• Latein,  Technik,  Unterricht

    H5P olé – Teil 8: Virtual Tour (360)

    Die Virtual Tour bei H5P habe ich als eine der ersten Apps der H5P-Software kennengelernt und fand sie von Anfang an recht schnieke. Wenn auch ein bisschen frustierend. Denn selbst erstellen war nicht. Ohne die entsprechende Technik geht Virtual Tour gar nichts. Eine 360-Grad-Kamera musste her. Und mit einem Samsung Smartphone fand sich auf die Schnelle sogar eine erstaunlich kostengünstige Lösung.

    Die Samsung Gear 360 liefert passable Aufnahmen.

    Für gerade mal 40€ bekam ich eine nicht mehr ganz so taufrische, aber für meine Zwecke völlig ausreichende Kamera, die per Bluetooth wunderbar mit dem Smartphone kommuniziert und bei entsprechender Beleuchtung ganz gute 360 Grad-Bilder zaubert. Diese lassen sich dann problemlos in H5P einbinden. Zum Beispiel so:

     

    Wie geht’s?

    Aber dabei bleibt es nicht.
    Ähnlich wie bei Find Multiple Hotspots lassen sich in den 360-Aufnahmen verschiedene Infopunkte anbringen, in denen sich verschiedene Medieninformationen verstecken lassen. Das geht mit der beinhalteten Maske blitzschnell:

    Mit den ersten vier Icons lassen sich wahlweise Text, Bilder, Audio-Dateien oder Videos im 3D-Bild platzieren. Die letzten beiden Icons sind die Aktivitäten Summary und Single Set, die in H5P auch als separate Aufgabentypen existieren und zwei Arten von Aktivitäten anbieten:
    Single Set (Aktivität rechts außen) ist eine recht einfache Aufgabe. In ihr werden die Lernenden mit mehreren Aussagen zu einem Thema (Definiert in Aufgabenbeschreibung) konfrontiert, aus denen sie die richtige Antwort herausfinden müssen. Summary erweitert diesen Typus und bietet mehrere dieser Aussagen hintereinander, aus denen mehrere richtige Antworten ermittelt werden müssen. Die oberste Aussage ist hierbei stets als die korrekte definiert. Die darauffolgenden Aussagen werden von H5P als falsch interpretiert:
    Die Maske zum Aufgaben-Typus “Summary” in der Aktivität “Virtual Tour (360)”

    Wird die Aktivität Summary dann in der 3D Tour angeklickt, werden sämtliche Aussagen willkürlich durcheinander gewürfelt und müssen von den Lernenden als korrekt ermittelt werden. Diese erscheinen – bei richtiger Auswahl – untereinander und ergeben so eine Zusammenfassung. Auch ein Feedback ist möglich, wenn man eines wie hier beschrieben definiert hat:

    Die richtigen Antworten werden bei “Summary” im Anschluss als Zusammenfassung dargestellt.
    Mit diesem fünf möglichen Arten der Interaktion lässt sich schon gut was anfangen. Wer noch ein bisschen mehr möchte, kann sich auf der Seite vom Zentrum für Unterrichtsmedien im Internet e. V. – kurz ZUM – eine erweiterte Version der Virtual Tour herunterladen und nutzen. Sie erweitert die bestehenden Interaktionsmöglichkeiten um weitere fünf Aktivitäten. Zu den meisten davon findet sich auf dem Blog bereits eine Anleitung:
    Zum Nutzen der zusätzlichen Funktionen müsst ihr euch auf der Seite von ZUM registrieren und habt dann Zugang zum H5P-Hub.
    Wie die Aktivität von hier zu den Schülern kommt, lest ihr hier.

    Wenn ihr weitere Ideen für die Aktivität hat, schreibt mir in den Kommentaren.

    Und schon geht’s weiter mit Aktivität 9.

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    5
  • Technik,  Unterricht

    Apps im Unterricht – Folge 9: Squid

    Wenn es um Apps zum Erstellen von Notizen auf Android geht, führt irgendwann kein Weg an Lecture Notes vorbei. Seit meinem ersten Tablet ist das Programm von Acadoid Developer fester Bestandteil meines App-Fundus. In mehreren Beiträgen (hier, hier, hier und hier) habe ich mir das Programm mit seinen schier endlosen Einstellungen zur Individualisierung erschlossen und war sehr zufrieden damit. Dabei habe ich gar nicht gemerkt, dass über die Zeit ein paar echt nennenswerte Alternativen auf dem Markt erschienen. Squid ist eine davon. Die App ist insgesamt deutlich abgespeckter als Lecture Notes. Aber das muss nicht notwendigerweise ein Nachteil sein, wenn man einfach eine App sucht, um Notizen zu erstellen.

