• Pädagogik,  Technik,  Unterricht

    Mebistage 2021

    Was für eine Woche! Vormittags Schule, jeden Nachmittag eine Veranstaltung und abends bis tief in die Nacht Unterrichtsvorbereitungen, weil man untertags nicht dazu kommt. Aber man nimmt den Stress gerne auf sich. Immerhin sind Mebistage!

    Wann genau das mit den Mebistagen der ALP Dillingen los ging, weiß ich gar nicht mehr. Ich kann mich immer nur daran erinnern, dass ich sie am Anfang regelmäßig verpasst habe. Denn vor Ort in der Schule wurde nie aktiv darum geworben, und auf Twitter wurde ich immer erst darauf aufmerksam, wenn dort die begeisterten Tweets aufschlugen – in der Regel immer erst im Anschluss an die Veranstaltungen. Seit letztem Jahr war ich auch mal selbst dabei. Ebenso wie dieses. Was für ein Spektakel!

    Für jeden was dabei!

    Ein unüberschaubare Menge an Workshops zu allen Themen, die man sich zu der Lernplattform denken kann! Jedes Level wird bedient: Von kleinen Anfängersessions, hinzu Workshops, die sich dezidiert einzelnen Formaten wie Wikis, Lernpfaden oder Aufgaben widmen, bis hinzu exotischen Themen wie die legendären Lernlandschaften, die sich mit ein bisschen Programmierarbeit tatsächlich gut realisieren lassen. Für mich als jemand, der Mebis so wie ein Großteil der Leute über Jahre eher stiefmütterlich behandelte und vorrangig als PDF-Schleuder missbrauchte, eine echte Offenbarung! Wie gebannt klickt man sich mit den Referenten durch deren Kurse, die einen vor Ehrfurcht erschaudern lassen, baut simultan das gerade Demonstrierte in seine eigenen ein, um es gleich für sich selbst zu nutzen. Und das Ergebnis ist in Sekundenschnelle sichtbar. So bekam dank Frau Speckner mein jüngst erstellter Kurs zu den Schul-Medienwarten eine Reihe von Lernpfaden spendiert, mit der binnendifferenziert jedes Level der Kursteilnehmenden bedient wurde. Da habe ich echt Augen gemacht! Und die Kinder gestern auch! Und damit das Wissen nicht in den sozialen Medien versandet, habe ich meine Mitschriften zu meinen besuchten Kursen hier in eine Bloggalerie geladen.

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  • Alltag,  Technik,  Unterricht

    Retrospektive 2020/21

    Old habits die hard – vor allem bei den Altphilologen. Wir bleiben gerne bei Altbewährtem, halten an Traditionen fest und halten inne, wo andere einfach den Deckel druff machen wollen, um weiter zu machen. Dabei wäre ein bisschen Rückblick für dieses denkwürdige Schuljahr durchaus angebracht. So durcheinander war es noch nie – und wird es hoffentlich auch niemals mehr werden…

