• Alltag,  Unterricht

    Von Glaubenssätzen

    Wenn der Chef in der Pause anruft, steht etwas Akutes an. Und so ist es auch. “Kann ich nach der Pause in Ihren Englischunterricht kommen?” Der berühmte Unterrichtsbesuch steht an – ein essenzieller Baustein für die anstehende Beurteilung. Und auf einmal fühlt es sich wieder wie früher an: Der Seminarlehrer im Unterrichtsversuch, die Lehrprobe, die Besuche vor der Lebenszeitverbeamtung, vor den Beförderungen. Man ist sofort im alten Muster. Und der Körper ist es auch: Stress breitet sich aus. Adrenalin. Ein bisschen Panik. Denn meine Stunde in der Oberstufe so kurz vor dem Notenschluss ist jetzt nicht so der Brüller. Um genau zu sein besteht mein Konzeptpapier in Evernote für die Stunde aus exakt drei Wörtern: Wiederholung – Text interpretieren – Video. Ich setze mich sofort hektisch hin und versuche, das Konzept zu erweitern, für den Fall, dass mir in der Aufregung etwas durch die Lappen geht oder ich den Faden verliere… bis ich plötzlich innehalte. Aus dem Nichts schält sich auf einmal ein Gedanke aus dem Panikwust. Ein bislang ungekannter, den ich in solchen Situationen noch nie hatte: Was soll dir denn passieren?

    Ich bin Studiendirektor, ich bin Systembetreuer, ich habe mittlerweile über 15 Jahre Unterrichtserfahrung. Sofern ich niemanden aus dem Fenster werfe, wird mir nichts passieren.
    Und wie aus dem Nichts geht mein Puls sofort runter. Das Adrenalin versiegt. Ich atme durch. Und mach mich auf in die Stunde.
    Und sie lief.
    Warum auch nicht? Shakespeare ist Selbstläufer. Aber ich bin das auch. Aus dem Stegreif fallen mir Kniffe ein, um die Stunde aufzulockern, zu öffnen, kollaborativer zu gestalten. Für die Textanalyse schicke ich den Kurs in Dreiergruppen nach draußen, um die Szene zu dritt zu spielen und vorzusprechen und hinterher mit den Ergebnissen reinzukommen. Irgendwann stehe ich mit dem Chef im leeren Klassenzimmer und müssen beide kichern. Um in einen leeren Klassenraum zu starren – dafür ist er nicht vorbeigekommen. Aber alles klappt besser als erwartet. Auch das Zeitmanagement. Ich ende mit dem Gong. Ohne ein einziges Mal auf die Uhr zu schauen. Man fühlt irgendwann, wenn sich die Stunde dem Ende zuneigt. Mittlerweile hat man ja schon tausende gehalten.
    Aber spannend ist das schon, wie eingefahren man ist. Dass Trigger von damals auch die Verhaltensweisen von damals aufrufen. Klar, der Trigger ist derselbe. Die Situation ist es nicht. Der Kopf weiß das. Das Nervensystem aber nicht.

