassisch aufgebaut mit den typischen TagesĂŒbersichten im Stundenformat. Aber da gibt’s mehr zu sehen. Viel mehr. Jeder Monat wird von einer Doppelseite eingeleitet, auf der man Ziele, WĂŒnsche und Projekte fĂŒr den bevorstehenden Monat formulieren kann, ebenso wie gewisse VorsĂ€tze, auf die man in den nĂ€chsten Woche ein besonderes Auge haben möchte. Das finde ich eine tolle Möglichkeit zur Internalisierung von Terminen und Vorhaben, bevor es mit den Arbeitstagen losgeht, die sich ohne so etwas alle gleich anfĂŒhlen wĂŒrden. Einen Schritt zurĂŒcktreten, bevor es los geht. Durchatmen. Fokussieren. Und erst dann ab dafĂŒr. Das fĂŒhlt sich gut an.
Die TagesĂŒbersicht lĂ€sst fĂŒr jeden Tag ein paar Zeilen fĂŒr Selbstreflexionen ĂŒbrig: Auf einer Befindlichkeitsskala kann man seine Stimmung schriftlich fixieren, seine Gewohnheiten tracken oder zusĂ€tzliche Aufgaben zur Erledigung niederschreiben. Geboten ist hier viel. Umsetzen muss man es natĂŒrlich nicht, aber ich will mal ausprobieren, wie das in den nĂ€chsten Wochen damit geht. Wer möchte, kann dies auch mit Hilfe der App erledigen, die die Macher zur VerfĂŒgung stellen. Dort sind auch viele Ăbungen und Tests aus dem Lebensplaner zur VerfĂŒgung stellt – und ein paar Soundkulissen zur Beruhigung nach einem stressigen Tag.
Am Ende eines jeden Monats folgt eine Doppelseite zur Selbstreflexion um zu ĂŒberprĂŒfen, wie gut man seine zu Beginn gesteckten Ziele erfĂŒllt hat. Dazu existieren wieder Ăbungen und AktivitĂ€ten zur Kontemplation und WertschĂ€tzung, bevor es auf der nĂ€chsten Doppelseite mit dem nĂ€chsten Monat los geht – aber natĂŒrlich nicht, bevor auch fĂŒr diesen wieder Ziele und Erwartungen formuliert sind.
Teil 3: Listen und Notizen
Teil 3 des Planers beinhaltet zuletzt Platz fĂŒr Listen und Notizen: Was muss ich fĂŒr die Arbeit besorgen, was habe ich an wen verliehen, welche Deadlines gilt es einzuhalten? Hier gibt es nichts, was man nicht von anderen Schulplanern kennt. Mit einer Ausnahme, die mich dann doch verwundert: Listen fĂŒr Klassen. Ich vermisse schmerzlich Ăbersichten fĂŒr Klassen zum Abhaken oder zum Eintragen von Noten. Wenn das in einem Schulplaner fehlt, kann ich einem groĂen Bestandteil meiner Arbeit mit dem Planer nicht nachgehen, der in meinem alten Schulplaner fast 80% ausgemacht hat. Daran merkt man, dass die Edu Version vom guten Plan nicht exklusiv auf LehrkrĂ€fte zugeschnitten ist, sondern einfach an alle Personen, die im Bildungsbereich arbeiten: Dozenten, Lernende, LehrkrĂ€fte – jeder hat in dieser Hinsicht andere BedĂŒrfnisse. Das haben die Macher wohl auch erkannt und bieten gewisse Vorlagen zum Download auf ihrer Seite an. Notenlisten zum Beispiel. Die gibt es als PDF zum Herunterladen. Aber was mach ich dann damit? Klebe ich sie ein und versaue mir damit das haptische Erlebnis? Und wo? Lege ich die Listen in den Planer ein? Und wenn die da lose drin liegen? Dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis ich die verliere… und das ist nicht der einzige Vorbehalt, den ich aktuell hege.