      • Alleine die verschiedenen Unterrichtsformen. Wir hatten alles: Präsenzunterricht, Wechselunterricht für die unteren Klassen bei Präsenzunterricht der Oberstufe. Distanzunterricht. Distanzunterricht mit Präsenzunterricht in der Oberstufe. Mal verpflichtend mit Maske für alle. Dann ohne Maskenpflicht. Mal mit regelmäßiger Testung im Unterricht alle zwei Tage. Dann mal alle drei. Für nächstes Jahr bekamen wir schon angekündigt, dass wir wieder mit Testpflicht und Maske beginnen werden. Anders als letztes Jahr nimmt man die Ankündigung allerdings mit einem Achselzucken hin. Hatten wir ja schon alles…
      • Die Klassen haben sämtliche dieser Phasen brav mitgemacht. Dieses Jahr war in den Distanzphasen deutlich mehr Zug drin, weil das Format nun einfach von den Lehrkräften vorausgesetzt wurde. Folglich sind die Lernrückstände auch nicht so vehement, wie wir befürchtet haben.  Zu den Brückenkursen haben sich jeweils nur eine Handvoll Schülerinnen und Schüler angemeldet. Viel mehr Nachholbedarf gibt es da im sozialen Gefüge der Klassen selbst. Meiner Sechsten fehlt insgesamt fast ein komplettes Jahr, in dem sie sich als Klassenverband wahrnehmen durfte. Folglich dürsteten sie nach der Rückkehr in den Präsenzunterricht nach Aufmerksamkeit. Ständig stand am Ende der Stunde ein Pulk von gut gelaunten Jungen und Mädchen draußen, die einfach nur reden wollten. Über die Schule, über Tests. Über die Klasse. Über sich. Insgesamt wirkten sie ganz zufrieden und nahmen dankbar jede Geste an, mit ihnen gemeinsam etwas zu unternehmen. Daher organisierten wir in Absprache mit der Schulleitung und unter höchsten Hygienebestimmungen einen Spontan-Aufenthalt in einem Schullandheim in der Umgebung. Oder einen Open-Air-Kinoabend im Schulhof. Die Kinder waren begeistert und einfach glücklich über das Stückchen Normalität, das ihnen diese kleinen Veranstaltungen zurückgegeben haben.
      • Das Thema Videounterricht ging dieses Jahr in eine neue Runde. Nach ersten Gehversuchen mit Jitsi und Zoom migrierte die komplette Schule zu Webex Teams und landete nach diversen Einzelausflügen zu Big Blue Button Anfang dieses Jahres zu MS Teams. Und allen Unkenrufen zum Thema Datenschutz zum Trotz: Von all den Plattformen lief die Microsoft-Variante mit Abstand am absolut verlässlichsten. Es gab keinerlei Probleme mit Mikrofonen oder Kameras, die Streams liefen immer stabil. Wenn es mal haperte, lag es jedes Mal an der Überbelastung des Netzwerkes bei den Familien zuhause, in dem sich parallel beide Geschwister und Elternteile in Videokonferenzen tummelten. Solche Stolpersteine kann Teams ebenso wenig lösen wie der Nachfolger, der ab nächsten Schuljahr zum Einsatz kommen soll. Das viel zitierte Vis-a-vid soll das große Manko des Datenschutzes endlich ausmerzen. Ob es aber die Verlässlichkeit des Vorgängers erreichen wird, bleibt abzuwarten. Für Schulen in München hat die Stadt daher die Lizenz für MS Teams noch einmal um ein Jahr verlängert, damit man sich vorsichtig mit Vis-a-vid vertraut machen kann. Denn ganz so intuitiv wie MS Teams ist das Programm nicht. Ich werde berichten.
      • Mebis – der Lebensretter

        Neben Teams war wohl dieses Jahr keine Plattform so wichtig für mich wie Mebis. Dabei sah es zu Beginn nicht wirklich danach aus: Bereits im letzten Schuljahr hatte Mebis ordentlich Prügel einstecken müssen. Als im Dezember dann die Schulen zum zweiten Mal geschlossen werden mussten, und die Plattform erneut zusammenbrach, wurde unser Kultusminister deutlich und in aller Schärfe angezählt. Die Drohung wirkte: Mit Januar 2021 lief Mebis wie ein Uhrwerk. Große Abstürze oder Wartezeiten gehörten der Vergangenheit an. Mit dem Vertrauen in die Plattform stieg bei mir auch wieder die Neugier am Entdecken. Und wieder mal zeigte sich, wie mächtig so eine Lernplattform in ihren Möglichkeiten ist – vorausgesetzt, man ist sich ihrer Möglichkeit bewusst. Die zahllosen Fortbildungen, die die ALP Dillingen jede Woche selbstlos anbot (großes Dankeschön an dieser Stelle für dieses riesige Angebot!), halfen dabei immer wieder aus und führten mit Sessions zu Bootstraps, Tests, Fragekataloge, Test-Bedingungen in Tiefen, derer ich mir vor einem Jahr nicht mal ansatzweise bewusst gewesen wäre.