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  • Allgemeines,  Alltag

    Osterferien

    Die Osterferien beginnen, wie es sich für einen ordentlichen Beamten gehört: Nämlich krank. Wie aus dem Nichts kommt eine Fetzenerkältung ums Eck und setzt mich für Tage außer Gefecht. Ist nicht weiter wild, die Ferien waren ohnehin auf ereignislos geplant gewesen. Nerven tut es trotzdem. Naja, zumindest kann man im Krankenstand die nächsten Schulwochen planen. Dem Hirn ist die Schnupfennase ja herzlich egal.
    Worum sich jetzt vorrangig erstmal alles in der Oberstufe dreht, ist ohnehin klar: Das erste G9-Abitur rollt an. Und es wird groß. Nicht nur, dass die Termine für die Prüfungen der einzelnen Fächer sich auf einmal vervielfacht haben. Auch die Anzahl der Prüflinge ist gut angestiegen. Zumindest bei uns. Neben unseren eigenen Leuten kommt jetzt auch eine nicht zu vernachlässigende Zahl an externen Abiturienten dazu, die wir mehr oder weniger zum Nulltarif mitprüfen dürfen. Halt, man darf das ja abrechnen. Für 2,20 Euro pro Zeitstunde. Und 2,80 bei zwei. Danke fürs Gespräch.
    Vor den Ferien ging es traditionsgemäß mit den Kolloquiumskandidaten in ein erstes Grundgespräch, da sich diese möglichst bald für ein Spezialthema festlegen sollten. Für mich völlig ungewohnt war dieses Jahr grundsätzlich die häufigste Frage: Welches Spezialthema würden Sie mir empfehlen? Und genau so häufig wie auch einhellig war jeweils die Reaktion auf meine Antwort “Wähle einfach das Thema, das dir am meisten zusagt”. Nämlich ungläubige Blicke.
    Eins kann man dem Lehrplan in Englisch in der Oberstufe nämlich nicht ankreiden: Nämlich, dass er uninteressant ist. Vor allem in diesen unruhigen Zeiten ist da so viel dabei, was am Puls der Zeit ist und bei jungen Leuten so viel wachrütteln sollte: Social media, fake news, globalisation, media literacy, the American Dream, generational gaps. Da ist so viel für einen selbst drin. Und letztlich sehe ich dann die Leute sich für die Themen entscheiden, die am wenigsten Unterrichtszeit in Anspruch genommen haben – vermutlich in der Hoffnung, dass der Lernstoff dann möglichst überschaubar bleibt. Das ist schon ein bisschen traurig.
    Egal, schaut mal: Frühlingsboten!
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    Bild mit KI für den Unterricht nutzbar machen – ein Snippet

    Das Thema KI ist bei mir tatsächlich immer noch ein bisschen stiefmütterlich behandelt. Wenn ich immer sehe, was die jungen Referendarinnen und Referendare damit alles so anstellen, wird mir immer ganz schwindelig. Das ist schon insgesamt eine ziemlich geile Technologie. Aber wenn einem einfach die Vorstellungskraft fehlt, was sich damit alles anstellen lässt, steht man oft einfach schulterzuckend daneben. Nichtsdestotrotz komme auch ich immer wieder zu netten kleinen Twists mit KI, die mir richtig viel Zeit ersparen. So auch für den Tag der offenen Tür.
    Da ging es in der Probestunde für die Fünftklässler um römische Aquädukte. Ich wollte ein Bild vom Pont du Gard als Vorlage für eine Übung nutzen. So sieht das gute Ding aus:
    Der Pont du Gare – fotografiert von Wolfgang Pehlemann
    Früher hätte ich einfach das Bild in ein Malprogramm (Gimp, Krita, Sketchbook, Procreate) geladen, eine Ebene über das Original gelegt und dann mit einem digitalen Stift krakelig nachgezeichnet, eventuell noch ein bisschen schraffiert, alles exportiert und in das Arbeitsblatt eingefügt. Das alles kann, wenn es einigermaßen nach etwas aussehen soll, durchaus mal eine halbe Stunde dauern – zumindest bei mir. Mit einer KI-Engine geht das in Windeseile. Ich habe in der ByLKI das Originalbild hochgeladen mit einem Prompt, in dem ich darum gebeten habe, das Bild auf schwarz-weiß zu reduzieren, alle unnötigen Details zu entfernen, weil ich viel Fläche für Textfelder benötige. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen und war in vielleicht 20 Sekunden erstellt. Vielleicht hilft dieser kleine Kniff ja dem einen oder anderen.
    Die fertige KI-Skizze – sehr brauchbar
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  • Allgemeines,  Alltag,  Technik