To be continued…
Ich hadere noch ein bisschen mit dem Konzept an sich. Ich habe kein Problem damit, dass dieser Planer ein paar Finger in Wunden legt. Ganz im Gegenteil. Ich mache mir tatsĂ€chlich eher Sorgen, wenn dieses Ding mal abhanden kommt. Wenn ein Schulplaner verloren ging, war das schlimm genug, da dort persönliche Daten und Noten von Klassen drin standen. Wenn der gute Plan verloren geht, gehen damit meine eigenen persönlichen Daten verloren und geraten womöglich in SchĂŒlerhĂ€nde. Und da steht ja ein bisschen mehr drin als nur meine Adresse. Im Planer liest sich mein GemĂŒtszustand, meine WĂŒnsche, meine Ziele, meine Verletzlichkeit, fĂŒr jedermann und -frau. Meine Psyche ist fĂŒr diese Leute ein offenes Buch. Das wĂ€re bei einem Standard Timetex-Planer natĂŒrlich nie der Fall.
Was mir auch noch nicht so ganz klar ist, ist, wie ich den Plan in meinen derzeitigen Workflow einbaue. Das meiste meiner Terminverwaltung ist mittlerweile komplett digital, weil es so einfach geht. Schultermine werden per importiertem ical automatisch geupdated, alles andere tippe ich hĂ€ndisch ein, sodass ich es am Smartphone, am Tablet und in Evernote ĂŒber eingebundenen Google Kalender eingeblendet und jederzeit vor mir habe. FĂŒr die Arbeit mit dem guten Plan wĂŒrde das ja bedeuten, dass ich wieder alles hĂ€ndisch aus dem digitalen Kalender ĂŒbertragen muss. Das fĂŒhlt sich im ersten Moment schon sehr nach Zeitverschwendung an, weil ich ja etwas hĂ€ndisch einschreiben muss, was ja eigentlich schon digital vorhanden ist. Und besseres Zeitmanagement ist ja einer der Kernfaktoren, warum ich mir diesen Planer statt eines anderen gekauft habe.
Man sieht, ich brauch immer ein bisschen, um mich von etwas Neuem ĂŒberzeugen zu lassen. Aber ich probiere es einfach mal. Und berichte, wenn ich mich zu einem Urteil durchringen kann.
Schau mer mal, dann seng mas scho…
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6 Wochen frei? Von wegen! Die erste HĂ€lfte der Sommerferien waren tatsĂ€chlich dem Runterkommen gewidmet, ab jetzt geht es aber wieder langsam los. Und zum GlĂŒck macht mir das nichts aus. Der Moment, in dem das nicht mehr der Fall ist, wird es Zeit schleunigst was zu unternehmen.
Als Systembetreuer werde ich ein paar Tage im leeren SchulgebĂ€ude verbringen, um mit einem Mitarbeiter aus unserem Field Service der Stadt MĂŒnchen ein paar Brachen in Angriff zu nehmen, die aus diversen GrĂŒnden von diversen Leuten unbearbeitet blieben. Unsere neuen Klassenzimmer zum Beispiel. Die sind nach Abschluss der Bauphase angeblich bezugsfertig. Aber haben sie alle ein Whiteboard? Haben sie Strom? Haben sie Internet? Waren die Jungs, die jedes Jahr sĂ€mtliche Kabel auf Isolierungsfehler untersuchen, wieder tĂ€tig und haben uns sĂ€mtliche Kabel unter den Lehrerpulten rausgerissen und so auch liegen gelassen?
All diese Fragen will ich nicht unbedingt am ersten Schultag beantworten mĂŒssen, wenn die ersten langen Gesichter ob der Defizite in der Lehrerkonferenz sitzen.
