• Allgemeines,  Alltag

    Sag’s mit Blumen

    Die Blume ist ja bekanntlich ein vielgeliebtes Geschenk, wenn es um Abschiede geht. Dieser gab es zum Ende dieses Schuljahres gleich mehrere in allen möglichen Varianten: Meine fünfte Klasse schenkte mir zum Abschied ein kleines Sträußchen. Eine Schülerin aus meinem Informatikkurs kredenzte mir eine selbstgemachte Lilie aus Pfeifenreinigern. Eine Schülerin aus der siebten Klasse hat mir eine Papierblume gebastelt. Alle floralen Erzeugnisse stehen nun in einer Vase vereinigt zu Hause bei mir und erinnern mich an ein Schuljahr, das irgendwie anders war als die anderen. Nach außen hin gab es wie immer das übliche Allerlei aus Tests, Korrekturen und Konferenzen. Dann aber auch ein paar Neuerungen, die für ein bisschen mehr Würze sorgten. Der pädagogische Nachmittag zur 1:1-Ausstattung zum Beispiel. Und die anschließende Einführung und Integration in den Unterricht. Dann das erste G9-Abitur, das uns als Schule gut auf Trab gehalten hat. Aber es ging wie immer alles gut aus. Die Noten waren ganz ordentlich. Die Abschlusskurse waren ganz zufrieden – ebenso wie die betreffende Lehrkraft. Und das nicht nur, weil sie sich auf der Abizeitung in den Kategorien “Bester Unterricht” und “Bester Humor” auf Platz 2 wiederfindet. Und in der etwas kryptischen Disziplin “trifft man beim Weggehen im Club”. Denn an diesem Schuljahr war etwas anders. Für mich war es machbar. Es gab keinen Moment, wo man das Gefühl hätte, dass einem alles über den Kopf wächst. Der Fokus war dieses Jahr einfach ein anderer und er lag deutlich mehr im privaten Bereich. Und Schule war dieses Jahr einfach “nur” Schule.
    Daher war auch online alles, was mit Schule bei mir zu tun hatte, eher Mangelware. Man merkte es am Blog oder an den Beiträgen in den sozialen Medien. Aber das ist in Ordnung. Muss ja auch mal sein.

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  • Allgemeines,  Alltag,  Unterricht

    Vom Kleben

    Das Schuljahr geht jetzt doch in Sause-Schritten seinen gewohnt rasanten Gang, sobald der Kalender in den Juli gerutscht ist: Wandertage, Museumstage, Zeugniserstellung, Notenkonferenzen, Klassenkonferenzen, Respizienzen… Es geht wieder los. Und dieses Jahr ging es tatsächlich einigermaßen gemächlich für mich, auch wenn in dem Schuljahr definitiv nicht weniger los war als sonst. Dank meines analogen Terminplaners hatte ich die Sachen gefühlt immer gut im Griff. Keinen einzigen Termin habe ich dieses Jahr vergessen, weil ich brav alles eingetragen habe, anstatt alles in Google-Kalendern zu stecken bzw. stecken zu lassen, wo ich mich früher irgendwann komplett verloren habe.

    Was mit diesem Achtsamkeitskalender jedes Jahr aufs Neue kommt, ist ein kleiner Bogen von Aufklebern, mit dem ich in der Regel nie so wirklich weiß, was ich damit anfangen soll. Dieses Mal fing ich damit an, Verunreinigungen und Kleckse auf dem schönen Leineneinband des Planers zu überkleben, damit die Rotstiftflecken darauf nicht aussahen, als hätte ich in meiner Schultasche ein mittelschweres Massaker begangen. Allerdings sind noch ganz viele davon über. So tollpatschig verteile ich die Tinte dann doch nicht quer über meinen Arbeitsmaterialien.