      • Um von dem Wissen ein bisschen zurückzugeben, habe ich dieses Jahr meine ersten Schritte als Referent hinter mir. Neben den schulinternen Fortbildungen, die ich mit einer Handvoll Kolleginnen und Kollegen im Rahmen unseres Medienkonzeptes durchführe, habe ich dieses Jahr meine ersten außerschulischen Veranstaltungen als Moderator hinter mir. Und was soll ich sagen? Es war toll! Egal, ob eine kleine Session für die ALP in Dillingen, eine regionale Lehrerfortbildung für Oberbayern Ost oder ein massive Online-Seminar. Dank interessierter Teilnehmender und tollen Mitreferenten (Christian Mayr und Clemens Pfefferle) hat das Konzipieren wie auch die Durchführung riesigen Spaß gemacht. Und sogar noch Lust auf mehr. Zum Beispiel nächstes Schuljahr auf den Mebis-Tagen. Ich bin gespannt!
      • Das Thema Lehrergesundheit wird, wie ich buchstäblich am eigenen Leib erfahre, über die Jahre immer relevanter. Kleine Zipperlein, die man früher einfach so weggesteckt hat, dauern jetzt deutlich länger zum Genesen. Eine Erkältung dauert keine zehn Tage mehr. Ein kratziger Hals wächst sich wahrscheinlicher zu einem Schnupfen aus.  Und gelegentlich, wenn man nicht aufpasst, auch zu etwas Größerem: Anfang des Jahres führte eine nicht auskurierten Erkältung zu einem angegriffenen Gesichtsnerv, der mir für fast zwei Wochen die halbe Gesichtshälfte lahmlegte – an sich nur eine vorübergehende Beeinträchtigung, die nicht weh tut, aber die Aufregung beim Arzt, der mit stundenlangen Tests alles ausprobiert, um einen drohenden Schlaganfall auszuschließen, wünsche ich niemandem.  Aus dem Stress habe ich definitiv meine Lehren gezogen. Wenn ich krank bin, bin ich krank. End of Story.
      • In all dem Durcheinander gab es zumindest eine Konstante: Nämlich meine eigene Technik. Mein Setup hat sich in den letzten Jahren überhaupt nicht geändert. Nach wie vor arbeite ich mit der Kombination Samsung Tab S3 und Microsoft Wireless Display Adapter sehr gerne. Die Kombination ist bestimmt nicht mehr die modernste. Vor allem das Tablet könnte nach mittlerweile drei Jahren ausgetauscht werden – vor allem angesichts der einen oder anderen Ladehemmung, die das Gerät immer wieder zeigt. Aber so richtig durchringen konnte ich mich noch nicht. Was jetzt Ende des Jahres noch aufschlug, waren die Lehrerdienstgeräte, sodass sich jetzt auch noch ein Lenovo Yoga X 13 dazu gesellt hat. Wie ich das im Klassenzimmer einsetze, weiß ich noch nicht so recht. Ob es ein Tablet ersetzt, erst recht nicht, da mir das Handling im Unterricht echt noch Probleme bereitet. Für Handgriffe, die ich beim S3 in Windeseile erledigt habe, brauche ich beim Yoga oft das Dreifache an Zeit. Ob ich mich dafür noch einmal umtrainiere… Diese Frage werde ich mir erst nächstes Jahr beantworten.

    Es war ein wirklich langes Jahr. Vor allem gegen Ende ging mir schon sehr die Puste aus. Ein bisschen hat man das wohl auch am Blog gemerkt, als die Beiträge immer rarer wurden. Aber wenn in solchen Zeiten selbst das Bloggen eher als weitere BElastende Aufgabe denn eine ENTlastende, dann muss ich meine Prioritäten verlagern. Und genau das werde ich jetzt tun. Verlagern. Mich. Nämlich nach draußen. Erholt euch gut!