    Grundausstattung

    Optisch kommt Squid schlicht, aber eigentlich ganz schick daher. Die Notizen sind ähnlich wie in Lecture Notes in einer digitalen Bibliothek als Bücher arrangiert, die als Cover jeweils die erste Seite des Dokuments zeigen. Damit hat man auf einen Blick vor Augen, was den vergesslichen Schreiberling im jeweiligen Dokument erwartet. Mit einem Klick darauf öffnet sich dann der digitale Notizblock. Der kommt in der Grundausstattung sehr aufgeräumt und funktional daher: Auf einem vorgegebenen Hintergrund, der wahlweise im Linien- oder Karomuster daherkommt, lassen sich in allen möglichen Farben Notizen machen oder selbige bei Bedarf mit einem virtuellen Radiergummi löschen. Ich weiß, absolute Grundausstattung und für eine kostenlose App geht das auch vollig in Ordnung. Mehr ist aber in der Hinsicht aber auch nicht drin.

    Gehobene Ausstattung

    Bei einer Zahlung von einmalig 3,29€ lässt sich das so genannte Toolpack freischalten. Damit wird die App um ein Auswahltool, sowie ein Textmarker-Werkzeug erweitert, mit dem sich wichtige Aspekte in den Notizen in Highlighter-Manier in sämtlichen Farben markieren lassen.
    Noch umfangreicher ist in dieser Hinsicht die Premium-Version, für die man monatlich mit 1€ oder jährlich in einem Abo für 10€ zur Kasse geboten wird. Dafür bekommt man Zugang zu Linienpapier unterschiedlichster Couleur: Neben dem üblichen Karo- und Linienmustern gibt es selbige Versionen auch mit Rand, sowie Linienpapier für Musik, Templates für taktische Teamaufstellungen unterschiedlichster Sportarten, Baseball-Tabellen und Fußballfelder. Ganz besonders cool finde ich persönlich die üppige Auswahl an Vorlagen für Tagesplaner. Damit hat man permanent ein voll funktionsfähiges, gut aussehendes Filofax in der Tasche.

    Die insgesamt 49 Vorlagen, die man für sein Geld erhält, sind schön gemacht. Für mich als Lehrer kommen allerdings nur eine Handvoll davon in Frage, und solange ich nicht vorhabe, ein Baseballteam an der Schule zu etablieren, sind die meisten Templates eher eine nette Dreingabe denn eine tatsächlich lohnende Investition. Ob das die Abo-Option rechtfertigt? Bei mir eher nicht. Vor allem, da auch die Standard-Templates ausschließlich angelsächsische Kundenwünsche bedienen. Das gute liniert-kariert mit Rand gibt es leider nicht.

    Ein Auszug aus den möglichen “Papieren” der Deluxe-Version

    Ebenso neu in der Premium-Version ist das Feature, ganze Notizbücher entweder auf Dropbox- oder Box-Konten zu sichern. Diese Funktion lässt sich aber auch für die einmalige Zahlung von 3,29€ freischalten und erscheint mir tatsächlich sinnvoller als eine Unzahl von Linienpapier-Templates, die ich nie benötige.

    Menü

    Wo Lecture Notes mit Menüs im Überfluss überrascht und auch gerne mal überfährt, kommt Squid angenehm aufgeräumt daher. In den Leisten gibt es lediglich eine Handvoll Icons zur Verfügung:

    Klein, aber fein: Die Menü-Leiste

    Ein Image-Tool, eine Menü zur Farbauswahl und dann das Schreibwerkzeug, in dem man Einstellungen für das Zeichnen von geometrische Formen sowie den Freihand-Modus findet, in dem sich das Stift- oder Textmarkerwerkzeug auswählen lassen. Ersteres lässt sich durch Klick auch auf Druck sensibilieren. Für Besitzer eines S-Pens sehr komfortabel, denn so sieht das Schriftbild angenehm organisch aus. Gelöscht wird übrigens einfach mit dem Finger, da die App zwischen Haut- und Stiftkontakt unterscheiden kann. Prima.

    Die verschiedenen Schreibmodi im Überblick

    Flow-Erlebnis

    Den größten Vorteil bei Squid sehe ich allerdings in der nahtlosen Integration aus Evernote heraus. Denn das Programm schließt eine Kluft, die sich vor knapp zwei Jahren aufgetan hatte: Damals war es noch problemlos möglich, Dokumente aus Evernote heraus mit einer beliebigen App zu öffnen, zu bearbeiten und die editierte Version automatisch wieder in Evernote zu speichern. Das war richtig komfortabel. Umso genervter war ich, als das auf einmal nicht mehr funktionierte. Nach Aussage des Supports hing das nicht mit Evernote direkt, sondern viel eher mit den Limitierungen der verwendeten Android-Version zusammen. Und daran hat sich bis heute nichts geändert: Sobald ein Dokument in Evernote geöffnet wird (zum Beispiel ein PDF), wird es in die entsprechende App geladen, in der ich meine Änderungen vornehme. Diese muss ich innerhalb der App abspeichern, wo dann eine neue Version auf dem Tablet gesichert wird. Möchte ich diese wieder in Evernote haben, muss ich das gute Ding erstmal auf dem Tablet suchen und dann nach Evernote schieben. Man sieht, einfach ist anders. Zum Beispiel in Squid.

