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    EZCast Pro – KO?

    Aus der Reihe „Never change a winning system“ habe ich dieser Tage unfreiwillig eine neue wichtige Lektion gelernt. Wie aus meinen Technikseiten mittlerweile hinreichend bekannt ist, bin ich ein großer Fan des EZCast Pro gewesen; zum einen weil er ohne lästige Wlan-Antenne oder USB-Kabel auskommt und mir so viel Kabelsalat erspart. Zum anderen, weil er fix dazu gebracht werden konnte, jedes meiner Android-Gerät in Rekordzeit auf den Beamer zu bringen. Möglich wurde das durch die Möglichkeit, den Stick im EZMirror-Modus hochzufahren (so wie schon der ursprüngliche EZCast Stick, siehe Update hier). Eine Art Miracast-Modus, den jedes Android-Gerät seit Version 4.2 in sich birgt. Da musste man einfach nur 20 Sekunden warten, bis der Stick Bereitschaft anzeigte, und sofort konnte man über den Button „Screen Mirroring“ oder „Smart View“ in der Top Down-Leiste des Android-Gerätes die Verbindung aufnehmen. Nach weiteren 20 Sekunden stand dann alles. Easy Peasy (Cast).
    Und jetzt -- oh Graus! -- ist diese Möglichkeit nach dem neuen Firmware-Update auf Version 16354000 aus dem Menü des EZCast Pro verschwunden. Ohne Angabe von Gründen wurde die Möglichkeit, den Stick in einem anderen Modus als dem Default Modus hochzufahren, gestrichen. Stattdessen wurde die Navigation des Sticks in der App auf viele nutzlose Menüs aufgeblasen, wo ich jeden Pups beeinflussen kann, nur nicht diese -- für mich im Unterricht lebensnotwendige -- Option.

    Die neue Menüführung des EZCast Pro; es gibt sogar einen Admin-Bereich. Aber die wichtigste Funktion für mich fehlt…

    Screen Mirroring ist nach wie vor noch möglich, allerdings muss das jetzt komplett über die App erledigt werden, die ich schon mehrere Male wegen ihrer Unzuverlässigkeit kritisiert habe. Denn über die App ist es nun mehrmals passiert, dass das Tablet den EZCast nicht findet. Die App muss jedes Mal komplett geschlossen und wieder gestartet und hochgefahren werden, damit alles passt. Damit hat sich die Anzahl der Handgriffe, die nun nötig sind um endlich ein Bild auf dem Beamer zu haben, jetzt fast verdoeppelt -- ein Traum! Jetzt kann ich zu jedem Stundenbeginn neben der wusligen Klasse nun auch parallel die Technik bändigen. Warum man sich zu diesem seltsamen Schritt entschieden hat, wird im Forum der Macher nicht beantwortet. Aber eine derartige Verschlimmbesserung eines Produktes habe ich lange nicht mehr erlebt. Ich hoffe, dass dieses Feature in einem neuen Update wieder in der Firmware ein Zuhause findet oder eine Möglichkeit existiert, auf ein ältere Version downzugraden. Ansonsten hat der EZCast Pro seine Daseinsberechtigung in meinem Unterricht verwirkt. So schade, dieses Setup hat über mehr als zwei Jahre wirklich wunderbar funktioniert. Ich bin echt sauer!
    Hier übrigens der Thread des Problems aus dem Forum des Herstellers

    Die Zeilen im EZCast-Forum, die mich beunruhigen…

    Update Januar 2018:
    Ich habe mir mal die Mühe gemacht, die traurigen Verbindungsversuche zwischen EZCast Pro und meinem Tablet über die App filmisch mal festzuhalten und mit den alten Videos zu vergleichen, um einfach mal zu zeigen, wie viel durch die neue Version verschlimmbessert wurde. Wie man sieht, sind die Versuche, eine Verbindung aufzubauen über die EZCast-App sehr unzuverlässig. Im Video musste ich das Tablet dreimal suchen lassen, ehe eine Verbindung zustande kam. Dass die App mal eine Passwortabfrage verlangt und mal nicht, macht die ganze Sache auch nicht gerade vertrauenserweckender. Ich bin echt schwer enttäsucht -- und hoffe auf ein baldiges Firmware-Update, dass wieder den Status Quo herstellt. Mit diesem unzuverlässigen Setup brauche ich mich in keinen Unterricht begeben…
    So sah es einmal aus…