Daneben geht es mit den ersten Unterrichtsvorbereitungen los. Da es aktuell fĂŒr die Englisch-Oberstufe immer noch kein Lehrbuch gibt, plane ich zumindest fĂŒr die ersten Wochen des Schuljahres eine eigene Suppe und baue meinen G8-Oberstufenkurs bei mebis entsprechend um. Ăhnliches plane ich auch fĂŒr die sechsten Klassen in Informatik. Ăber Jahre arbeiten wir in Informatik mit Schulbuch und Heft – und fĂŒr die Praxisteile mit dem PC. Aber warum nicht alles fĂŒr dieses Fach auf den PC verfrachten? Wenn man schon den Umgang damit lernen soll, machen wir es doch mal richtig. Als Admin bin ich kĂŒnftig wohl das MĂ€dchen fĂŒr Informatik fĂŒr alle kĂŒnftigen sechsten Klassen. Da bietet sich die perfekte Gelegenheit im Umgang mit Rechnern und ByCS-Programmen die Weichen zu stellen. Ist natĂŒrlich wieder mit Arbeit verbunden. Aber vieles ist tatsĂ€chlich nur eine ĂberfĂŒhrung von meinen bisherigen Unterlagen in ein digitales Format.
Man sieht, es ist gut was los. Aber es ist gut so.
FĂŒr den einen oder anderen Ratsch und Biergartenbesuch bleibt daneben auf jeden Fall Zeit. Und fĂŒrs Kochen.
Wie schon angekĂŒndigt hat Griechenland kulinarische Spuren hinterlassen. Und hier ist nun der erste Versuch: unser erstes Bouyourdi.
Bouyourdi
Nachtrag:Â
Auf mehrfache Anfrage hier unser Rezept fĂŒrs Bouyourdi:
700 Gramm Tomaten
2 rote Paprika
300 Gramm FetakÀse
150 Gramm wĂŒrzigen KĂ€se, z. B. GruyĂšre, geht aber auch jeder anderer nach Belieben
5-6 Knoblauchzehen (sic!)
1-2 Chilischoten
1 TL Paprikapulver
1 TL Oregano
50 ml Olivenöl
Salz und Pfeffer nach Belieben
Tomaten in Scheiben schneiden; ebenso die Paprika in kleine Scheiben; Knoblauch schĂ€len und klein hacken, ebenso die Chilischoten; das alles in eine SchĂŒssel befördern, mit Ăl ĂŒbergieĂen, Paprikapulver und Oregano dazu und alles schön durchmischen und durchziehen lassen. Nach Belieben Salz und Pfeffer zum Abschmecken dazu geben. Nicht wundern, wenn das Ergebnis wegen des Chilis scharf schmeckt. Da muss so.
WĂ€hrenddessen den Feta auspacken und klein krĂŒmeln. Den GruyĂšre-KĂ€se grob raspeln und zur Seite legen.
Ofen auf 200 Grad vorheizen.
Kleine Auflaufformen vorbereiten. Dann wie bei einer Lasagne abwechselnd marinierte Tomaten, FetakrĂŒmel und GruyĂšre in Lagen schichten, bis die Auflaufformen aufgefĂŒllt sind.
Die Formen mit Alufolie bedecken und fĂŒr ca. 20 Minuten in den Ofen stecken. Danach die Folie abziehen und weitere 20 Minuten im Ofen lassen. Wenn der GruyĂšre an der OberflĂ€che angebrĂ€unt ist und alles schön vor sich hinblubbert, ist das gute StĂŒck fertig.
Die Formen aus dem Ofen nehmen, ein bisschen mit Oregano bestÀuben und servieren.
Achtung, saumĂ€Ăig heiĂ zu Beginn!
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Susanne Posselts toller Beitrag zu Runde 5 der Edublogparade ist gespickt mit wundervollen persönlichen Einblicken in ihre Biografie und ihren Schreibprozess. Grund genug, dass ich auch mal in mich selbst reinhorche und ein bisschen darĂŒber erzĂ€hle, wie meine Blogartikel entstehen. Und vor allem nach welcher Vorgeschichte. Schreiben ist nach wie vor fĂŒr mich ein sehr persönlicher Prozess – und das eigentlich schon immer.