    Hier wird jedes PDF automatisch in der Bibliothek zwischengespeichert, sodass man problemlos seine Änderungen vornehmen kann, die das Programm automatisch übernimmt. Ist man mit den Notizen fertig, findet man das bearbeitete PDF in der Bibliothek und kann es über “Exportieren” das Dokument sofort wieder nach Evernote schicken. Nicht ganz so einfach wie früher, aber definitiv besser als das Gewurschtel von kurz zuvor.

    Damit ist Squid für mich im Moment wirklich das Tool, das beim Erstellen von Notizen und Bearbeiten von PDFs derzeit meine beiden laufenden Apps – Lecture Notes und EZPDF – ersetzt. Beide Apps können zusammen tausend Mal mehr als Squid. Aber für den Alltagsgebrauch ist mir dieses tausend Mal mehr auch mal schnell zuviel. Squid ist unaufgeregt, auf den Punkt gebracht und tut genau, was es soll. Klare Download- und Kaufempfehlung!

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    3.5
  • Allgemeines,  Alltag,  Technik,  Unterricht

    Corona-Wochen 3-7

    Am Anfang dachte ich noch, ich könnte das Corona-Schuljahr – wie man es mittlerweile ja nennt – hier regelmäßig im wöchentlichen Rhythmus festhalten. Aber die Ereignisse nehmen so an Fahrt auf, dass man überhaupt nicht mehr richtig mit dem Verarbeiten hinterher kommt:
    Mittlerweile ist München trotz aller allgemeinen Anstrengungen auf einem Inzidenzwert von knapp über 72 (Stand 19.10) angelangt. Während Landkreise um uns rum bei ähnlichen Werten schon längst auf geteilte Klassen setzen (siehe beim Kollegen Herrn Rau), arbeiten wir nach wie in voller Klassenbesetzung. Mund-Nasenschutz müssen alle Mitglieder der Schulgemeinde zu jeder Zeit tragen (Pausenhof, Klassenzimmer, Lehrerzimmer, Gänge etc.). Immer noch. Seit mittlerweile sieben Wochen. Durch regelmäßiges Stoßlüften, für das uns der Guardian in den UK (augenzwinkernd ?) Respekt zollt, versuchen wir, dem Infektionsrisiko Einhalt zu gebieten. In der goldenen Oktobersonne ist das noch ganz nett, aber warten wir mal ab, wenn der November mit Dauerregen losschlägt und in der Oberstufe 90 Minuten lang Klausuren geschrieben werden müssen – im Zwiebellook und Dekcen auf dem Beinen. Aber no more of that. Wir können es nicht ändern – ganz im Gegensatz zu unserem Mindset.

    Bild von https://www.muenchen.de

    Das gefällt mir nämlich in diesem Jahr deutlich besser als im letzten, wo man vielleicht doch ein bisschen zu lange vorsichtig darauf gewartet hat, dass der Sturm vorbei zieht. Dieses Jahr machen wir Nägel mit Köpfen: Microsoft Teams ist aufgesetzt und mit einem Großteil der Klassen schon einmal durchgetestet worden. Die Stadt München ist regelmäßig mit uns in Verbindung und schickt uns zuverlässig für unsere Bedürfnisse die entsprechende Technik wie USB-Kameras und Headsets, die ich als Systembetreuer mit flinken Händen an die entsprechenden Kollegen weitergebe. Leih-iPads trudeln ein und werden an Familien ohne entsprechende Geräte schon einmal vorsichtshalber mit Hilfe eines Leihvertrages weitergegeben. Elternabende und Plenumsdiskussionen für Klassen und die Oberstufe werden online abgehalten. Im Kollegium bildet man sich online fort und opfert freiwillig die knapp gewordene Freizeit am Nachmittag oder Abend. Manche Kolleg*innen machen das pro Woche 2-3. Zu mebis, zu MS Teams, zu kollaborativem Arbeiten, zu H5P (zum Beispiel auch in meiner ersten eigenen Fortbildung, die ich mit Christian Mayr abhalten durfte). Es sind alles kleine Handgriffe, die man außerhalb der Schulfamilie vielleicht nicht sieht. Aber sie greifen wie winzige Zahnräder ineinander. Langsam und immer mehr. Hoffen wir nur, dass unsere Maschinerie auf kleinen Hebeln und Rädchen auch dem Sturm standhält, wenn er loslegt. Denn er wird kommen. Früher oder später wird er kommen. Es geht gerade erst los.

    Passt auf euch auf!

