Tja, so wie es aussieht, werde ich meine Vorsätze dieses Jahr in Rekordzeit über den Haufen geworfen haben. Wie war das nochmal mit dem “Zeit für mich”? Im Moment ist es einfach nicht möglich. Im Moment prasselt die Arbeit auf mich ein, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Ein Glück, dass ich mir in solch wilden Zeiten angewöhnt habe, eine Checkliste anzulegen und die Aufgaben nach getaner Arbeit abzuhaken. Wie befreiend das ist, den daily chores auf diese Weise einen Tritt in den Allerwertesten zu verpassen! Für den Verlauf eines Tages steht zum Beispiel folgendes Geschmier an.

Wohlgemerkt: das ist das Pensum für einen regulären Tag. Morgen ist die Liste ähnlich voll. Und nächste Woche auch und… ach… ihr wisst ja wies weitergeht. Im Moment kommen für uns bayerische Lehrer ein paar besondere Belastungen oben drauf. Das berüchtigte Probe-Abi zum Beispiel. Denn von heute auf morgen kam die Meldung reingeschneit, dass die Schüler selbst bestimmen können, ob sie die Leistungen im Probe-Abi als großen, kleinen Leistungsnachweis oder überhaupt nicht zählen lassen wollen. Ein Begründung wurde uns nicht gegeben. Zumindest nicht offiziell. Aber ausschlaggebend war wohl das schlechte Ergebnis der Mathematik-Klausur. Wieso das jetzt auf ALLE Probe-Abis ausgeweitet wurde, darüber kann man Theorien aufstellen, für die mein Kopf im Moment keine Zeit hat. Ärgerlich ist es alle mal. Für die Lehrer, die (vor allem in Deutsch) bis zu 30 Stunden an einem Kurssatz Schülerarbeiten saßen, den sie jetzt getrost in die Tonne kloppen können. 30 Stunden für die Katz. Das sind fast vier komplette Arbeitstage, die auf einmal keine Sau interessieren. Ich hatte mit Englisch nochmal Glück im Unglück, weil die Klausur bei mir recht gut ausgefallen ist. Dennoch durfte ich heute jeden einzelnen Schüler im Kurs fragen, ob er seine Probe-Klasusur doppelt, einfach oder gar nicht zählen lassen wollte. Das heißt natürlich auch, dass ich die Noten in meinem Notenprogramm umgewichten muss. Und zwar händisch. Also alles großer Käse, der mitten im Schuljahr einfach zusätzlich aufhält.
Daneben noch die ganzen Negativ-Schlagzeilen über die katastrophale Einstellungssituation unserer Referendare. Zahlreiche Lehrkräfte mit Traumnoten bekommen keinen Job und wandern uns in andere Bundesländer ab. Leute mit einem Premium-Examen, die der Staat über zwei Jahre ausgebildet hat, und jetzt ziehen lassen muss. Leute, die das bayerische Bildungssystem über zwei Jahre Referendariat kennengelernt und inhaliert haben. Sie haben fachliche wie auch systemische Expertise. Und doch: Wir verlieren sie. An die Bundesländer, die händeringend nach Lehrernachwuchs suchen. An die freie Wirtschaft. An die Arbeitslosigkeit. Und das, nachdem sie sich an ihren Seminar- und Einsatzschulen den Allerwertesten aufgerissen haben. Ich kenne keinen Referendar, der in den letzten Jahren nicht unter 17 Unterrichtsstunden leisten musste (11-12 sind eigentlich die Regel, aber man kann die Anzahl um maximal 5 zusätzliche Stunden erhöhen). Kein Wunder, dass sie sich ausgenutzt fühlen. Selbst Kollegen mit einem Glanz-Examen im sehr guten Bereich – und jeder, der sich über Jahre durch zwei Examina gequält hat weiß, was das für eine Wahnsinnsleistung ist – stehen mit langen Gesichtszügen da. Die Lehrerverbände laufen Sturm, die enttäuschten Junglehrer organisieren spontan einen Flashmob am Marienplatz in München, nur wenige Meter weg vom Staatsministerium für Unterricht und Kultus:
Die Verbindung zu YouTube wird erst bei einem Klick auf den Screenshot hergestellt.