    Und so verschwende ich diese nun großzügig im Unterricht mit meiner fünften Klasse. Bei all den Motiven, die aktuell noch verfügbar sind, sticht eines heraus, auf das vor einem Monat noch gar keiner reagiert hätte. Jetzt bricht die Klasse unisono ins Singen aus. Und jeder, der mal ein bisschen TikTok oder Instagram gehört hat, weiß sofort, was ich meine. Welcher ist es? Klickt mal drauf…

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    5
  • Allgemeines,  Alltag,  Unterricht

    The heat is on

    Joa, nett warm ist es gerade. Was heißt gerade… Schon seit knapp zwei Wochen kennt das Thermometer nur noch den Weg nach oben. Seit dieser Woche haben wir konsequent Temperaturen jenseits der dreißig Grad in München. Und in den Räumen so langsam auch: Unsere Klassenzimmer haben allesamt Ostausrichtung. Lüftungen oder gar Klimaanlagen sind nirgendwo verbaut. Wir haben Vorhänge und machen das, was wir in Corona ja so gut gelernt haben – Lüften (solange es noch “kühl” draußen ist). Ansonsten können wir eigentlich nur ertragen und das Beste draus machen. Meinen Platz im Lehrerzimmer unter dem Dach habe ich daher aktuell geräumt. 31 Grad wurden da oben gestern gemessen. Das geht nicht. Eine Möglichkeit auf Durchzug existiert nicht, weil sich im Korridor die Fenster lediglich kippen lassen. Das hilft nicht wirklich.
    Manche verlegen daher den Unterricht nach draußen. Aber auf dem Pausenhof muss man schon gut auf die Arbeit fokussiert sein, um nicht ständig abgelenkt zu werden: Von Außengeräuschen, von anderen Klassen, die dort genau dasselbe tun, von Leuten in Freistunden, die über den Hof rennen, von Klassen, die interessiert vom Gebäude aus neidisch auf den Unterricht im Freien herabblicken. Da müssen sich schon alle gut zusammenreißen.
    Ich habe mein Hitzegame mittlerweile ordentlich aufgestockt. Für mein Lehrerpult habe ich mir einen nerdigen USB-Ventilator geholt, die Klassen werden mit einer Blumenspritze bedacht, die ich jeden Tag aus dem Tiefkühlfach hole. Regelmäßig laufe ich mit dem Ding durch die Unterrichtsstunden und besprühe die Lernerschaft. Und wer richtige Antworten auf Fragen liefert, wird extra mit einer kleinen Wasserdusche bedacht. Vielleicht etwas schräg. Aber die Motivation hat sich bei den tropischen Innentemperaturen dadurch exponentiell verbessert.
    Mein neues Hitze-Setup
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    3.3
  • Allgemeines,  Alltag,  Pädagogik,  Technik

    1:1-Ausstattung in the making – Teil 4

    Die Resonanz auf den pädagogischen Nachmittag fiel in Summe tatsächlich sehr positiv aus. Für einen pädagogischen Nachmittag – ich weiß nicht, wie es an euren Schulen so läuft – ist das bei uns tatsächlich eine Ausnahme. Und das freut mich sehr. Nichtsdestotrotz ist mit der 1:1- Ausstattung noch lange nicht alles in trockene Tücher gehüllt. Jetzt geht es tatsächlich erst so richtig ans Eingemachte… bzw. ans Handfeste:
    Die von den Eltern gekauften Geräte müssen auf Förderfähigkeit geprüft werden. Das ist leider genauso sexy wie es klingt. Nach dem Besuchen einer Fortbildung erhält man ein Authega-Zertifikat, das dazu berechtigt, die von den Eltern eingereichten Rechnungen und Geräte zu überprüfen, ob sie den von der Schule gestellten Mindestanforderungen genügen. Auf dieses Listenabhaken freue ich mich ganz besonders.

    Dann bedarf es noch der einen oder anderen Nachbereitung von letzter Woche: Der theoretische Teil im pädagogischen Nachmittag legte das Konzept in seinen Grundzügen fest. Allerdings benötigt jede Gruppe der Schulfamilie daraus eine gewisse Synthese: Was müssen die Eltern auf dem iPad einrichten? Was müssen Schüler auf dem iPad einrichten und was dürfen sie nicht? Was erwartet Lehrer nun an Veränderungen im Lernsetting und im Classroom-Management, jetzt wo dann in der Mittelstufe regelmäßig mit den Geräten gearbeitet wird?
    All das ist im Vortrag besprochen worden, aber eine gewisse Grundübersicht darf bei einem so großen Thema einfach nicht ausbleiben. Und da können wir uns vor allem im ersten Jahr auch keine Schludrigkeiten erlauben. Wenn die Einrichtungsanleitung für die Eltern irgendwo hakt, gibt es sofort Unmut. Das muss komplett wasserdicht sein. In diesem Zusammenhang haben wir von einigen aus dem Kollegium, die selber schon Kinder an Tabletschulen haben, gesagt bekommen, dass es nahezu unmöglich ist, für komplette Sicherheit und Unablenkbarkeit mit iPads zu sorgen. Das kann ich zu einem gewissen Grad nachvollziehen – und eingestehen. Allerdings schwingt da auch eine gehörige Portion Desinformation mit.