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    5
  • Allgemeines,  Buch,  Pädagogik,  Technik,  Unterricht

    Sommerferien 0.5

    Summer moves on in Bavaria. Mit dieser Woche begeht Bayern seine letzte Woche der Corona-Sommerferien. Was waren das nur für Tage! Entgegen sämtlicher Prognosen hatte Oberbayern fulminantes Bombenwetter. Tagelange Schönwetterperioden, milde Nächte, ab und an ein erfrischendes Regengewitter. Freunde treffen, Grillen, Baden in Starnberg, Wörthsee, Pilsensee und der Isar. Dazu gutes Essen und stundenlanges Radeln durch die Münchner Innenstadt auf der Suche nach einem neuen, bis lang ungekannten Biergarten haben einen fast vergessen lassen, was das für ein abgefahrenes Schuljahr war.

    Bavarian Chilling am See

    Fast. Denn so richtig abschalten ging irgendwie nicht. Das ständige Ausfüllen von Registrierungen in den Lokalen wies immer wieder auf den Ausnahmezustand hin. Ebenso wie der ausgefallene Urlaub in Griechenland, oder der gehörige Sicherheitsabstand, mit dem die meisten diszipliniert an den Seen lagen. Ganz im Gegensatz dazu die ärgerlichen Versammlungen in der Münchner Innenstadt, wo sich allabendlich Tausende von Feierwütigen sammelten und auf dem winzigen Gärtnerplatz drängelten. Das Ergebnis waren erhöhte Infektionszahlen in der Weltstadt mit Herz, die als Konsequenz jetzt trocken gelegt wird. Ab letzter Woche ist der Alkoholausschank ab 21 Uhr verboten, damit die Leute nüchtern weniger leichtsinnig sind. Ob die Taktik erfolgreich ist, muss sich zeigen. Man muss ja nicht betrunken sein, um unvernünftig zu sein, wie wir gerade erst am Wochenende in Berlin gesehen haben.
    In der Woche, in der die bayerische Regierung nun eine Erklärung geben will, wie das nächste Schuljahr ablaufen wird, liest man derartige Negativschlagzeilen sehr ungern: Denn auch zehn Tage vor Beginn des neuen Schuljahres wissen die Schulen immer noch nicht, wie 2020/21 ablaufen wird. Eins aber ist klar: Je mehr die Zahlen nach oben schießen, desto realistischer werden Einschränkungen, die uns letztes Jahr so den Nerv geraubt haben. Als Schule haben wir versucht, uns in den Sommerferien für alle Eventualitäten zu wappnen: Microsoft Teams steht als Ersatzprodukt für Webex Teams in den Startlöchern. Leih-Tablets sind beschafft. Einen weiteren iPad-Koffer habe ich über die Ferien mit einer Kollegin zusammen mit zusätzlichen Geräten bestückt und vorkonfiguriert.

    Lektorieren – Yay!

    Für die Schüler*innen haben wir im Teamwork bei Mebis einen Minikurs erstellt, der die Schüler systematisch an die einzelnen Grundfunktionen heranführt und so auch die Mebis-Neulinge auf Spur bringt. Nebenbei sind die Kollegen angehalten, über die Sommerferien vom Online-Fortbildungsprogramm Gebrauch zu machen und sich zum Thema Digitaler Unterricht ein bisschen auf den neuesten Stadt zu bringen. Dazu habe ich mir auch noch die Mitarbeit an einem Schulbuch aufgehalst, die mich täglich doch einige Stunden gekostet haben.
    So führte das alles dazu, dass sich die Sommerferien 2020 genauso halbgar bei mir angefühlt haben wie es das Schuljahr hatte. Aber wir machen das Beste draus. Ich freu mich auf das Schuljahr – egal, wie es aussehen wird.

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    5
  • Technik,  Unterricht

    Mebis-serl was geht immer: Folge 2: Das Mebis-Grid-Layout unter der Lupe

    Wer in den Sommerferien in Vorfreude aufs neue Schuljahr mal kurz in Mebis geblinzelt hat, dürfte etwas erstaunt gewesen sein. Für viele völlig unbemerkt, hat das Mebis-Team über die Sommerferien am 18. August ein großes Update eingespielt, das auf Moodle 3.9 basiert. Ein großes Update, das sich sehen lassen kann. Und das meine ich wörtlich. Das neue Layout ist eine Augenweide. Ich persönlich war ganz besonders darüber erstaunt, dass jetzt auch viele Optionen, die noch in der alten Version zwar anwählbar, aber oftmals ohne Funktion waren, nun endlich Verwendung finden. Nirgendwo habe ich das mehr gemerkt als im Gridlayout, mit dem man jeden Standardkurs optisch richtig auffrisieren kann.

    Aktivieren des Grid-Designs

    Aktivieren lässt es sich wie immer unter den Kurseinstellungen. Ein Klick und das war’s.