    Von Sparmaßnahmen

    Es ist mal wieder soweit. Das alljährliche Treffen für Systembetreuungen in München Stadt fand Stadt… äh… statt. Wo wir letztes Jahr in einem Schulgebäude vom Allerfeinsten untergebracht waren, empfängt uns dieses Mal das komplette Gegenteil. Im Münchner Osten wartet auf uns ein Betonklotz aus dem 70er Jahren mit vollgeschmierten Toiletten, grusligen Kindermalereien an den Wänden und eine Aula, wie man sie in einer der reichsten Städte Deutschland nicht vermuten würde: Die Decken sind mit Metallstreben abgestützt, ein Großteil der Fenster mit Gaffertape gesichert. Streckenweise sind sie komplett zugeklebt. Dass man in so einem Ambiente nichts Gutes zu erwarten hat, ist von Anfang an zu spüren. Tja und so kommt es dann auch.
    Die Stadt hat – oh Wunder – kein Geld. Entsprechend werden im IT-Bereich für Schulen auch ordentlich Mittel gekürzt. Kompensationsstrategie ist immer dieselbe: Man schraubt alles herunter. Die Anwesenheit der Servicetechniker, die in den Schulen nach dem Rechten sehen*, die Anzahl an Rechnern, das Budget für die Ausstattung in den Klassenzimmern, was oftmals natürlich auch eine Verschlechterung des Equipments bedeutet. So verspricht man künftig in den Klassenzimmern keine IWBs mehr, sondern digitale Displays, die komplett kabellos funktionieren. So weit, so gut, nur fällt bei der Übertragung von Video die Bildwiederholungsrate auf 5 bis 10 Frames pro Sekunde herunter. Damit sind die Dinger für viele Unterrichtsszenarien einfach unbenutzbar. Der Mangel ist bekannt. Man setzt die Installation aber gnadenlos durch. Die Modelle sind einfach billiger.
    Was man hingegen hochschraubt, ist das Thema Sicherheit. Und zwar so hoch, dass wir AWBs zu einem großen Teil unsere Rechte im System verlieren werden. Ebenso verlieren wir unseren externen Partner für die Verwaltung der iPads. Das MDM wird in diesem Zusammenhang auch eingezogen und durch ein neues ersetzt. Im Feldversuch hat dieses erstmal einen Großteil der angeschlossenen Geräte unaufgefordert gelöscht.
    Läuft also.
    * Wir AWBs dürfen eigentlich dieses Fehlen auch nicht mehr kompensieren wie früher, weil wir eigentlich kein einziges Kabel mehr anfassen dürfen – aus Versicherungsgründen 🙄
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  • Allgemeines,  Alltag,  Unterricht

    Frühlingsgefühle

    “Guten Morgen, München! Die Frühling ist da!”, ruft die italienische Bedienung quer über den Weißenburger Platz an diesem sonnigen Samstag. Und er hat recht. Die Luft ist kühl, aber erfrischend, die Sonne strahlt von einem tiefblauen Märzhimmel, kein Wölkchen trübt den Horizont. Die Cafés füllen sich schon um neun Uhr morgens mit den ersten Gästen – die meisten mit einem Cappuccino vor sich, die ganz besonders Kühnen sogar mit einem Aperol. Die Stimmung ist gelöst, ent- und vor allem GEspannt auf alles, was das Jahr bringt. Der Winter war lange und trüb. Jetzt steht alles auf Neuanfang.
    Es geht wieder los.
    Bei uns an der Schule ist es genauso. Man befreit sich kollektiv aus dem Winterblues. Die Leute haben einfach wieder Lust. Ein neues Seminar ist bei uns eingetroffen und sehr vergnügt, ich arbeite sehr gerne an den Nachmittagen mit ihnen zusammen, um ihnen ein bisschen Handwerkzeug auf den Weg zu geben. Die Hardware dazu bringen sie selbst mit. Keiner der Teilnehmenden will eines dieser ollen Ausbildungsgeräte, die mir seit drei Jahren regelmäßig stimmungsmäßig den März verhageln. Das gab es noch nie.
    Auch eine Premiere: die 1:1-Ausstattung. Die ging jetzt in der ersten Märzwoche los und als Team sind wir sehr auf die Rückmeldungen gespannt, wie es läuft. Denn der Start war ein bisschen mau. Gerade mal 60% der Unterschriften hatten wir zum vor drei Wochen veranschlagten Stichtag zusammen. Als Konsequenz haben wir die entsprechenden Eltern angeschrieben und deren Kindern vorerst die Geräte verboten. Als Konsequenz trudelten fast alle fehlenden Unterschriften innerhalb von 12 Stunden ein. Teilweise um drei Uhr in der Früh wurde alles hochgeladen. Die Lernplattform zeichnet sowas gnadenlos auf. In dieser Hinsicht werden wir also unseren modus operandi etwas anpassen müssen. An die Selbständigkeit von zehnten Klassen zu appellieren funktioniert nur so semigut.
    Auch mein Blog läuft wieder an und war ein bisschen im Winterschlaf. Sorry about that. Es war ein bisschen was los bei mir, was hier nicht in den Blog gehört. Meine Liebsten wissen ja ohnehin Bescheid. Aber sagen wir es so: 2026 wird vielleicht das Jahr der Neuanfänge. Und der Plural ist mit Absicht gewählt.
    Spannend.
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  • Pädagogik,  Technik,  Unterricht