    Ein paar behaupten bei uns steif und fest, dass Kinder, selbst wenn die Eltern sie über einen restriktiven Kiddie-Account auf dem Tablet arbeiten lassen, mühelos Apps herunterladen können, die auf einem Tablet für den Unterricht eigentlich nichts zu suchen haben… Auf Nachfrage in den Tagen später kam raus, dass sie eigentlich die Bildschirmzeit meinten, die sich über den Kinderaccount nicht einstellen lässt. App-Installation und Bildschirmzeit… das sind völlig unterschiedliche Dinge. Für den Ungeübten aber scheinbar ein- und derselbe Topf. Daran sieht man wirklich, wie wichtig es ist, diese Anleitungen wirklich wirklich wirklich wasserdicht und nachvollziehbar zu machen…

    In diesem Zusammenhang würde mich tatsächlich die Erfahrungen von anderen Schulen sehr interessieren, die damit schon gearbeitet haben. Nach meinen Erfahrungen ist das durchaus möglich, die Bildschirmzeiten einzustellen. Welche Erfahrung habt ihr denn da? Gerne in den Kommentaren…

    Naja, und all das passiert mal so nebenher bis Weihnachten. Ihr wisst schon, die staade Zeit, wenn Weihnachtskonzerte stattfinden und Adventsbasare und Schulaufgaben und Korrekturen und Probezeitkonferenzen und die angeblich so entspannenden Adventswochenenden. Es gibt einiges zu tun. Aber der Erfolg vom pädagogischen Nachmittag gibt mächtig Auftrieb. Das wird schon alles…

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    0
  • Alltag,  Latein,  Unterricht

    Prüfungsangst?

    Ich mag in unseren fünften Klassen immer diese Faszination, mit der die Kiddies immer an die lateinische Sprache herangehen. Wo viele andere Elfjährige mit Englisch beginnen, fühlen sich die unsrigen immer wie ein geheimer Kreis von Eingeschworenen, die Zugang zu geheimen Informationen bekommen, die in dem Alter sonst niemand hat. Entsprechend wird jeder Erkenntnisgewinn vor allem im ersten Halbjahr immer wie eine große Party gefeiert.

    Akkusativendung? Helau! Endlich alle Personen durchkonjugieren und in Übungen ein “ich” verwenden dürfen? Hurra!! Endlich die lang versprochene Ex, in der alles endlich mal angewendet werden darf? Juhu!!!

    Ihr glaubt mir nicht? Ich hab den unumstößlichen Beweis. Nämlich hier auf der Rückseite eines gerade geschriebenen Tests. Wenn die Euphorie nur über all die Jahre genauso anhielte…

    Und die Freude ward groß. Euphorie nach der ersten Lateinex
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    4.5
  • Allgemeines,  Alltag

    Schuleinstieg 2025

    Das neue Schuljahr gestaltete sich im wahrsten Sinne des Wortes sehr sonnig. Statt die ersten Tage in Konferenzen und Klassenzimmern zu verbringen, waren wir mit 40 Oberstüflern für zehn Tage auf Abschlussfahrt in Griechenland. Für mich mittlerweile das sechste Mal, dass ich bei 33 Grad durch knapp zehn archäologische Stätten zusammen mit den Kollegen führe und erkläre. An sich immer eine tolle Erfahrung für beide Seiten, die aber mit den Jahren zunehmend an den Kraftreserven zehrt. In Woche 6 der Sommerferien geht es in der Regel los, die Fahrt dauert dann bis ans Ende der ersten Schulwoche. Bis sie stattfinden kann, folgt immer ein immenser Vorbereitungsaufwand. Bus chartern, Flüge buchen, Hotels suchen, offizielle Anträge bei den griechischen Behörden stellen, Passkopien der Nicht-mehr-so-ganz-Kinder kopieren, Listen erstellen, Infoveranstaltungen führen, Unterschriften von Eltern oder Volljährigen einsammeln… da geht gut Zeit drauf – und gelegentlich auch gut Nerven. Knapp 20 Zeitstunden fallen alleine für die Vorbereitung einer solchen Veranstaltung an. Dafür gibt es kein Extra-Geld, keine Anrechnungsstunden – dafür glückliche Gesichter, wenn alle vor Ort sind. Und unbeschreibliche Sonnenuntergänge auf Cap Sounion, an denen man sich nicht satt sehen kann.