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    Und diesen Krampf müsste ich jetzt theoretisch jede Stunde durchmachen: 
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  • Allgemeines,  Alltag

    Von Vorwehen zum Wandertag

    avat_wut-150x150Für Außenstehende mag es vielleicht so scheinen, als beginne für Lehrer die Ferienzeit schon einen Monat vor Schuljahresende. Die Noten sind gemacht, da machen die doch auch keinen Unterricht mehr, sondern liegen nur noch in der Sonne. Kundige und Leidensgenossen kennen allerdings die harsche Realität. Denn in den letzten vier Wochen darf das Lehrpersonal einiges mehr tun als nur vor Schülern oder am Schreibtisch sitzen. Er darf repräsentieren, organisieren, führen, in Konferenzen schwitzen, abstimmen und – ganz beliebt – den alljährlichen Wandertag koordinieren. Letzteres hat dieses Jahr besonders viel Freude bereitet. Nicht. Aber alles von Beginn:
    Ich habe meine Klasse jetzt volle zwei Jahre begleitet. In Bayern ist es üblich, dass nach so einer langen Zeit eine „Beziehungspause“ erfolgt, sodass nächstes Jahr jemand anders in den Genuss meiner Putzis kommen wird. Um unsere zwei Jahre zu einem gelungenen Abschied zu führen, haben wir uns zum diesjährigen Wandertag ein ganz besonderes Reiseziel gesetzt: Es verschlägt uns ins Allgäu auf eine Sommerrodelbahn. Um dort hinzugelangen, sollte uns die deutsche Bahn chauffieren. Und damit ging der Ärger los. Knapp drei Wochen vorher habe ich bei der Bahn angerufen, um unterschiedliche Finanzierungsmodelle durchrechnen zu lassen. Nehmen wir einen Gruppentarif? Oder gleich das Bayernticket? Als ich darum bitte mir die unterschiedlichen Möglichkeiten per eMail zuzuschicken, bekomme ich erst einmal eine Absage: Das sei aus technischen Gründen nicht möglich, man könne mir die Möglichkeiten aber diktieren und ich solle wieder anrufen, wenn sich die Klasse und ich auf ein entsprechendes Modell geeinigt hätten. Etwas verwundert lege ich auf und künde meinen Schützlingen nur zwei Zeitstunden später, was Sache ist. Als wir uns geeinigt haben, rufe ich erneut an, in der Hoffnung, die Tickets gleich buchen zu können. Mais non. Ich bekomme erklärt, dass ich telefonisch die Gruppe für die Fahrt lediglich anmelden könne. Kaufen müsste ich die Tickets am Bahnhof oder an einem Automaten. Viel besser noch: Da wir unterwegs einmal umsteigen müssen, hocken wir für die letzten Stationen im Zug eines privaten Unternehmens (dem ALX) – da müsste ich noch einmal gesondert anrufen, um auch dort die Fahrt mit meiner Klasse anzumelden. Sie selber könnten das nicht telefonisch machen, aber man gibt mir eine Nummer unter der ich das selbst erledigen könne. Etwas irritiert schreibe ich mit, rufe nun dort an, um – wie mir gesagt wurde – meine Fahrt anzumelden. Aber ich bekomme gesagt, dass das telefonisch nicht möglich sei. Ich solle die Fahrt und sämtliche Details in einer eMail an das Unternehmen richten.
    Dieses Hin und Her hat mich ernsthaft fast zwei Zeitstunden gekostet. Für die Anmeldung einer Gruppe für eine Bahnfahrt. Die Anmeldung wohlgemerkt. Denn von einer Zusage sind wir noch weit entfernt. Es kann sein, dass uns ein Betreiber die Fahrt verweigert, da der Zug schon ausgebucht ist. In diesem Fall bekomme ich wieder eine eMail, auf die ich dann bestimmt wieder nicht telefonisch, sondern per eMail-Antwort oder bestenfalls überhaupt nicht mehr antworten soll.
    Im Unterricht oder am Schreibtisch sitzen macht da deutlich mehr Spaß.
    GRR!

