Hinter mir liegt einer der surrealsten Schultage meiner mittlerweile nicht mehr so jungen Karriere. Es ist der Donnerstag vor Fasching. Unsinniger Donnerstag – so nennt man ihn bei uns. Und selten war der Ausdruck treffender als heute. Denn so richtig Sinn will das alles nicht ergeben. Wo normalerweise die Kinder heute in den Schulen kleine Streiche spielen, ist heute nichts davon zu spüren. Das geht schon im Lehrerzimmer los: Eisiges Schweigen allenthalben. Aus dem “der wird doch nicht” der letzten Tage ist ein “der hat echt tatsächlich” geworden. Man verfolgt mit einer gewissen Grundangst die Nachrichten, die auf einmal nicht mehr von Pandemien und Impfquoten künden. Sondern von Krieg. Krieg in Europa. Das habe ich das letzte Mal in den 90ern erlebt, als ich noch zu jung war, um alles zu kapieren. Genau so dürften sich aktuell meine neunte Klasse fühlen, die gleich zu Beginn des Tages auf dem Programm steht. Cäsars bellum Gallicum. Der Stoff könnte nicht aktueller sein: Eine Großmacht, die unter fadenscheinigen Gründen eine Invasion startet, um einem dort ansässigen und unterdrückten Volksstamm zu helfen -und sich plötzlich das ganze Land einverleibt. Ein Krieg, der von innenpolitischen Spannungen ablenken soll. Eine gigantische Desinformationskampagne mit expliziter Leserlenkung. Schlecht geführte Diplomatie zur Abwendung eines drohenden Krieges. Machtgier. Verletzte Eitelkeiten. Drohungen. Verzweifelte Bittsteller. Alles. Das gesamte Werk gerät heute zu einer Metaebene. Wir reden über alte Kriege und gleichzeitig über einen, der vor unseren Augen passiert. 2000 Jahre alt der Text. Derselbe alte Wein. Neue Schläuche.
Und wir schlagen uns seit zwei Jahren die Köpfe ein wegen eines Impfstoffes. Was für verdammte first world problems wir doch haben!
Apps für das Erstellen von Bildcollagen gibt’s wie Sand am Meer. Aber wozu diese nutzen, wenn das auch ganz ohne Installationsaufwand geht? Nämlich mit H5P. Hier findet sich nämlich der Typus Collage, mit dem sich in Windeseile aus bestehenden Bildern ganz einfach herzeigbare Bildzusammenstellungen designen lassen:
Unter Abstand werden Rahmen zwischen den einzelnen Bildern in ihrer Dicke auf einer Skala von 1-20 definiert. Möchte man diese Dicke auch um die Collage außerhalb haben, markiert man unter Rahmen die Option Wie Abstand. Unter Höhe werden die Bildausschnitte in ihrer Höhe auf einer Skala 0-2.0 eingepasst. And there we have it.
Sorry für die etwas über die Maßen andauernde Flaute hier im Blog in den letzten Wochen, aber aktuell heißt es “mit den Kräften haushalten”, da mussten ein paar Dinge zurückstecken. Und der Blog war nur eines davon.
Englischunterricht erfordert immer wieder mal neue Perspektiven. Vor allem in der Oberstufe. Anders in Latein sind die Themen beständig im Fluss: Einen Text von 2019 zu Theresa May und dem Brexit-Desaster brauche ich drei Jahre später nicht mehr hervorzukramen. Und so muss man bei den im Lehrplan vorgegebenen Großthemen immer mal wieder am Puls der Zeit horchen.





















Wolfgang Amadeus Mozart soll in seinem Tagebuch einmal vermerkt haben:

In unserer Hausgemeinschaft hat sich über die Jahre ein kleiner Brauch eingeschlichen, den ich mehr und mehr liebgewonnen habe: Wir heinzelmännchen: Für kleine Gefälligkeiten bedankt man sich nicht nur persönlich von Angesicht zu Angesicht. Zusätzlich stellt man dem entsprechenden Nachbar heimlich kleine Aufmerksamkeiten mit einer Dankeskarte vor die Wohnungstür.
