Alltag,  Unterricht

Ende Gelände

Ich hatte eigentlich einen richtig langen Text vorbereitet. Über die letzten Wochen. Die fehlenden Ferien. Die plötzliche Öffnung der Schulen in Zeiten von steigenden Corona-Zahlen. Ernstzunehmende Erschöpfungszustände. Über pampige Tweets vom Kultusministerium. Und meine neue vom Dienstherr befohlene Nebentätigkeit als medizinischer Assistent, der in den letzten spärlich vorhandenen Stunden vor den Ferien jetzt auch noch mit Kindern im Klassenzimmer Selbsttest durchführen soll.
Ich hab ihn gelöscht. Denn Kopfschütteln gibt es dieser Tage genug; schlechte Stimmung ebenso – da muss man nur in die Medien schauen. Und mein Akku ist nach Woche 11 von beständigem Hin und Her echt im roten Bereich. So wie Herr Rau vor ein paar Wochen einen Durchhänger hatte, geht es mir dieser Tage ganz genauso. Man will sich eigentlich nur noch in die Ferien retten, um durchzuatmen. Ich werde das definitiv tun. Ich hoffe, ihr auch!

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2 Comments

  • Hauptschulblues

    Ich kann keinen Trost spenden, weder Dir noch Thomas noch allen anderen und das ausgedrückte Mit(ge)fühl(en) hilft euch auch nichts. Aber ich denke mehrmals täglich, wie es den Kolleg*innen in den Schulen geht und den anderen „systemrelevanten“ Gruppen. Alle stehen allein gelassen im Regen. Gesundheitlich kostet das Lebensjahre. Somit profitiert der Staat am Ende noch von seiner Fürsorglosigkeit.

    • herrmess

      Keine Sorge, mit ein paar Tagen Leerlauf geht der Akku schon wieder hoch. Zumindest bei mir… Wenn das Wetter hält, kommen wir vielleicht sogar endlich zu unserem Kaffee!

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