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  • Alltag,  Technik,  Unterricht

    KI-Krisen

    Das Thema KI taucht bei mir aktuell noch nicht so wirklich häufig im Blog auf. Das hat seinen Grund. Als braver Beamter sind bei mir viele Abläufe derart eingeschliffen, dass ich im Schulalltag kaum darüber nachdenke, gewisse Schritte einfach an eine KI abzugeben. Einen Lückentext erstellen lassen? Ach quatsch, mach ich mal selber. Aus einem Video eine Listening Comprehension mit einem Mausklick designen? Iwo. Die paar Minuten Englisch-Video kann ich mir selbst anhören. Und das Hörverstehen mach ich auch. Das ging ja die letzten 15 Jahre auch.

    Mich überrascht bei dem Thema immer wieder, wie kreativ die Technologie für Dinge genutzt wird, die ich so noch gar nicht auf dem Schirm hatte. Bei meinen Schülern sehe ich das immer wieder. Was die Oberstufe mit Hilfe von ChatGPT in Gruppenarbeiten für Plakate erstellt, ist der Hammer. Letzte Woche zum Beispiel:

    KI – selbstverständlich für die Klassen

    Da bekam die Oberstufe vier alte Werbeplakate mit einem Motiv, aus dem ich sowohl Original-Produkt als auch Slogan herausgeschnitten hatte. Die Aufgabe war einfach: Anhand des Motivs sollten sie sich für ein Produkt entscheiden, das damit beworben wird, einen cleveren Produktnamen und eingängigen Slogan erfinden und all das in eine Produktpräsentation münden lassen.

    Wo ich noch irgendwas auf den Screenshot des Motivs gekritzelt und vielleicht dem einen oder anderen Glow-Effekt versehen hätte, um mein imaginäres Produkt in Szene zu setzen, gingen die Jungs in einer Gruppe ganz anders vor:  Sie luden einfach das Originalmotiv hoch und gaben der KI per Prompt den Befehl, ihr Produkt, dessen Namen und den Slogan in das Bild einzufügen und im Stil einer 80er Jahre Werbung aussehen zu lassen. Das dauerte keine 20 Sekunden. Und das Ergebnis war der Hammer.

    Nicht unfehlbar

    Natürlich funktioniert das alles nicht immer. Im Informatikunterricht war ich in diesem Jahr in meiner sechsten Klasse sehr von den Socken, wie selbstverständlich die Kleinen die angezeigten Google KI-Zusammenfassungen von Artikeln ungefiltert übernehmen, weil sie keine Lust haben, die langen Texte nach Informationen zu suchen. Der Höhepunkt dieser Unterrichtssequenz war eine Präsentation über eine afrikanische Steppengiraffe, deren Herz in der Minute im Schnitt angeblich 300 mal pro Minute schlägt.

    Ich selbst bekam die Fehlbarkeit von KIs dieses Wochenende vorgesetzt. Aus Spaß habe ich der Dillingen-KI mal den Befehl gegeben, zu meinem Blog einen Werbetext zu schreiben. Das Ergebnis war zum Schießen:

    Eine Werbeanzeige von ByLKI für den Blog

    Offensichtlich habe ich ein paar mal zu sehr über defizitäre Technik im Unterricht gelästert. Anders kann ich mir nicht erklären, dass die KI mich für eine Reparaturklinik hält. Das drucke ich mir auf jeden Fall nicht auf die nächsten Visitenkarte.