  • Technik,  Unterricht

    Software im Unterricht: Mebis – ein Versuch

    avat_wut-150x150In der September-Ausgabe des Bayerischen Philologenverbandes findet sich auf S.25 ein Artikel von Thomas Gampl, der die Inkonsequenz der hieisgen Bestimmungen in der Schulpolitik thematisiert – für Lehrer, Eltern wie auch Schüler ein nimmer endender Quell an Frustration und Ärger:

    Mal zählt das Probeabitur. Mal nicht. Mal ist das Flexijahr die endgültige Antwort auf die G8-Diskussion. Dann wieder nicht. Mal dienen die Intensivierungsstunden der individuellen Differenzierung. Dann sollen zwei von ihnen „fest“ den Fächern Mathematik und Deutsch zugeorndet werden. [Kurzum:] Eine Hü-und-Hott-Politik, die ständig alles wieder über den Haufen wirft, was eben noch mit großem Ernst verteidigt wurde. Eine Politik, die ständig Neues anpackt, ohne dem offenbar gewachsen zu sein.

    Teilweise klingt die Sache etwas arg überspitzt, aber ich kann seit ein paar Wochen ein Liedchen davon singen. Here’s the deal: Streng genommen sind bei uns laut bayerischem Erziehungs- und Unterrichtsgesetz (Art. 56, Absatz 5) digitale Speichermedien im Unterricht verboten. Es sei denn, sie werden für unterrichtsrelevante Zwecke durch die jeweilige Lehrkraft erlaubt. Da es unter uns Altphilologen allerdings immer noch Exemplare gibt, für die eine Schreibmaschine das höchste Technologicum darstellt (kein Witz!), werden Smartphones, Netbooks oder Tablets von Haus aus als Teufelszeug stigmatisiert und kategorisch aus dem Unterricht verbannt.
    Aber auch außerhalb der Latein-/Griechischfraktion wird das Thema der neuen Medien etwas… nun ja… restriktiv gehandhabt. So ist das berufliche Nutzen von sozialen Netzwerken oder gar Lernplattformen insgesamt nicht gerne gesehen. Das einzige, was man an digitaler Erweiterung erlaubt und auch durch zahlreiche Fortbildungen fördert, ist das gute (und leider auch sehr) alte Moodle. Dass ich mit Moodle zu Beginn meine Probleme hatte, habe ich damals in einem meiner ersten Blogartikel ausreichend kundgetan. Aber spätestens nach ein paar Fortbildungen habe ich mich in die Materie reingekniet und fand die Möglichkeiten trotz des Mehraufwandes eigentlich ganz nett. Daher habe ich für mein W-Seminar die häusliche Vorbereitung komplett auf Moodle umgestellt. Das war schon klasse. Für jede einzelne Sitzung gab es digital Material von mir bereitgestellt. Kurzgeschichten, Sekundärliteratur, Aufsätze in PDF-Form, Videos, Internetlinks, Tafelbilder – alles. Wir haben sogar in Gemeinschaftsarbeit eine Online-Bibliographie in Form eines Wikis erstellt, in das jeder Teilnehmer seine relevante Forschungsliteratur eintragen musste. Auf diese Weise konnten die Schüler einmal das Bibliographieren üben, zum anderen schafften sie so gemeinsam einen wunderbaren Forschungspool, auf den sie nach Belieben zugreifen können. Vor allem dieser Tage ist wäre das wichtig, da die Leute im Kurs derzeit fleißig an ihren Seminararbeiten werkeln, die bis nach den Ferien Anfang November fertig sein müssen. So ist bzw. war der Plan. But here’s the sad catch: Seit August hat man das offizielle Bayernmoodle geschlossen und in eine sagenhafte Überplattform integriert. Mebis – so der verheißungsvolle Name – bietet angeblich eine massiv erweiterte Plattform, in der man neben seinen alten Moodle-Kursen noch eine Vielzahl neuer digitaler Zusatzfeatures finden soll. Soll wohlgemerkt. Denn zeitlich hinkt das Vorhaben mächtig der Realität hinterher. Seit August wurden die Moodlepforten geschlossen, und sämtliche Kurse in Mebis integriert. Da liegen die Kurse jetzt und warten auf Reanimation. Allerdings haben weder Lehrer noch Schüler bis heute die Zugangscodes bekommen. Die Folge: Der Onlinekurs und unsere gesamten Ergebnisse von einem gesamten Schuljahr gammeln in Mebis vor sich hin, und keiner kann drauf zugreifen. Keine Bilbiographie, keine Sekundärliteratur, keine Wikis. Rein gar nichts. Alles abgeschottet. Wer aus meinem Kurs auf unsere Vorarbeit zugreifen will, muss von vorne anfangen und sich alles noch einmal selbst erarbeiten. Sehr ärgerlich.
    Auf mehrmaliges Nachfragen beim Systemadministrator und der Stadt München bekamen wir Lehrer unserer Schule endlich die begehrten Zugangscodes. Nur leider löst das das Problem nicht wirklich. Denn unsere Kurse sind leer. Sämtliche Schüler sind aus den Kursen geflogen. Einladen kann ich sie nicht. Sie wiederum können sich auch nicht bei mir einschreiben, weil mir die Rechte dazu fehlen.