    1:1-Ausstattung in the making – Teil 5

    So, das Halbjahr geht los, und damit ist bei uns der Startschuss zur 1:1-Ausstattung in den zehnten Klassen gegeben. Es wird ernst.
    Nach dem pädagogischen Nachmittag im November haben wir alles festgezurrt, in Ordner in Drive gesteckt und auch dort kollaborativ für alle Beteiligten der Schulfamilie Dokumente und digitale Produkte erstellt.
    Die Kollegen baten wir über ein kollaborativ beschreibbares DOC-Dokument um Fragen, die sie noch zur 1:1-Ausstattung hatten. Daraus haben wir im Laufe der Monate ein FAQ erstellt, das wir zum Startschuss allen zur Verfügung stellen. Sollten im Laufe des Schuljahres weitere Fragen auftauchen, können Kollegen diese ganz einfach über einen Link in die DOC-Datei eintippen und wir beantworten das alles bis zum nächsten 1:1-Startschuss.
    Unser Space zur Digitalen Schule der Zukunft in vollem Glanz
    Für die Eltern haben wir eine Anleitung erstellt, wie die iPads eingerichtet werden sollen. Denn an das Thema MDM wollten wir uns bei Gott nicht heranwagen. Geräte, die Eigentum der Eltern sind, mit Hilfe von einem solchen Ding in das Schulsystem einzupflegen, fühlt sich schräg an. Wenn in diesem Zusammenhang irgendetwas schief geht, steht immer die Frage der Haftung im Raum. Und bei den ganzen 1000 Mini-Handgriffen, die im Zuge von Digitale Schule der Zukunft nötig waren, ist das eine zusätzliche Baustelle, die wir uns nicht noch auch antun wollten.
    Für die Schüler haben wir in Zusammenarbeit mit den Medienwarten einen Kurs in der Lernplattform erstellt. Dort finden die Schüler zunächst einmal auch FAQs in Form von universellen Textfeldern als Akkordeon und einen Lauffaden.
    Auszug aus unserem FAQ für DSdZ-Klassen
    Da wir ja erst in der 10. Klasse erst anfangen, wollten wir zunächst an die Selbstständigkeit unserer Schülerschaft appellieren und versuchen, ob sie sich das Einrichten des iPads mit allen nötigen Programmen nicht auch selbst aufschaufeln können. Dazu gibt es im Kurs eine PowerPoint-Präsentation, die die Kids auf knapp 20 Folien von vorne bis hinten durch Registratur und Einrichtungsprozesse führen.
    Verhaltensregeln werden durchgelesen und durch Klick als gelesen markiert und in der Lernplattform gespeichert.
    Die dazugehörigen Verhaltensregeln im Unterricht sowie die Unterschrift, mit der sie sich zur Einhaltung verpflichten, sind einmal als Aufgabe zum Hochladen und dann als Datei angelegt, die Sie als erledigt markieren müssen. Dadurch haben wir in Windeseile im Blick, wer schon alle Vorgaben erfüllt hat und das Tablet im Unterricht nutzen darf – und wer nicht. Letztere dürfen das Tablet dann so lange nicht nutzen, bis alles gemacht ist.
    Dann schauen wir mal, wie es läuft.
    Drückt uns die Daumen.
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  • Alltag,  Technik

    Schnauze(r)!