Exkurs: Schreibgenese
The Early Years
Lesen und Schreiben konnte ich schon, seit ich denken kann. Meine Oma brachte es mir bei, weil ich meiner sechs Jahre Ă€lteren Schwester bei den Hausaufgaben zusah und zunehmend neidischer wurde, was sie da mit Stift und Heft anstellte – so geht zumindest die Anekdote im Hause der Familie Mess. Mit vier Jahren lief ich daher schon mit meiner Kinderfibel durch die Gegend und las munter vor mich hin. Welche das war, kann ich leider nicht mehr sagen. Ich kann mich nur noch an den Umschlag erinnern, auf dem ein hingekritzeltes Kind in blau-rot eine Fibel hochhielt, auf der es selber dargestellt wurde, wie es eine Fibel hochhielt, auf dem ein Kind dargestellt wurde, wie es eine Fibel hochhielt, auf dem… (you get the idea).
Ich gab nie groĂartig damit an, weil es fĂŒr mich einfach selbstverstĂ€ndlich war, und wurde immer sehr genervt, wenn man es als etwas Besonderes herausstellen wollte. Eine meine ersten Erinnerungen im Kindergarten an der HiltenspergerstraĂe in MĂŒnchen ist ein Nachmittag, wo ich von den Erzieherinnen mehr oder weniger genötigt wurde den anderen Kindern aus einem Buch vorzulesen. Ich fand das ganz furchtbar wie eine Zirkusattraktion in der Mitte des Raumes zu sitzen, mit 30 Augenpaaren auf mich gerichtet. Entsprechend bockig war ich dem Wunsch zu entsprechen: Erst habe ich gar nicht gelesen – dann mit gehörigem Widerwillen. Und in passiv-aggressivem FlĂŒsterton. Geschadet hat mir das natĂŒrlich nicht. Aber ich kann mich an die Episode auch noch knapp 40 Jahre spĂ€ter erinnern. Das sagt schon einiges.
The School Years
Einen Vorteil hatte die Chose aber: Da ich mit Schreib- und Lesekenntnissen in die Schule kam, waren die ersten Jahre dort fĂŒr mich ein Klacks. Mit so einem Vorsprung konnte ich mich gechillt auf den Vorschusslorbeeren ausruhen und bei wenig Arbeitsaufwand gute Ergebnisse einfahren. Und so kam es dann auch: Niederschriften, AufsĂ€tze, RechtschreibĂŒbungen – ich frĂŒhstĂŒckte sĂ€mtliche dieser PrĂŒfungsformate und kam in der Regel mit fehlerlosen Ergebnissen nach Hause.
Das hatte allerdings einen gewissen Preis: Der Prozess des Lesens und Schreibens hatte fĂŒr mich nicht den Reiz des Neuen, den meine Klassenkameraden beim Erlernen dieser essenziellen Zauberkraft empfanden. Es gehörte fĂŒr mich einfach dazu. Als Konsequenz sah ich keinerlei Notwendigkeit im Lesen und Schreiben besser zu werden. Ich las einfach nichts mehr. BĂŒcher waren schick im BĂŒcherregal, aber aus eigenem Antrieb ein anderes Buch als die in der Schule in die Hand nehmen? No way.
Die LektĂŒren, die wir in der Schule lasen, taten ihr Ăbrigens mir das Lesen madig zu machen. Ich erinnere mich noch an Rokal, den SteinzeitjĂ€ger. Das Wirtshaus im Spessart (in der fĂŒnften Klasse!). Oder Hexen in der Stadt. Ich fand das alles ganz fad. Entsprechend plumpsten meine Noten in Deutsch irgendwann mal in halbgares MittelmaĂ – vor allem, als es irgendwann in Richtung Sachtexte ging. Ohne Zeitungen oder Artikel zu lesen hatte ich schlichtweg keine Ahnung oder ein GefĂŒhl dafĂŒr, was einen Sachtext lesenswert macht. Aber ich fand mich damit ab. Mehr als 3 wird es halt nicht mehr.