    moodle
    Where have all the students gone?

    Ernsthaft: Screw you, Technik! Und da wundern sich die Leute, wenn die Lehrer Angst oder Frust wegen der Nutzung neuer Technologien im Unterricht haben. Egal, ob es um Schulcomputer, Drucker, Netzwerke, Beamer oder nun auch Plattformen geht: Man kann sich auf vieles einfach nicht verlassen. Die einzige Technik, der ich vertraue, ist die, die ich mir selber für den Unterricht zugelegt habe. Und so wie’s aussieht, werde ich bei dieser Sichtweise wohl auch noch eine ganze Zeit bleiben…

  • Allgemeines,  Technik,  Unterricht

    HTC ade: Ein Nachruf

    avat_wut-150x150Mein liebes HTC Flyer,
    leider wird’s für mich Zeit, dir Lebewohl zu sagen. Wir hatten ein paar wunderschöne Zeiten. Lange hatte ich nach jemandem wie dir gesucht. Du hattest alles, was ich mir erträumt hatte: Sexy 7-Zoll, einen kessen Stylus für die Handarbeit, dazu auch noch scharfes HDMI an der Buchse. Und das alles verpackt in einem äußerst ansehnlichem, schicken Äußeren. Mir war sofort klar: Ich musste dich haben, und die ersten Monate mit dir habe ich wirklich genossen. Dann gab’s auch wieder Momente, in denen du mich zur Weißglut getrieben hast. Zum Beispiel, als du mir die Zusammenarbeit mit meinem VGA-Konverter verweigert hast. Oder das teilweise völlig sporadische Drehen vom Quer- ins Vertikalformat – während ich auf dir geschrieben habe. Na gut, das sind kleine Reibereien, die kommen in jeder guten Beziehung vor. Aber diese Querelen wurden immer unberechenbarer. Seit Neuestem hast du mir beim Schreiben mit deinem HTC Scribe Pen immer öfters den Dienst versagt. Ich konnte machen, was ich will. Das Schreiben klappte nicht mehr. Und das vor der Klasse! Du weißt doch, dass man sein Privatleben nicht im Beruf ausbreiten soll. Aber du hast es ja drauf angelegt. Angeschrien und beschimpft habe ich dich, ob deiner Zickigkeit. Vor meinem Lateinkurs – omnibus inspectantibus! So was geht einfach nicht. Und das war ja keine einmalige Sache. Sonst könnte ich ja irgendwie drüber hinwegsehen. So ein Theater hast du gnadenlos in fast jeder Stunde veranstaltet. In meiner Zwölften in Englisch, in meiner Sechsten in Latein, im P-Seminar. Du hast offensichtlich gar keine Absicht, dich zu ändern. Daher reicht’s mir jetzt.
    „Jetzt nichts überstürzen“, haben meine Freunde gesagt. „Ihr müsst euch halt noch ein bisschen aneinander gewöhnen“, haben sie gesagt. „Vielleicht muss man am Stift ein bisschen was herumfeilen und eine Paste draufschmieren, damit die Leitfähigkeit der Batterie gewährleistet ist“, habe ich von ihnen gehört. Aber weißt du was? Ich habe gar keine Lust, an deinen inneren Werten herumzudoktern.