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  • Alltag,  Unterricht

    Start in die Osterferien

    Erster “echter” freier Tag in den Osterferien. Endlich mal ein bisschen Zeit zum Durchatmen. Denn ähnlich wie Jan-Martin war gut was los die letzten Tage. Ausbildung der Referendare, ISB-Arbeit, Schulaufgaben, Englisch-Assignments, nebenbei die Organisation der Griechenlandfahrt und mitten in der Vorbereitung für die angedachte 1:1-Ausstattung mit digitalen Geräten an der Schule. Ach ja, und nebenher gebe ich in Vollzeit Kernfachunterricht  🤐

    Letzte Woche war dann auch noch der Tag der offenen Tür an einem Samstag. Nach einer Stunde Schauunterricht, in der ich als Unterstufenpapa in der Regel vor knapp 80 Leuten Unterricht halten darf, ging es wie jedes Jahr zu einem kleinen Unterhaltungsprogramm über. Ich veranstalte mit einer meiner Klassen immer eine römische Taverne mit “echten” römischen Speisen – zumindest die, die man in Mitteleuropa auftischen kann, ohne dass die Leute schreiend davon laufen. Also keine gefüllte Gebärmutter einer Sau…

    Die Taverne lief insgesamt ganz gut. Die Speisen waren gefragt und – wie die meisten berichteten – “eigentlich ganz lecker”. Man darf halt keine Sterne-Küche erwarten. Trotz allen Anspruches im Sprachunterricht und dem Umgang mit hoch philosophischen und mythologischen Texten darf man eins nicht vergessen: Die Römer waren vorrangig ein Volk der Anpacker. Und darauf waren sie stolz. Entsprechend musste die römische Küche gut satt machen, da die meisten über viele Stunden körperliche Schwerstarbeit verrichteten. Daher liegen die römischen Soldatenbrote auch wie ein Stein im Magen. Ohne Treibmittel wie Hefe sind die Dinger alles andere als luftig. Aber it’s not a bug. It’s a feature 🙃

    Kleiner Auszug aus unserer römischen Taverne; von links nach rechts: Soldatenbrot, Griesknödel wahlweise in Mohn oder Honig gerollt, lukianische Fleischbällchen; nicht im Bild, aber ich rieche es bis hierher: Moretum, ein knoblauchiger Frischkäseaufstrich

    Die Ferien haben bereits schon eine tägliche Agenda. Es gibt auch ohne Unterricht gut was zu tun: Korrekturen, Technikgeschwurbel an der Schule, Korrespondenz mit Griechenland, dazu nebenher wieder ein bisschen mehr Blogaktivität. Hier lese ich im Moment deutlich mehr Substanz als in den sozialen Medien, wo gefühlt gerade jeder von sich mit Hilfe von KI Action-Set-Figuren von sich macht. Mich nervt das ähnlich wie Nele vom eBildungslabor. So richtige Impulse bekomme ich gerade nicht aus Bluesky und Co. Dafür jede Menge bad news aus der Welt. Oder fake news. Beides ist der Grundstimmung nicht gerade förderlich. Deswegen richte ich es mir lieber hier schön flauschig ein.

    Ich hatte in diesem Zusammenhang auch mal darüber nachgedacht, dem Blog einen neuen Anstrich mit Hilfe eines neuen Theme zu geben. Aber die Zeit, die ich fürs Suchen, (Nicht-)Finden und Ärgern verschwende, weil ich an gewisse Features nicht gedacht habe, die im neuen Theme plötzlich fehlen, bekomme ich nie wieder zurück. Ihr findet euch ja trotzdem gut zurecht, oder?

    Was mich am Blog aber dann doch tatsächlich irritiert, sind die Ladezeiten. Gelegentlich dauert das Laden ewig lange. Auch der Login-Eingang kann durchaus mal 10 Sekunden in Anspruch nehmen. Soll das so? Vielleicht kann Armin da mal auf Laien-Niveau für mich eine kleine Erklärung geben 😎

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  • Allgemeines,  Alltag

    eMail für dich ♥️

    Kurz vor Weihnachten trudelte eine kleine eMail ein. Unscheinbar und – passend zum humanistischen Gymnasium – zur Sicherheit nochmal ausgedruckt und in mein Fach gelegt. Fast hätte ich sie übersehen – wäre sehr schade gewesen. Sie wirkt nämlich seit Tagen nach.