The University Years
Und so tippte ich meine ersten Seminararbeiten im Grundstudium auf gewohnte, uninspirierte Weise. Da dort vorrangig der Inhalt und nicht die Art der Verpackung zĂ€hlte, waren die Noten dort immer ganz ordentlich. Was sich allerdings fĂŒr mich komplett neu gestaltete, war der Weg zu einem solchen SchriftstĂŒck: Eine lĂ€ngere Zeit an einem Thema sitzen und fĂŒr sich recherchieren, die Gedanken ordnen und durchdenken, bevor man auch nur eine Silbe geschrieben hatte, war fĂŒr mich eine neue Erfahrung. Es reichte nicht mehr auf eine Initialthese spontan zu reagieren und in einem Korsett von 90 Minuten irgendein SchriftstĂŒck hinzuschneuzen, wie ich es aus der Schule kannte. FĂŒr ein gutes Ergebnis war eine entsprechende Vorarbeit notwendig. ZunĂ€chst nur inhaltlich. SpĂ€ter aber auch stilistisch. Aber das lernte ich vor allem bei einem meiner Nebenjobs im Studium.
Von 2002 bis 2006 war ich Teilzeit – Mitglied einer Redaktion in MĂŒnchen, die sich auf Videospiele spezialisiert hatte. Wer von den Zeitschriften Cube und 360 Live aus der Zeit noch Exemplare auf dem Dachboden liegen hat, hat vermutlich ein paar meiner Artikel gelesen.
Meine echten Lehrjahre: Die des VideospielredakteursRedaktionsmitglied
Am Anfang waren das noch kleine BeitrĂ€ge. Kleine Snippets und Previews von den neuen Titeln. Dann kamen Testberichte dazu. Und mit ihnen der innere Antrieb mehr und mehr am eigenen Stil zu feilen. Denn mit einem Lesepublikum im RĂŒcken wollte man den Leuten auch SchreibstĂŒcke bieten, unter die man guten Gewissens seinen Namen setzen konnte, bevor sie in den Druck gingen. Der Durchbruch in dieser Hinsicht folgte bei mir automatisch, als ich Ende 2004 zu meinem assistant year nach England aufbrach. TagsĂŒber war ich Deutschlehrer an einer Schule in Lincoln, Lincolnshire und abends Redaktionsmitglied im AuĂendienst – wenn auch mit stark eingeschrĂ€nkten technischen Möglichkeiten. Da in unserem Haus kein Breitbandanschluss vorhanden war (anno 2004 definitiv noch kein Standard), mussten wir die Telefonleitung fĂŒr das Internet nutzen, die wie damals ĂŒblich im Minutentakt abrechnete. Entsprechend waren wir gezwungen unsere online Zeit optimal zu nutzen, um nicht am Monatsende beim Ăffnen der Telefonrechnung aus den Latschen zu kippen. GroĂartige Online-Recherche war fĂŒr mich damit kaum möglich.
Stattdessen kaufte ich mir in den örtlichen Zeitschriftenhandlungen Publikationen der englischen Presse, die in Sachen Videospielen der deutschen damals schon um Meilen voraus war, und exzerpierte die Inhalte wie bei Seminararbeiten auf Papier. Seitenweise. BlĂ€tterweise. Ich versank in den Artikeln, die in einem fĂŒr mich sehr erfrischenden Ton geschrieben war, den ich so noch nicht kannte: Informativ, hoch fundiert, aber dennoch immer in einem grund-frotzeligen Ton, stets unter leichter Missachtung von gĂ€ngigen Regeln der Punkt- und Kommasetzung. Satzreihen wie diese hier, die keinen grammatikalisch akkuraten Hauptsatz aufweist. Einfach durch einen Punkt abbrechen? Darf man das? I guess they don’t care. And neither did I.