    Wer mich kennt, weiß um meine Aversion gegen Fasching. Auch wenn ich ein Geburtstagskind bin, dessen Wiegenfest in die jecke Zeit fällt (Wassermänner vor!), gibt es wohl kein Fest, mit dem ich so wenig anfangen kann wie die das künstliche Spaß-haben auf Knopfdruck in billigen Kostümen.
    Umso mehr Überwindung hat es mich gekostet, an der Schule zu einer kollegeninternen Motto-Party zu erscheinen. Aber ich kam da nicht aus. Immerhin war ich einer der Gastgeber. Und ich hab mich dafür in ungewohnter Weise eingebracht. Nicht nur, dass ich mir eine komplette Kluft von Super Mario gekauft habe. Ich trennte mich für meinen Look sogar von meinem Vollbart, den ich seit bestimmt gut  zehn Jahren getragen hatte. Das Ergebnis überraschte mich… und zwar positiv.

    Ganz genau wie die Oberstufe, die hatte ich über ein Feedback in der Lernplattform um eine ehrliche (anonyme) Meinung zu meiner neuen Bartfrisur gebeten. Und das Ergebnis fand ich tatsächlich so süß, dass ich es gerne zeigen möchte. Streckenweise passen die Antworten nicht wirklich zur These, aber was soll’s.

    Frage lautet: Should Mr Mess keep his moustache?


    Auch für so einen herzerwärmenden Schmarrn kann die Lernplattform wunderbar nutzen.

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  • Technik,  Unterricht

    H5P Olé – Teil 24: Image Sequencing

    Das Thema H5P und seine diversen Formate sind auf dem Blog hier schon seit geraumer Zeit immer wieder Thema. Und mittlerweile sind wir auch schon bei Folge… öhm… 24 (😲) angekommen. Heute schauen wir uns mal Image Sequencing an, und was sich damit so machen lässt.

    Grundsätzlich gilt es bei der Aktivität darum, eine zufällig vorgegebene Abfolge von Bildern in die richtige Reihenfolge zu ziehen. Das lässt sich für eine Reihe von Aktivitäten nutzen:

    • eine Bildergeschichte rekonstruieren
    • einen Versuchsablauf in die richtige Reihenfolge bringen
    • eine Vorgangsbeschreibung sinnvoll wiederherstellen
    • Bilder nach Kriterien ordnen (Planeten von klein nach groß; Länder nach Gebietsgröße oder Bevölkerungsdichten, Chronologie von Ereignissen, Politikern und ihren Vorgängern bzw. Nachfolgern)

    … in meinem Fall sollen die Schüler die vier Weltzeitalter in Ovids Metamorphosen in die richtige Chronologie bringen.

    Wie geht’s?

    Zunächst wählt man wie immer über den H5P Hub die entsprechende Aktivität aus – in unserem Fall besagtes Image Sequencing. Hier werden die bereits bekannten Kategorien und Textfelder ausgefüllt. Unter Titel wählt man einen Namen für seine Aktivität, damit man sie später schneller auffindet. Unter Task Description erfolgt wie üblich eine kleine Anleitung für die Schützlinge. Unter Images legt man die Kärtchen an, auf denen die Bilder zu sehen sind. Die entsprechenden Bilddateien lädt man in einem gängigen Format (PNG, JPG) über den + Hinzufügen-Button hoch, unter Image Description hinterlegt man eine zwingend notwendige Bildunterschrift, die unter der Abbildung erscheinen wird.

    Wer möchte, kann auf jedem Kärtchen zusätzlich noch eine Audio-Datei hinterlegen, die die Abbildung akustisch unterstützt (im Ovid-Fall wären zum Beispiel die entsprechenden vorgelesenen Verse denkbar). Diese lassen sich bei jedem Kärtchen über das Plus-Symbol im Bereich Audio Files hochladen oder als URL verlinken. Für Letzteres kopiert man einfach die Internetadresse ins freie Textfeld URL der Audiodatei eingeben.

    Tja, und das war’s auch schon. Man sieht, kein Zauberwerk.