Bringen wird der Protest von allen Seiten wenig. Mehr als darauf hinweisen, dass die Einstiegschancen in den Staatsdienst schon seit Jahren immer geringer werden und dieses Problem jedem bekannt sein dürfte, wird offiziell nicht passieren. Stattdessen zerfleischt man sich innerparteilich gegenseitig* und bietet der Öffentlichkeit unschöne Einblicke, die den Eindruck vermitteln, als wisse man selbst an der Spitze nicht, was zu tun ist. Schade. Stattdessen werden die immer noch vorhandenen Löcher in den Stundenplänen mit Einsatzreferendaren oder Aushilfen gestopft, die nach einem (oder gar halben Jahr) wieder weg sind. Ich merke zunehmend, wie Klassen (vor allem in der Mittelstufe) bei den ständigen Lehrerwechseln die Referendare mittlerweile als lückenfüllende Notlösung ansehen, die man auch entsprechend behandeln darf. Ich hatte vor Kurzem mit einer meiner Klassen einen heftigen Disput, die die neue Deutschreferendarin allen Ernstes mit dem Satz “Oh, Frischfleisch” begrüßt haben (in derselben Stunde fragte man sie übrigens auch nach ihrer Körbchengröße). Eine absolute Unverschämtheit. Aber irgendwo auch verständlich, wenn die Klasse in Deutsch seit zwei Jahren jedes Mal nach sechs Monaten wieder jemand Neuen bekommt, der am Ende des Schuljahres wie ein Wanderlehrling zur nächsten Schule pilgern muss. Dass sich so ein ständiges Klinke-in-die-Hand-Drücken auf Dauer auch auf die Qualität des Unterrichts und die Lern(-un-)lust der Schüler auswirkt, muss man wohl keinem erklären.
Bottom Line: Im Moment fühlt man sich wie ein Packesel, der stoisch einiges ertragen muss.
Müde Grüße!
Für Außenstehende hier eine Zusammenfassung vom Bayerischen Rundfunk
*man beachte den Grund: Es geht hier nicht um das Problem des Arbeitslosigkeit der Junglehrer oder die zufriedenstellende Versorgung der Schulen mit genügen Lehrkräften – sondern lediglich um die Korrektur von Zahlen.
Das Wörterlernen gehört in modernen wie alten Sprachen nach wie vor zur wohl trockensten und damit mühsamsten Angelegenheit im Sprachenunterricht. Hier hilft kein pädagogisches Drumherum, kein Heulen und Klagen. Wörter muss man einfach lernen. Und dafür muss man sich einfach hinsetzen und was tun. Ich kenne das noch aus meiner eigenen Schülerzeit, wo wir noch, um die Gedächtnisleistung zu trainieren, nicht nur alle Bedeutungen der Lektionsvokabeln kennen mussten, sondern auch gezwungen waren, sie in der richtigen Reihenfolge aufzusagen. Und keiner hat sich drüber beschwert! Das war halt so. Heute geht man ein bisschen anders an die Sache heran. Semantisierung lautet das Zauberwort und will sagen, dass die Vokabelliste im Unterricht für die Schüler etwas aufbereitet werden soll, indem man sie in eine kleine Geschichte einbaut, aus dessen Zusammenhang sich die Schüler die Bedeutung selber erschließen können. So sind sie von Anfang an schon in die Wortschatzarbeit aktiv miteinbezogen.





Vielleicht ist das meinige nicht ganz so aufreizend, wie das von Tiffany aus “
Als ich nach einem weiteren 
Sollten findige Kabelexperten hier unter uns weilen, die mir bei dieser Lösung den baldigen Tod meines Dongles prophezeien (das Donglenetzteil gibt 4,75V bei 0,55A aus), bitte rechtzeitig melden. Ich hatte diese Konfiguration heute für eine Stunde laufen und es funktionierte problemlos. Somit ist allein logistisch der Wust der Anfangskonfiguration mächtig eingedämpft, denn jetzt brauchen wir nur noch:

Also bei mir nicht. Zumindest nicht in meiner Lehrertasche. Jenem riesigen, unergründlichen Utensil, mit dem ich seit dem Referendariat meinen Unterricht bestreite. Zu Zeiten der Lehrprobe hatte ich in diesem Ding mehr oder weniger meinen gesamten Hausstand: Ordner, Laptop, Folien, Bücher, Lineale, Unmengen von Stiften, Notenbuch, Telefonlisten, Handy, Ladekabel, CDs für den Unterricht, Arbeitsblätter, Folien – hätte noch ein Kissen zum Schlafen darin Platz gehabt, hätte ich autark in der Wildnis leben können; nur aus dieser meinen Tasche. Dann hab ich begonnen, meinen Unterricht systematisch zu ent-papieren – und die Tasche wurde spürbar leichter. Dachte ich zumindest. Gestern, als ich mich nach einer Stunde im Erdgeschoss in den dritten Stock hochschleppen musste und mir beim Hochhieven der Tasche fast einen Bruch hob, war ich’s leid. Wieso war dieses Mistding immer noch so schwer? So begann ich nach dem Ende der Stunde der Sache bzw. der Tasche buchstäblich auf den Grund zu gehen und alles rauszuwerfen, was nicht 100%-ig notwendig war. Das Ergebnis sehr ihr hier.