Ich begann unbewusst diesen Stil auf mein eigenes Geschreibsel zu ĂŒbertragen. Bekam ein GefĂŒhl fĂŒr Satzrhythmen und den Atem, den man fĂŒr seine SĂ€tze braucht, um einen Effekt zu erzielen. So etwas ging mir zunehmend besser von der Hand. Ich fĂŒhlte langsam, wann ein Satz zu kurz war. Wann zu lang. Und wann genau richtig. Das ging so weit, dass ich in SĂ€tzen Worte gegen entsprechende Synonyme austauschte, die in ihrer Silbenanzahl divergierten, und so nach meinem Empfinden besser in den Rhythmus des Satzes passten. So wurden meine Artikel in der Genese immer komplexer und herausfordernder. Daher musste ich meine Arbeitsweise umstellen – und setze sĂ€mtliche meiner Artikel handschriftlich auf.
So hatte ich das GefĂŒhl nĂ€her am Text zu sein. Worte wurden nicht einfach nur getippt. Sie wurden geformt. Ein leeres Blatt Papier, ein Bleistift und ich. Und ĂŒber allem mein aufkeimender Perfektionismus. Jeder Satz wurde auf die Stilwaage gelegt, bewertet – und erweitert, umgestellt oder mit rabiaten Bleistiftstrichen vom Papier gelöscht. Ich wĂŒnschte, ich hĂ€tte noch irgendwo einen alten Block in einer Schublade, in dem man die Genese eines solchen Artikels sehen kann. FĂŒr den Uneingeweihten sah das aus wie ein Din/A4-Fiebertraum. FĂŒr mich hingegen war dieses Geschmiere das lebendige Ergebnis eines Schöpfungsaktes. Und das merkte ich. Und mein Chefredakteur. Meine Artikel lasen sich in Deutschland spĂŒrbar flotter. Entsprechend bekam ich zunehmend gröĂere Fische zum Berichten. Erst die News-Seiten (12 Seiten Text, die monatlich zu fĂŒllen waren!). Dann die Leserbriefe, in denen der bayerische Grundgrant so richtig zur Geltung kam. Dann folgten die Testberichte zu den monatlichen Toptiteln (bis heute mein Favorit: der Bericht zu Resident Evil 4 – da war ich stolz wie Bolle drauf). Und zum Schluss die Reportagen, die eine nicht enden wollende Bandbreite an Themen bot: Die Geschichte von Donkey Kong, ein Bericht ĂŒber die furchtbarsten Versoftungen von Kinofilem auf heimischen Konsolen, eine Abhandlung ĂŒber das Erfolgsgeheimnis von Nintendo, ein Artikel ĂŒber die berĂŒhmtesten urban legends in der Videospielindustrie. Ich forschte mich durch alles, was man mir vorlegte. Und ich liebte es.
Meine gesammelten Werke auf CD-Rom
Wenn es etwas gegeben hat, was meinen Schreibstil maĂgeblich geformt hat, dann sind das die erfĂŒllenden Jahre im RedaktionsbĂŒro Löwenstein am Tassiloplatz in MĂŒnchen. Von den Erfahrungen zehre ich bis heute – im Unterricht, beim Schreiben von Tutorials beim ISB – und im Blog.
Heute: Schreiben im Blog
Am Anfang ist der Gedanke – und die voice to text Funktion am Smartphone, wenn die Inspiration zuschlĂ€gt. Denn ein Blatt Papier zum Skizzieren meiner Artikel wĂŒrde an einem normalen Arbeitstag hoffnungslos in den Tiefen meiner Tasche verschwinden. Mein oftmals nur schemenhaftes Geschwafel landet als Text in Evernote, wo ich – genauso wie Susanne – von jedem meiner GerĂ€te darauf zugreifen kann. In einer Freistunde am Tablet, in der Ubahn am Handy oder zuhause am Arbeits-PC. Meine Notizen sind alle in Evernote in einem Ordner abgelegt, wo sich Ideen, Bilder, Soundschnipsel oder Screenshots lose in einem Ordner tummeln, den ich völlig uninspiriert “Blog” betitelt habe.