    Wie die Aktivität von hier zu den Schülern kommt, lest ihr hier.
    Wenn ihr weitere Ideen für die Aktivität hat, schreibt mir in den Kommentaren.

    Und schon geht’s weiter mit Aktivität 25.

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  • Allgemeines,  Alltag,  Pädagogik,  Technik

    1:1-Ausstattung in the making – Teil 4

    Die Resonanz auf den pädagogischen Nachmittag fiel in Summe tatsächlich sehr positiv aus. Für einen pädagogischen Nachmittag – ich weiß nicht, wie es an euren Schulen so läuft – ist das bei uns tatsächlich eine Ausnahme. Und das freut mich sehr. Nichtsdestotrotz ist mit der 1:1- Ausstattung noch lange nicht alles in trockene Tücher gehüllt. Jetzt geht es tatsächlich erst so richtig ans Eingemachte… bzw. ans Handfeste:
    Die von den Eltern gekauften Geräte müssen auf Förderfähigkeit geprüft werden. Das ist leider genauso sexy wie es klingt. Nach dem Besuchen einer Fortbildung erhält man ein Authega-Zertifikat, das dazu berechtigt, die von den Eltern eingereichten Rechnungen und Geräte zu überprüfen, ob sie den von der Schule gestellten Mindestanforderungen genügen. Auf dieses Listenabhaken freue ich mich ganz besonders.

    Dann bedarf es noch der einen oder anderen Nachbereitung von letzter Woche: Der theoretische Teil im pädagogischen Nachmittag legte das Konzept in seinen Grundzügen fest. Allerdings benötigt jede Gruppe der Schulfamilie daraus eine gewisse Synthese: Was müssen die Eltern auf dem iPad einrichten? Was müssen Schüler auf dem iPad einrichten und was dürfen sie nicht? Was erwartet Lehrer nun an Veränderungen im Lernsetting und im Classroom-Management, jetzt wo dann in der Mittelstufe regelmäßig mit den Geräten gearbeitet wird?
    All das ist im Vortrag besprochen worden, aber eine gewisse Grundübersicht darf bei einem so großen Thema einfach nicht ausbleiben. Und da können wir uns vor allem im ersten Jahr auch keine Schludrigkeiten erlauben. Wenn die Einrichtungsanleitung für die Eltern irgendwo hakt, gibt es sofort Unmut. Das muss komplett wasserdicht sein. In diesem Zusammenhang haben wir von einigen aus dem Kollegium, die selber schon Kinder an Tabletschulen haben, gesagt bekommen, dass es nahezu unmöglich ist, für komplette Sicherheit und Unablenkbarkeit mit iPads zu sorgen. Das kann ich zu einem gewissen Grad nachvollziehen – und eingestehen. Allerdings schwingt da auch eine gehörige Portion Desinformation mit.

    Ein paar behaupten bei uns steif und fest, dass Kinder, selbst wenn die Eltern sie über einen restriktiven Kiddie-Account auf dem Tablet arbeiten lassen, mühelos Apps herunterladen können, die auf einem Tablet für den Unterricht eigentlich nichts zu suchen haben… Auf Nachfrage in den Tagen später kam raus, dass sie eigentlich die Bildschirmzeit meinten, die sich über den Kinderaccount nicht einstellen lässt. App-Installation und Bildschirmzeit… das sind völlig unterschiedliche Dinge. Für den Ungeübten aber scheinbar ein- und derselbe Topf. Daran sieht man wirklich, wie wichtig es ist, diese Anleitungen wirklich wirklich wirklich wasserdicht und nachvollziehbar zu machen…

    In diesem Zusammenhang würde mich tatsächlich die Erfahrungen von anderen Schulen sehr interessieren, die damit schon gearbeitet haben. Nach meinen Erfahrungen ist das durchaus möglich, die Bildschirmzeiten einzustellen. Welche Erfahrung habt ihr denn da? Gerne in den Kommentaren…

    Naja, und all das passiert mal so nebenher bis Weihnachten. Ihr wisst schon, die staade Zeit, wenn Weihnachtskonzerte stattfinden und Adventsbasare und Schulaufgaben und Korrekturen und Probezeitkonferenzen und die angeblich so entspannenden Adventswochenenden. Es gibt einiges zu tun. Aber der Erfolg vom pädagogischen Nachmittag gibt mächtig Auftrieb. Das wird schon alles…