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  • Allgemeines,  Technik,  Unterricht

    Lockdown 3

    Es ist nicht zu fassen, aber nun beenden wir wirklich Woche fünf des Schullockdowns bei uns in Bayern. Man möchte ja glauben, dass sich die Zeit wie Kaugummi zieht, da jeder Tag dem anderen gleicht: Ohne Schulweg fehlt die räumliche Trennung zwischen Arbeit und Privatleben, die in unserer Profession ohnehin als schwierig gilt, vollends. Der Blick aus dem heimischen Arbeitszimmer ist mein Fenster in die Winterwelt da draußen. Hübsch anzusehen ja. Aber ich sehe sie tagtäglich und rund um die Uhr.

    Der Münchner Westpark im (F)lockdown 2021

    Ein bisschen Abwechslung kommt sporadisch im Schulhaus auf, in das ich mich einmal in der Woche begebe, um als Systembetreuer nach dem Rechten zu sehen. Aber viel ist da auch nicht los. Zwar ist die Oberstufe zur Hälfte wieder vor Ort, doch so richtig belebt wird ein Schulhaus durch eine Handvoll Menschen nicht wirklich. Fast gespenstisch liegen die Gänge in der Frühe teilweise unbeleuchtet da (Bewegungsmelder an der Beleuchtung schieben dieser Tage eine echt ruhige Kugel). Einmal in der Minute klickt irgendwo auf dem Gang ein Uhrenzeiger vor sich hin. Irgendwo rauscht die Januarluft in ein versehentlich offen gelassenes Fenster. Mehr ist nicht. Aber langweilig wird es nie. Dafür haben wir gar keine Zeit. Wie in einem Schnellzug rauschen die Tage an uns vorüber. Es gibt so viel zu tun. Mit der Öffnung für die Oberstufe sind einige von uns gezwungen einen Teil ihres Unterrichts vor Ort in der Schule, den anderen zu Hause vor dem Rechner zu abzuhalten. Um das ständige Hin und Herpendeln zu minimieren, habe ich in der Schule mehrere Klassenzimmer online-fähig für Videounterricht gemacht. Doch der Mensch ist ein Gewohnheitstier, und der Computer zu Hause fühlt sich schlichtweg vertrauter an als irgendein Klassenzimmer-Laptop, an dem jeder seine Finger hat. Eine gewisse Skepsis gegenüber der Schultechnik bleibt bestehen. Ich kann’s aber verstehen, liegt es doch zu einem Teil auch an der seltsamen Gesamtsituation, in der einfach ein großes Maß Unsicherheit im Ganzen herrscht

    Quo vadimus?

    Quelle: muenchen.de

    Nächste Woche sollte die zweite Jahreshälfte losgehen – eingeleitet wie immer durch die Faschingsferien, die uns in einer Pressekonferenz Anfang Januar gestrichen wurden. Begründet wurde der Ausfall mit dem Hinweis auf die entstehenden Lücken im Lehrplan, die durch den Lockdown verursacht sind. Daher sollen in dieser zusätzlich geschaffenen Arbeitswoche im Präsenzunterricht die Inhalte nachgeholt werden, die aufgrund des weitreichenden Unterrichtausfalles nicht zu schaffen waren. Das war der Plan. Jetzt sind fünf Wochen vergangen, und Präsenzunterricht nächste Woche wird definitiv nicht passieren. München weist aktuell zwar einen erfreulichen Inzidenz-Wert von unter 50 auf. Dieser positive Trend gilt aber definitiv nicht für ganz Bayern. Auch das Aufholen von Unterricht dürfte in meinen Klassen schwer werden. Denn es gibt nichts zum Nachholen. In sämtlichen Klassen haben wir es hinbekommen, unser Tempo zu halten. Es wird regelmäßig geübt, gelernt, wiederholt. Die Schüler laden ihre Arbeiten bei Mebis hoch, die ich ihnen korrigiere und zurückschicke. Es läuft einfach. Was mache ich also jetzt nächste Woche? Darf ich meine Klassen in die Ferien schicken, weil sie aktuell auf dem Stand sind, auf dem sie sein sollten? Eine tatsächliche Antwort steht noch aus. Stattdessen kam aus dem Kultusministerium am Dienstag ein Schreiben, das die Lehrer auffordert, weiterhin flexibel zu bleiben. Mit einer tatsächlichen Entscheidung wird man wohl bis Freitag warten müssen – zwei Tage, bevor es losgeht. Es bleibt also spannend.