Hier geht jeder Artikel los
Darin passiert die Arbeit, die ich frĂŒher mit einem Blatt Papier vollzogen hĂ€tte. Ich schreibe, ich lösche, ich lese. Ich tausche aus. Ich markiere. Ich formuliere aus, gliedere. Und wenn ich mit dem Ergebnis irgendwann mal zufrieden bin, schiebe ich das Ergebnis in einen neuen Ordner, wo sich meine “Endredaktion” befindet, die automatisiert alles Richtung Blog schiebt. Dies passiert mit Hilfe des Dienstes Zapier, der alle Evernote-Notizen, die in diesem Ordner landen als Artikel-Entwurf in WordPress abspeichert. Dort muss ich den Artikel nur noch mit endredigieren und mit einem Mausklick in die weite Welt schicken.
Ta-Dah!
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Einmal im Jahr verschlĂ€gt es mich privat in die Hauptstadt der Bundesrepublik. In der Regel in den Pfingstferien. Auch wenn man sich mit den Jahren hier immer besser auskennt, ist kein Besuch in Berlin wie der andere. Und andersiger als in MĂŒnchen ist er ohnehin. Das geht schon bei den GeschĂ€ften los:
Davon gibt es auch auĂerhalb von Lokalen satt: In vielen Vierteln liegen Glasscherben herum, Matratzen auf den StraĂen, die Fassaden der HĂ€user sind im Erdgeschoss bis zur Unkenntlichkeit zugesprayt und mit Plakaten oder Aufklebern verunstaltet. Aber es gehört einfach zum Stadtbild dazu. Und ich merke in solchen Momenten, wie sehr ich als SĂŒdbayer doch eine echte Landpomeranze bin.
Meine Damen und Herren, ein SchulgebÀude
Von allem etwas – und davon viel
Es stört mich nicht, dass jede Lokal seine eigene ModalitĂ€ten hat, wenn es ums Bezahlen geht (only cash, only card, paypal, bitcoin). Dass Bedienungen höflich darum bitten, die Bestellung auf Englisch aufzugeben, weil sie kein Deutsch verstehen. Oder dass der Geruch von Gras in den Partyvierteln ein stĂ€ndiger, unsichtbarer Begleiter ist. Aber es fĂ€llt mir auf. Vor allem die Extreme. Berlin hat von allem mehr: Schicke Nobelviertel mit prĂ€chtigen Altbautenensembles – eine Fassade schöner als die andere, in aufwĂ€ndigen Ornamenten kunstvoll verziert. Dann aber auch die gleichförmige Eintönigkeit eines Plattenbauviertels nahe dem Frankfurter Tor. Die unglaubliche Rate an dunklen Mercedes und Bonzenrasern in der Innenstadt, und umgekehrt Obdachlose, die im AuĂenbereich von Restaurants im Vorbeigehen die zurĂŒckgelassenen Essensreste direkt vom Teller der eben gegangenen GĂ€ste verzehren. Und doch gibt’s in diesem Spannungsfeld viele tolle Momente.
Ruppig und herzlich
Die Leute in Berlin sind definitiv freigiebiger im Umgang mit den sozial Schwachen als die MĂŒnchner. Wo man sie bei uns tendenziell ignoriert, geben die Berliner gerne mal ein paar Euro. StraĂenmusiker in der S-bahn werden bei uns nach den ersten Noten mit Schimpf und Schande aus dem Wagon gejagt, in der Hauptstadt hört man gerne mal zu, spendet bei Gefallen Applaus und bestenfalls ein paar MĂŒnzen. Der Geldbeutel sitzt hier insgesamt schon ein gutes StĂŒck lockerer als im SĂŒden. Ebenso wie das Mundwerk. Die Art, mit der man gerne mal im Vorbeigehen einen Kommentar reingedrĂŒckt bekommt, wenn man sich (un-)bewusst daneben benimmt, ist fĂŒr uns zugeknöpfte SĂŒdbewohner schon eine Herausforderung. Aber sie hat auch ihre guten Seiten: Man kommt mit den Leuten sofort ins GesprĂ€ch – egal in welcher Situation. Das mag ich.
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