    Das Grid-Format lässt sich unten links auswählen. Alle weiteren Optionen zu den Kacheln finden sich unter “Kursformat” oben rechts.

    Den Rest macht Mebis automatisch: Jeder der Themen-Abschnitte präsentiert ab jetzt als Kachel, die auf Mausklick alle darin vereinigten Aktivitäten freigibt. Aber es sind vor allem die Kacheln selbst, die sich mit zahllosen Optionen anpassen lassen. Nur sind das für den Anfänger vielleicht ein paar zu viele. Das habe auch ich beim erstmaligen Nutzen gemerkt und echt eine gewisse Zeit gebraucht, um die verschiedenen Optionen finden und verstehen zu können. Meine gesammelten Erkenntnisse hoffe ich euch heute mal ein bisschen zur Nachahmung an die Hand geben zu können. Vielleicht hilft es dem einen oder anderen ja.

    Elemente einer Kachel

    Schauen wir uns dafür mal eine Kachel und die dazugehörigen Elemente einmal im Großformat an, die sich jeweils unter den Kurseinstellungen  Dazu habe ich in einer Kachel meines Oberstufenkurses mal sämtliche Elemente hinzugeschaltet. Mit einem Klick darauf lassen sich sämtliche Optionen mitsamt Erklärung einblenden, die Mebis für das jeweilige Element unter der Rubrik “Kursformat” anbietet. Bitte nicht erschrecken. Die krasse Farbwahl ist nur gewählt, um die einzelnen Elemente voneinander abzuheben.

    Die Farben der einzelnen Elemente werden aus folgenden Farbdefinitionen unter “Kursformat” gespeist:

    Ein paar ganz besondere Optionen bieten sich noch gegen Ende:

    • Bildmitteilung für neue Aktivität: Sollte im jeweiligen Themengebiet eine neue Aktivität eingestellt sein, lässtsich mit einem ja in dieser Option ein entsprechendes Label in Erscheinung bringen, das von neuen großartigen Dingen im Thema kündet.
    • Nicht Verfügbares ausgrauen: Ist ein Thema über die Einstellungen als unsichtbar markiert, kann es bleibt es
      Ein Schleier legt sich über ausgegraute Boxen

      den Schülern entweder komplett verborgen (hierbei bitte im Kursformat ganz oben unter Verborgene Abschnitte die Option vollständig unsichtbar auswählen) oder es kann ausgegraut angezeigt werden. In diesem Fall mit ja bestätigen und sich darauf freuen, der jeweiligen Klasse mit dieser Option ein paar Teaser vor die Füße zu werfen.

    Beispiele von Kacheln

    Mit diesen Optionen lässt sich einiges anstellen. Daher habe ich meiner Kachel exemplarisch mal ein paar verschiedene Designs verpasst, um davon einen Eindruck zu geben.

    Man sieht, die Anzahl der Optionen ist riesig. Aber wenn man weiß, welche Option wofür steht, lassen sich ein paar wirklich schicke Sachen verwirklichen. Für alles weitere in dieser Hinsicht empfehle ich auch noch einmal ganz ausdrücklich das tolle Mebis-Video von Marc A. Hennekes , das noch ein paar Bewegtbilder zu dem Thema kommentiert.

    Dieses Video auf YouTube ansehen.
    Die Verbindung zu YouTube wird erst bei einem Klick auf den Screenshot hergestellt.

     

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    0
  • Latein,  Technik,  Unterricht

    H5P Olé – Teil 7: Fill in the Blanks

    Es wird mal wieder Zeit für ein bisschen H5P-Zauberei. Und in Folge 7 des kleinen Lernkurses wollen wir jetzt auch mal wieder ein paar interaktive Elemente ausprobieren, die ein kleines bisschen mehr abverlangen als schnödes Anklicken. Den Anfang macht die Aktivität Fill in the Blanks, eine Aktivität, die ich persönlich vor allem im Lateinunterricht sehr häufig nutze. Ich finde die Aktivität schon ein bisschen fordernder als Drag the Words, weil hier nicht nur gezogen und geschoben werden muss – was ja auch durchaus die Möglichkeit bietet, einen Zufallstreffer zu landen – sondern explizit geschrieben. Und da merkt man recht schnell, wer was kann und wer nicht.

    Aber jetzt mal los.

    Wie geht’s?