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    So ’ne Zicke…

    Du bist nun mal so, wie du bist. Und wenn du schon nach so kurzer Zeit, die ich kannte, so ein Theater machst, kann ich davon ausgehen, dass sich das immer und immer wiederholen wird. Von daher will ich, dass wir getrennte Wege gehen. Ich brauche niemanden, der rumzickt und mir nur dann wohlgesonnen ist, wenn er gerade Lust drauf hat. Ich bin auf der Suche nach etwas Verlässlichem, weißt du. Etwas Dauerhaftem. Ich hoffe, du verstehst das und findest jemanden, der mit deinen Launen  mehr zurecht kommt als ich.
    Jetzt schmollst du wieder, gell? Hab ich mir doch gedacht. Das bestärkt mich nur noch mehr in meinem Vorhaben. Mit diesen Tricks kriegst du mich nicht rum. Das ist halt deine alte Masche.
    Leb wohl,
    Dein Ex, der Herr Mess

  • Technik,  Unterricht

    Hardware für den Unterricht (Folge 2) : Kabel(j)au

    Ich will nicht sagen, dass früher alles besser war. Aber unkomplizierter in jedem Fall. Zumindest, wenn’s um Verkabelung von Geräten geht. Back in the 90s war klar: Optisches Kabel an optische Anschlüsse, koaxial an koaxial, Scart an Scart, RBG an RGB. Bei kleineren Problemen half ein Adapter, den man im Laden kaufen konnte und Schluss. Und jetzt? Ich hab echt das Gefühl, dass jedes Gerät einen eigenen Anschluss mit sich bringt, und ich vor dem Kauf von dazu gehörigen Verbindungskabeln erstmal stundenlang Artikel wälzen muss, um sicher zu gehen, dass das gute Ding überhaupt funktioniert. So geschehen dieses Wochenende, als ich mir für mein Tablet einen Adapter kaufen wollte. HTC hat die Eigenart, einigen ihrer Geräten einen MHL-Anschluss zu verpassen – einen Standard, den ich persönlich nie auf dem Schirm hatte. Schön und gut, zum Glück gibt’s einen entsprechenden Adapter dazu, natürlich gegen sattes Geld, aber immerhin gibt das Tablet so zumindest überhaupt ein Bild nach außen aus (etwas, was der aktuellen Generation von Samsung 7-Zollern ja komplett gestrichen wurde).

    SAMSUNG
    VGA Schlieren

    Soweit so gut, die Sache hat nur einen Haken. HDMI-Beamer sind bei uns in der Schule tendenziell eine Minderheit. Sämtliche Deckenbeamer (3), die wir haben (5), verrichten brav ihren Dienst ausschließlich über VGA. So und jetzt geht der Spaß los. In einem Laden einen Konverter zu finden, der digitale HDMI-Signale in analoges VGA umwandelt, ist so aussichtsreich wie Schlittschuhfahren im August. Und das finde ich schon erstaunlich. Immerhin handelt es sich hier um gängige Formate und nicht um irgendeinen überholten Industriestandard à la Betamax oder DAT. Im Internet hab ich mir dann einen Konverter bestellt, der laut Kundenmeinung anstandslos funktioniert. Und was soll ich sagen? Das Ding hat wirklich keinen Anstand. Denn es funktioniert bei mir so gut wie gar nicht. Mein PC Monitor zeigt das Bild nur mit verzerrten Schlieren, der Fernseher zeigt sich völlig unbeeindruckt davon, dass ein Gerät mit ihm kommunizieren möchte und bleibt schwarz. Quid faciam? Ein Blick in die Anleitung erklärt mir, dass das Bild eventuell verfälscht wird, wenn die Auflösung zwischen Sende- und Empfangsgerät nicht 1:1 dieselbe ist. Aber wie erklärt man einem Tablet, dass man seine Auflösung ändern möchte? Gar nicht.
    Ich probier das olle Ding morgen mal an einem unserer betagten Schulbeamer aus, aber wirklich Hoffnung hab ich nicht…
    Update (29.4.): Selbes Bild, sowohl bei unseren neuen Epson-, als auch unseren Toshiba-Beamern. Evtl. liegt’s daran, dass der Konverter selber an einem Adapter anliegt und deshalb zu wenig Strom bekommt. Aber dann dürfte doch eigentlich überhaupt kein Bild zu sehen sein, oder? I’m open for suggestions…
    Update (30.4.): Hab den Adapter gerade an meiner Xbox 360 ausprobiert: Glasklares Bild. Kaputt ist der Adapter zumindest nicht. Muss man vielleicht doch was an der Auflösung drehen? Oder an der Hertz-Zahl?