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Sag’s mit Blumen

Die Blume ist ja bekanntlich ein vielgeliebtes Geschenk, wenn es um Abschiede geht. Dieser gab es zum Ende dieses Schuljahres gleich mehrere in allen möglichen Varianten: Meine fünfte Klasse schenkte mir zum Abschied ein kleines Sträußchen. Eine Schülerin aus meinem Informatikkurs kredenzte mir eine selbstgemachte Lilie aus Pfeifenreinigern. Eine Schülerin aus der siebten Klasse hat mir eine Papierblume gebastelt. Alle floralen Erzeugnisse stehen nun in einer Vase vereinigt zu Hause bei mir und erinnern mich an ein Schuljahr, das irgendwie anders war als die anderen. Nach außen hin gab es wie immer das übliche Allerlei aus Tests, Korrekturen und Konferenzen. Dann aber auch ein paar Neuerungen, die für ein bisschen mehr Würze sorgten. Der pädagogische Nachmittag zur 1:1-Ausstattung zum Beispiel. Und die anschließende Einführung und Integration in den Unterricht. Dann das erste G9-Abitur, das uns als Schule gut auf Trab gehalten hat. Aber es ging wie immer alles gut aus. Die Noten waren ganz ordentlich. Die Abschlusskurse waren ganz zufrieden – ebenso wie die betreffende Lehrkraft. Und das nicht nur, weil sie sich auf der Abizeitung in den Kategorien “Bester Unterricht” und “Bester Humor” auf Platz 2 wiederfindet. Und in der etwas kryptischen Disziplin “trifft man beim Weggehen im Club”. Denn an diesem Schuljahr war etwas anders. Für mich war es machbar. Es gab keinen Moment, wo man das Gefühl hätte, dass einem alles über den Kopf wächst. Der Fokus war dieses Jahr einfach ein anderer und er lag deutlich mehr im privaten Bereich. Und Schule war dieses Jahr einfach “nur” Schule.
Daher war auch online alles, was mit Schule bei mir zu tun hatte, eher Mangelware. Man merkte es am Blog oder an den Beiträgen in den sozialen Medien. Aber das ist in Ordnung. Muss ja auch mal sein.

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