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  • Allgemeines,  Alltag,  Pädagogik,  Technik

    1:1-Ausstattung in the making – Teil 2

    In Teil 1 unserer kleinen Reihe hatten wir bereits alle Inhalte fertig zusammengetragen, die für uns in der 1 : 1-Ausstattung wichtig sind. Jetzt galt es, die Theorie so langsam in die Praxis zu überführen und die Veranstaltung in einem geeigneten Rahmen zu verankern. Der pädagogische Nachmittag bot sich dafür regelrecht an. Immerhin ist das Thema ab diesem Jahr für jeden im Kollegium früher oder später in irgendeiner Weise relevant und zu umfangreich, um das in einem kleinen Redebeitrag in einer regulären Konferenz abzuhandeln. Deswegen haben wir von der Schulleitung grünes Licht bekommen. Sie weicht dankenswerterweise von der ursprünglichen Tagesordnung ab, um uns die Bühne für die digitale Schule der Zukunft zu überlassen. Wir hoffen, sie gebührend zu füllen zu können.


    Das Vorhaben

    Der Ablauf ergibt sich eigentlich relativ organisch aus der Art und Weise, wie wir in der Lernplattform die Inhalte vorstrukturiert hatten. Per Copy & Paste konnten wir ein Konzept innerhalb von ein paar Minuten in einer ByCS-Präsentation gemeinsam zusammentragen:
    Unser geplanter Ablauf – kollaborativ in ein paar Minuten erstellt

    Zu Beginn folgt ein theoretischer Teil, in dem die Leute zu allen Themen informiert werden, die wir damals in Gruppe 2 zusammengetragen haben: Classroom Management, Regeln, Konsequenzen bei Verstößen, Mediencurriculum, Medienkonzept, sowie grundlegende technische Voraussetzungen für das Gelingen (welches Netzwerk, wie wird der Bildschirm gespiegelt etc.). In Anschluss daran haben wir Workshops geplant, in denen wir die Programme, die wir aus Gruppe 1 das letzte Mal per Umfrage als am meisten relevant gekennzeichnet haben, auf mehreren Schienen zum Anleiten und Ausprobieren anbieten. Interessierte suchen sich aus jeder Schiene eine Fortbildung raus und belegen diese. Für jede davon gibt es am Ende einen kleinen Fortbildungsschein. Wer diese Workshops übernehmen soll? Zunächst einmal die Leute aus der 1 : 1 -Gruppe, die (hoffentlich) in irgendeiner Weise einmal mit einem dieser Programme gearbeitet haben. Ausstattungsgruppe. Diese können sich in die PowerPoint-Folie selbst eintragen, wenn ihnen ein gewisser Slot oder ein Thema zusagt. Die Workshops, die noch nicht vergeben sind, werden gesammelt und anschließend ans Kollegium gestreut. Bei uns betrifft das aktuell tatsächlich nur das ZumPad, das noch nicht vergeben ist. Aber mit etwas Glück bekommen wir das auch noch unter. Zur Not übernehme ich das halt.
    Auf diese Weise kommen wir auf eine Veranstaltung, die mit insgesamt 3,5 Stunden eine ordentliche, aber nicht ausufernde Größe hat.

    Los geht’s!

    Jetzt, wo dann so langsam alle Workshops vergeben sind, geht es an die ersten Vorbereitungen fürs Kollegium. In den ersten Tagen nach den Ferien geht es los mit einem kleinen Anschreiben, in dem der Verlaufsplan wie auch die Organisation erklärt werden. Dann gilt es, Räume zu suchen und Daumen zu drücken, ob unsere IT am pädagogischen Nachmittag mit so viel Traffic zurechtkommt. Und natürlich auch BayernCloud Schule, denn die Produkte Drive und Messenger sind hochgefragt. Hoffen wir, dass sie halten, was sie versprechen. Wenn das vor aller Leute Augen scheitert, werden die nie wieder vom Kollegium angefasst.
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