    Die kleinen Helden

    Die Kinder selbst sind nach wie vor im Unterricht mit Feuereifer dabei. So langsam stellen sich aber echte Ermüdungserscheinungen ein. Regelmäßig bekomme ich als Klassleiter von den Eltern zu hören, dass die Kinder vom ständigen Starren auf dem Bildschirm schlichtweg groggy werden und für den restlichen Tag zu nichts mehr zu gebrauchen sind. Des Weiteren kommt über die Wochen immer mehr und mehr der Wunsch nach Feedback der Kinder herein. Hier spielt mebis immer mehr seine Stärken aus. Da ich jede Stunde eine kleine Übung über h5p oder als große Feuerprobe einen mebis-Test mit Zeitrahmen erstelle (muharhar), können die Eltern, die Kinder und ich ganz bequem einsehen, welche Aufgaben erledigt sind und welche noch nicht; bei welchen eventuell etwas nachgebessert werden soll,  und welcher Stoff sitzt. In dieser Hinsicht geht einem Distanzunterricht, der rein über Vidoeunterricht läuft, dann doch spürbar die Luft aus. So wie bei uns allen. Ganz erstaunlich, wenn man bedenkt, dass in diesen Wochen ja angeblich nur ein bisschen Schule stattgefunden hat…

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    4.5
  • Technik,  Unterricht

    Mebis-erl was geht immer – Folge 4: Der Mebis-Test

    Für mich persönlich war in der Lernplattform von Mebis der Test immer der finale Endgegner. Ich wusste seit Jahren, dass diese Aktivität existiert, bin immer neugierig drum herumgeschlichen, habe dann aber nach den ersten Klicks immer entnervt aufgegeben. Höhepunkt der Frustration war ein kleiner Lesetest, den ich letztes Jahr für meine Oberstufe in Englisch zu The Great Gatsby machen wollte. Nichts Großes: Ein paar Fragen nach dem multiple choice-Muster, ein paar Kurzantworten, hier und da etwas einsetzen, verschieben, ein bisschen selbständiges Zusammenfassen und Argumentieren und am Ende ein vordefiniertes Feedback. Einfach etwas Abwechslung und selbstbestimmtes Lernen für die Stunde erstellen. Nix war’s. Insgesamt hatte ich für die Phase im Unterricht nicht mehr als 15 Minuten veranschlagt. Bis die fünf windigen Fragen in einem Mebis-Test verwurstet waren, waren zweieinhalb Stunden vergangen. Ich kam mit dem Format einfach nicht zurecht. Nicht nur das Erstellen der Aufgabentypen war deutlich fordernder als bei H5P, das ich bis dato kannte. Allein das Erstellen eines Testrahmens und dessen Wiederauffinden, um ihn zu verfeinern, stellte mich vor einige Probleme.

    Aber nun – 2 Jahre und einige Mebis Tutorials später – habe ich jetzt meinen Endgegner bezwungen. Ich kann Mebis-Tests! Und damit auch ihr etwas davon habt, möchte ich meine Erkenntnisse gerne der Nachwelt hinterlassen. Nämlich in Form einer kleinen Videoreihe. Häppchenchenweise.