    Ein Anfang ist schnell gemacht: Unter Titel wird der Aktivität einfach ein sinnstiftender Name gegeben, damit man ihn auch besser in seinem Wust an H5P-Aktivitäten findet. Unter Aufgabenbeschreibung wird eine kurze Erklärung des Arbeitsauftrages hinterlegt. Und dann geht’s auch schon ans Eingemachte:

    Die Optionen bei Fill in the Blanks

    Im Textfeld von Textblöcke wird nun der zu behandelnde Stoff eingetippt – inklusive Lösungswörter. Jedes Wort, das eingetippt werden soll, wird hierbei mit * markiert, damit H5P Bescheid weiß und hinterher für den User an dieser Stelle eine Lücke lässt.  Sind mehrere Lösungen zu einer Lücke möglich, werden die alternativen Antworten innerhalb von * mit einem Schrägstrich / definiert. Ein : innerhalb der Sternchen eröffnet die Möglichkeit, einen kleinen Hinweis auf die Lösung zu hinterlegen. Das war es aber auch schon. Hier mal der Quelltext meiner kleinen Übung (wenn man mein dilettantisches Geschreibsel überhaupt als Quelltext bezeichnen kann…

    … und anschließend der Test in Reinform (man beachte: der gegebene Tipp versteckt sich inter einem blauen i)

    Da es sich hier um eine kleine Testaktivität handelt, lassen sich bei Fill in the Blanks natürlich auch Feedback-Optionen einstellen. Wie das funktioniert, habe ich schon in Folge 1 bei der Aktivität Drag the Words besprochen. Allerdings gibt es hier noch ein paar zusätzliche Optionen, die aber völlig selbsterklärend sind. So lässt sich einstellen, wie pingelig H5P bei Rechtschreibfehlern oder Groß-Kleinschreibung sein soll oder lässt die Möglichkeit zu, den Test ein zweites Mal zu machen. Im Beispiel bei mir ist das selbstverständlich ausgeschaltet. Ihr sollt ja was lernen bei mir. Ätsch!

    Wenn ihr weitere sinnvolle Einsätze auf Lager habt, sagt Bescheid! Am besten in den Kommentaren!

    Und schon geht’s weiter mit Aktivität 8.

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  • Allgemeines,  Technik,  Unterricht

    H5P Olé – Teil 6: Image Slider

    Wenn es um die reine Darstellung von Bildern geht, hat H5P einige Aktivitäten mit an Bord, um schnell und einfach zu vorzeigbaren Ergebnissen zukommen. Image Slider ist unter ihnen vermutlich die einfachste. Vielleicht sogar eine Funktion, die vielerorts als ein bisschen zu poplig angesehen wird, als dass sie es wert ist, in einem eigenen Beitrag behandelt zu werden. Aber was soll’s. Ich nutze den Image Slider gerne, da er eine komfortable Möglichkeit darstellt, eine Klasse schnell und einfach eine Bilderfolge sehen zu lassen, ohne dass man sich irgendwo einloggen oder Bildmaterial herunterladen muss. Einfach QR Code mit dem mobilen Gerät abscannen und es kann losgehen. Kein LogIn, kein Download, keine Zusatzprogramme. Es läuft einfach. Und geht in einem Minimum an Zeitaufwand.

    Wie geht’s?

    Simpelst. Bild hochladen, Alternativtext eingeben für den Fall, das das Bild nicht geladen werden kann und damit hat es sich auch schon. Wie schon in den letzten Aktivitäten besteht die Möglichkeit einen Hover-Text zu kreieren. Dieser wird eingeblendet, sobald man für eine bestimmte Zeit mit dem Mauszeiger über dem entsprechenden Bild bleibt. Nett, aber nicht zwingend nötig.

    Die typische Maske für Image Slider in H5P

    Möchte man weitere Bilder nutzen, wird über Add Item dieselbe Maske für das nächste Bild geöffnet und das Beschriften geht von Neuem los. Diese Schritte wiederholt man, bis man seine Schönheitengalerie zusammen hat.
    Der Rest ist eigentlich Kosmetik, den H5P eigentlich für den Nutzer selbständig erledigt. Wer aber das Szepter nicht aus der Hand geben möchte, hat unter den hochgeladenen Bildern am Ende ein kleines Menü, mit dem die Darstellungsoptionen noch einmal spezifiziert werden können.

    Über Aspect Ratio kann man festlegen, ob sich der Rahmen an das Format der Bilder anpasst (Automatic) oder sich das Format der Bilder den Rahmen beeinflusst (Not fixed). In erstem Fall bleibt der Rahmen damit konstant, sodass beim Wechsel von Bildern im Hoch- und Querformat z. B. Bilder im Querformat in den Rahmen eines Hochformates gequetscht werden müssen und so in der Regel verkleinert werden, damit alles rein passt. Im letzteren Fall wird für jedes neue Bild der Rahmen angepasst. Das bedeutet, dass der Rahmen zwischen Hoch- und Querformat hin- und herspringen kann, was mitunter für etwas Unruhe sorgen kann.
    Wer die maximale Kontrolle haben will, wählt die Option Custom. Unter ihr kann man ein festes Verhältnis zwischen Länge und Höhe des Rahmens festlegen (Aspect Ratio), dem sich alle Bilder unterordnen müssen.
    Den Unterschied erkennt man in beiden Beispielen
    Hier eine kleine Präsentation im fixed mode:

    Und hier eine not fixed…

    … der wir mit Hilfe der custom Option etwas Einhalt geboten haben (Aspect Ratio 5:3).