und schmerzlos, weil mich schon diverse Kollegen und Blog-Besucher drauf angesprochen haben. Es ist ja seit Kurzem bekannt, dass meine Liason mit dem HTC Flyer aus diversen Gründen nur von kurzer Dauer war. Da ich mir aber das Unterrichten ohne Tablet gar nicht mehr vorstellen möchte – eine Rückkehr zu meinen ollen Papier-Vorbereitungen käme mir vor wie eine Devolution -, musste entsprechend Ersatz her. Meine Ansprüche an den Nachfolger waren dieselben wie damals an das Flyer. Und wenn man sich in der Tablet-Umgebung umsieht, kommt da eigentlich nur ein Hersteller ernsthaft in Frage: Samsung. Ein Tablet ohne native Stift-Unterstützung kommt mir nicht ins Haus. Ich habe bei einem apple-gebrainwashten Kollegen gesehen, wie er mir stolz seine handgeschriebenen Notizen auf dem iPad-Mini gezeigt hat – fabriziert mit einem Bamboo-Stylus. Das Ergebnis sah aus, als habe man einem Fünfjährigen Wachsmalstifte in die Hand gedrückt und zum Krakeln animiert. Daher hatte ich die Note-Serie von Samsung schon länger im Blick. Was mich damals vom Note 10.1 abgehalten hat, war schlichtweg der Preis und die Größe. 10 Zoll entsprechen mehr oder weniger einem Din/A4-Heft, und das hätte in der Schultasche wieder genau den Platz gefressen, den ich durch den Verzicht auf Papiermüll erst gewonnen hatte. Scheinbar haben das auch die Koreaner bemerkt und mit dem Samsung Galaxy Note 8.0 ein Gerät produziert, das in seinen Ausmaßen dem Flyer erstaunlich nahe kommt und mir die Umstellung buchstäblich sehr erleichtert. Denn mit gerade mal 338 Gramm Gewicht unterbietet das Tablet seinen Vorgänger um knapp 100 Gramm. Aber wer legt schon Wert auf das vergängliche Äußere? Die inneren Werte zählen. Und die können sich durchaus sehen lassen. Das Arbeiten mit dem Note ist superflüssig, die
Magazinen als Offenbarung gefeiert wurde. Ähnlich wie bei Lecture Notes kann man in der App mehrere Notizbücher anlegen, die man mit handgeschriebenen Notizen, importierten Bildern usw. füllen kann. Alles in allem ein ziemlich starkes Tool mit ein paar Gimmicks, die anderen Konkurrenten fehlen. Neben einer wirklich schicken Optik verfügt S-Note beispielsweise über eine beeindruckende Handschriftenerkennung, die selbst die hektischste Sauklaue in lesbaren Text verwandelt. Eigentlich alles tip top, es gibt nur eine Kleinigkeit, die es mir verleidet, mein geliebtes
es überhaupt möglich, das Samsung Galaxy Note 8.0 an ein externes Gerät wie einen Beamer oder einen Monitor anzuschließen. Dass dieses Feature immer noch so stiefmütterlich behandelt wird und kein Standard ist, ist mir absolut rätselhaft. Diese Geräte sind perfekt für Präsentationen und in Sachen Handling und Portabilität ein Traum. Warum das System also “zumachen” und kaum Verbindungsmöglichkeiten schaffen? Ich versteh’s nicht. War das beim HTC Flyer schon eine Fummelei, weil hier neben einem HDMI-Kabel ein weiterer – und nicht gerade billiger – MHL-Adapter notwendig war, treibt Samsung das Kabelgewirr auf die Spitze. Hier brauche ich ein HDMI-Kabel, einen HDMI-Adapter und sogar das Samsung-Netzteil, um den Adapter mit Strom zu bepowern. Ansonsten
wird kein Bild übertragen! Das heißt, ich bin im Ernstfall dazu gezwungen, neben dem üblichen Kabelsalat auch einen Erweiterungsstecker mit mir rumzuschleppen. Damit sehe ich auch wie ein Kabelträger beim Fernsehen. AHH!!