    Genau DAS ist der Grund, warum man sich immer wieder die Mühe macht.

    Vielen Dank, Frau Doktor!

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  • Technik

    KO mit KI?

    KI und Unterricht? Puh, für die meisten fast schon wieder kalter Kaffee. Für mich persönlich aber tatsächlich fast immer noch ein Novum, wenn ich ehrlich bin. Denn mit dem Thema habe ich mich bislang nur marginal beschäftigt. Klar habe ich ein bisschen damit herumgespielt, als vor knapp zwei Jahren ChatGPT durch die Nachrichten rauschte und die sozialen Netzwerken vor Seiten und Beiträgen nur so explodierten, was sich damit alles anstellen ließe. Wie viele Screenshots ich noch von alten Twitter-Posts abgespeichert habe, in denen eine AI-Seite nach der anderen in irgendwelchen Top 10-Listen zusammengestellt ist, kann ich gar nicht mehr zählen. Aber angesehen habe ich mir bis heute keine einzige davon. Mir war das zu schnell und zu viel. Wenn man das Thema in einem laufenden Schuljahr sinnvoll angehen will, muss man da schon ordentlich Zeit mitbringen, die ich mitten in Schulumzügen und Admin-Tätigkeiten einfach nicht hatte. Zumindest nicht in dem Umfang, den das Thema eigentlich haben möchte. Zu kleinen Mini-Einheiten hat es aber gereicht.

    Erste Schritte

    Eine schulinterne Lehrerfortbildung in unserem Physiksaal zu dem Thema hatte ich brav besucht und ein paar Anwendungsbeispiele gesehen, aber eher für den Alltag. Für den Unterricht habe ich kaum etwas genutzt, außer vielleicht mit KIs zur Bilderstellung.
    Dall-E2 habe ich regelmäßig im Unterricht im Konversationskurs bemüht, da die seltsamen Ergebnisse in vielen Stellen besprechenswert, amüsierend, meistens sogar furchterregend waren.

    Typisches DallE-Ergebnis aus dem Jahre 2022

    Deutlich besser wurde es mit Mid-Journey, bei dem ich für ein halbes Jahr ein 10€-Monatsabo hatte, mit dem ich das eine oder andere Bild für Mebis-Kurse oder den Unterricht erstellt habe. Aber auch das fiel eher in die Kategorie “mal ein bisschen rumprobieren und diffus vor sich hin wurschteln”. Ich konnte mich mit dem Thema nie so anfreunden. Ein bisschen fühlte es sich wie Schummeln an. Immerhin will ich in meinen Stunden ebenso der Chef sein wie in der Vorbereitung darauf.
    Zum anderen hat mich tatsächlich auch die CO2-Bilanz von KI immer etwas abgeschreckt. Wenn man man liest, was das Thema umwelttechnisch für Spuren hinterlässt, bin ich schon doppelt vorsichtig bei der Nutzung und frage mich, ob ich mein Gehirn nicht weiter nutzen möchte.

    Neue Schritte

    Aber jetzt mit der neuen KI der ALP, von der Herr Rau schon sehr eingängig gesprochen hat, habe ich im Zuge des Selbstlernkurses mal ein bisschen mich auf Spur bringen lassen, was damit so im Unterricht möglich ist.
    Die Ankündigung, diese erst nach Bestehen eines Moodlekurses nutzen zu können führte unter anderem auch auf Mastodon zu ziemlich heftigen Reaktionen, weil der oder die eine oder andere Gängelung vermutet. Aber für jemanden wie mich, der bislang immer eher diffus an dem Thema herumgedoktert hat, war dieser Kurs tatsächlich ein super Überblick, um einfach mal mit dem Thema warm zu werden, anstatt sich nach Trial and Error mal durchzuwurschteln. Und für die eine oder andere nervige Aufgabe ist KI tatsächlich eine große Erleichterung.
    Meine Ergebnisse mit dem Thema will ich ab und an auch hier in den Blog schreiben. Ob es daraus gleich eine Serie wird, keine Ahnung. Auf jeden Fall dient es für mich vorrangig als kleine Erinnerungsstütze, wenn ich mal wieder in einem Inspirationsloch hocke.

    Die neue KI der ALP Dillingen: ByLKI. Wollen wir?
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