    Die Image Slider nutze ich gerne im Englischunterricht, um in der Klasse Sprechanlässe zu schaffen. Perfekt für die Vorbereitung auf eine mündliche Schulaufgabe, in der sie spontan auf Bildimpulse reagieren müssen. Die Schüler bekommen die Vorgabe, über jeden Bildimpuls ca. eine Minute zu sprechen. Nach Ablauf der Zeit für das erste Bild wird das zweite eingeblendet und der nächste in der Klasse muss eine Brücke zum vorigen Bild schlagen und gleichzeitig mit dem seinigen die Handlungskette für eine weitere Minute weiterführen. So geht es weiter, bis man mit dem Image Slider wieder an den Anfang der Geschichte kommt.

    Am kreativsten werden die Klassen natürlich mit ihrem eigenen Bildmaterial, das man im Vorhinein von den Schülern zu einem gewissen Thema fotografieren und an einen gemeinsamen Ort hochladen (Mebis, Dropbox, One Drive etc.) lässt und per Zufallsprinzip in einem Image Slider landet. Einfach mal ausprobieren!

    Wie die Aktivität von hier zu den Schülern kommt, lest ihr hier .

    Wenn ihr weitere Ideen für die Aktivität hat, schreibt mir in den Kommentaren.

    Und schon geht’s weiter mit Aktivität 7.

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  • Alltag,  Technik,  Unterricht

    Apps im Unterricht: Lernvideos erstellen mit Lecture Videos

    Es gibt wenige Apps, die mich in meiner Android-Karriere so lange begleiten wie Lecture Notes. Schon anno 2013 war ich von dem schieren Umfang dieser Anwendung fasziniert wie auch verstört. Und auch sieben Jahre später fallen mir immer wieder neue Features in die Hände, die ich bislang ignoriert hatte. Zum Beispiel die Add-ons zu dem Programm. Genauer gesagt: LectureVideos. Mit diesem Add-on sind in Windeseile Lernvideos erstellt, die flüssig laufen und trotzdem insgesamt recht datensparsam daherkommen. Eine Seltenheit, wenn man sich die zahlreichen Apps ansieht, die Screen Recording bieten. Das war oft entweder rucklig. Oder verschoben im Format. Oder gewaltig in der Datengröße. Oder alles zusammen.

    Mit LectureVideos geht das wunderbar: Notizbuch öffnen, Material importieren, Aufnahmebutton drücken und los geht’s. So fix geht das noch nicht mal bei Explain Everything.

    Alle Videos, die innerhalb eines Notizbuches gemacht werden, sind in der Notizbuchvideowiedergabe vorgespeichert. Für den Export als Mp4-Datei wählt man einfach das entsprechende Video an et voilà: Habemus Lernvideo.

    Ta-Dah!

    Jetzt muss ich nur noch den Anflug von Lampenfieber überwinden, der sich immer kurz vor der Aufnahme beschleicht.

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  • Technik,  Unterricht

    Mebis-serl was geht immer: Folge 1: Kurskosmetik

    Zu Beginn befassen wir uns mit etwas recht Lapidaren: Dem schnöden Äußeren von Mebis. Denn so vielfältig die Möglichkeiten der Plattform auch sein mögen, vermisst man zu Beginn vielleicht ein bisschen einen Leitfaden, der etwas Ordnung in das Durcheinander bringt: Aktivitäten hier, Themen da, Kursformate da drüben. Das ist zu Beginn für den Einsteiger doch ein bisschen viel. Hier sind daher ein paar Kostbarkeiten, die ich für die Ordnung innerhalb eines Mebis-Kurses wahnsinnig hilfreich fand und erst seit Kurzem so zu schätzen weiß:

    Aktivität Textfeld

    Unter den zahlreichen Aktivitäten in Mebis, die jeweils mit schickem Symbol versehen waren, habe ich lange eine Kleinigkeit schmerzlich vermisst, die mir fast als peinliche Lappalie vorkam: Wohin soll ich denn die Arbeitsanweisungen schreiben. Etwa unter der Beschreibung der jeweiligen Aktivität, die man dann auf der Hauptseite einblenden lässt? Oder gibt es nicht einfach eine Möglichkeit auf der Hauptseite einfach Fließtext einzufügen? Ohne flashy Aktivitätsicon. Einfach Text, der sagt, was zu tun ist? Überraschung. Die Option gibt es. Sie heißt Textfeld. Und der Name ist Programm. Damit lassen sich Überschriften erstellen, Arbeitsaufträge formulieren oder kleine Aufmunterungen unter die Vielzahl von Arbeitsaufträgen unterbringen.

    Ein ganz unscheinbares Textfeld mit ein paar einleitenden Worten zum nächsten Thema

     

    Themen hervorheben

    In einem Oberstufenkurs, der zwei Schuljahre dauert, kommt einiges an Themen zusammen. Allein in Englisch werden es, wenn man sich brav an den Lehrplan hält, 16 Themen, was in einem Mebiskurs mal schnell unübersichtlich wird. Wie gut, dass es dort die “Hervorheben”-Funktion gibt – im Bild auf Englisch -, die das aktuelle Thema auf Knopfdruck für jedermann und -frau sichtbar macht. Aktiviert wird die putzige Funktion im Menü “Bearbeiten” des jeweiligen Themas. Und schon ist das aktuelle Thema bei jedem Log-In farblich hervorgehoben.

    Ist ein Thema hervorgehoben, wird es in der jeweiligen Ansicht farblich herausgestellt; zum Beispiel hier im Grid-Format

     

    Aktivitäten einrücken

    Direkt im Menü “Bearbeiten” zu jeder Aktivität findet sich die Funktion “Einrücken”. Der Name ist Programm und eigentlich völlig unscheinbar. Ich musste aber sechs Jahre mit der Plattform arbeiten, um sie im Zusammenhang mit einem der aktuelleren Blogartikel ganz nebenbei in einem Kommentar von Birgit Vogler kennenzulernen. Ähnnlich wie in der Textverarbeitung werden innerhalb eines Themas mit dieser Funktion ausgewählte Aktionen eingerückt. Perfekt, um innerhalb eines größeren Themas Unterstrukturen zu schaffen und so Orientierung zu geben.

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  • Allgemeines,  Alltag,  Pädagogik,  Technik,  Unterricht

    Software im Unterricht: Jitsi

    Woche drei ist angebrochen. Drei Wochen seit dem Corona Lockdown. In diesen komischen Zustand schleicht sich so langsam Routine hinein. Der komische Zustand ist Routine geworden. Dieses seltsame Gefühl, weiterhin seinen Job zu machen und dann auch wieder irgendwie nicht richtig: Übungen zu erstellen für eine Klasse, die man nicht sieht. Unterricht vorzubereiten, den man nicht hält. Mit Kollegen über Dienstliches zu kommunizieren, die man seit fast drei Wochen nicht mehr gesehen hat. Die soziale Isolation im Arbeitsleben wiegt zunehmend schwerer. Man vermisst die Kinder. Man vermisst die Kollegen. Und die Kollegen vermissen zurück. Nach den ersten Wochen, in denen man in der Whatsapp-Lehrergruppe noch Memes und flotte Einzeiler in die Chats abließ, wird der Ton anders. Es wird persönlicher: Die Leute verschicken Videos. Von sich. Kleine Redebeiträge, kleine Sport-Übungen, um am Arbeitsplatz ein bisschen Bewegung zu bekommen. Indoor-Boulder-Exercises. Oder aber auch TikTok-würdige Minisketche. Allein deswegen merkt man so langsam, dass sich ein Lagerkoller breit macht. Man muss sich einfach wieder sehen. Auch die Klassen. Anfragen wegen eines Videochat Systems machen sich seit letzter Woche zunehmend breit. Und man geht auf die Suche nach möglichen Formaten. Dank Twitterlehrerzimmer schwirren die Namen der big players umher: Skype, Zoom, MS Teams, Twitch, Discord – zusammen mit den damit verbundenen Risiken des Datenschutzes, die laut KMS in den Corona-Zeiten gelockert, aber nicht vergessen sein mögen. Nach ein paar Nachfragen und ein bisschen Einlesen versuche ich mich an ein paar Testläufen und schau mal in Jitsi rein. Das geht wirklich erstaunlich schnell: Kanal öffnen, Link dazu kopieren. Schluss. Nach einem kurzen Twitter-Testlauf und einem zünftigen Meet and Greet mit Herr Rau, Georg Schlamp und Frimelotta als Versuchskaninchen entscheide ich mich probeweise für eine Session mit einer meiner Klassen. Kurze Anleitung verfasst und ab die Post.
    Entgegen aller Befürchtungen läuft Jitsi von Anfang an sehr stabil. Das liegt vorrangig an den 25 Mithörenden, die alle brav die Kamera ausgestellt haben, um Traffic einzusparen. Der Smalltalk ist schnell abgehandelt. Die Herren und Damen an den Rechnern klingen eigentlich ganz gechillt und tragen den Unterrichtsausfall mit der gebotenen Fassung. Es wird ein bisschen gefeixt, geblödelt, beruhigt (die ausfallende Schulaufgabe ist DAS beherrschende Thema) und zum Schluss dürfen alle mal die Kamera einstellen um Jitsi auf eine Probe zu stellen, und in die Kamera winken. Und ich sehe sie: 25 glücklich drein blickende Kinder. Hat gut getan. Uns allen.
    Nächste Woche mal gleich wieder!

    Guerilla-Shot 😉
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    4.7