    Den Anfang macht ein kurzes Video über die Basis eines jeden Mebis-Tests: Das Erstellen eines Testrahmens -die Starters Edition. Die Profi-Variante folge zu entsprechender Zeit.

    Das Erstellen eines Testrahmens

    Dieses Video ansehen auf YouTube.
    Die Verbindung zu YouTube wird erst bei einem Klick auf den Screenshot hergestellt.

    Fragetypus „Freitextfrage“

    Freitextfrage
    Kurzantwort
    Numerisch
    Wahr-/Falsch
    Multiple Choice
    Lückentext
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    0
  • Alltag,  Technik,  Unterricht

    Mebis reborn?

    Runde 2 im Lockdown am Ende der Weihnachtsferien. Was hat sich nicht alles über die Weihnachtsferien an Spannung aufgebaut, wie es 2021 weitergehen soll. Das Ferienende? Ungewiss. Ebenso das Modell, mit dem wir 2021 starten. Hybridunterricht? Geteilte Klassen? Distanz? Dann das Technikdilemma: Mebis war bereits vor Weihnachten mehrmals zusammengebrochen. Unser Kultusminister daraufhin durch die Presse abgewatscht und angezählt worden. Es wurde viel versprochen, um die Plattform für 2021 flott zu bekommen (bzw. „zu ertüchtigen“, wie es im O-Ton hieß, was fast schon nach einer lebenserhaltenden Maßnahme klingt). Dann kurz vor Ferienende eine Pressekonferenz unmittelbar vor Schulbeginn, die alles regeln sollte. Das Konzept : Schulen bleiben zu bis Ende Januar zu. Mebis wird ausgebaut, im selben Atemzug jedoch mit einem bayernweiten Schichtplan bedacht, nach dem sich Schulen dort sukzessive über den Tag dort anmelden sollen. Als wäre das nicht schon ernüchternd genug, werden noch zusätzlich alternative Formate angepriesen, die sich statt Mebis nutzen lassen (sogar das viel gescholtene Zoom fällt in diesen Minuten!). Im ersten Moment klang das nicht wirklich so, als sei das Versprechen, Mebis nach den Ferien für den Ansturm der Anmeldungen adäquat zu rüsten nicht einzuhalten gewesen… Sehr schade.

    Und nu?

    Fehlermeldungen kennen- und lieben lernen….

    Und und dann war er da, der erste Schultag. Und ein Großteil der Leute hat vermutlich mit allem gerechnet. Aber nicht, dass die stabilste Plattform in diesen Tagen tatsächlich Mebis ist. Ausgerechnet die Plattform, die über die Wochen so viel Prügel hat einstecken müssen. Sie läuft. Von einem kleinen Aussetzer gegen Mittag abgesehen. Aber man kann damit arbeiten. Sogar richtig flott. Microsoft Teams hingegen geht in diesen Tagen zu gewissen Peakzeiten deutlich in die Knie. Präsentationen funktionieren oft nur zeitverzögert mit bis zu 10 Sekunden Latenz, Schüler fliegen vereinzelt bei großen Konferenzen einfach aus den Meetings oder können aufgrund eines zu langsamen Netzwerkes zuhause gar nicht beitreten (wenn nebenher beide Elternteile im Home Office arbeiten, kein Wunder). Gemeinsam beschreibbare Word-Dokumente lassen sich nicht öffnen. Das in Teams integrierte Onenote generiert gerne mal nicht mehr als eine Fehlermeldung. Zwar nur ab und an, aber die eierlegende Wollmilchsau ist Microsoft Teams definitiv nicht. Zudem kristallisiert sich bereits nach zwei Tagen bei den Klassen eine gewisse Müdigkeit heraus. Aufgrund der Video-Konferenz-Euphorie, die seit Ende letzten Jahres ausgebrochen ist, wird der Stoff jetzt fast ausschließlich in diesem Format vermittelt. Folglich sitzen manche Klassen teilweise fast bis zu fünf Stunden am Stück in Videokonferenzen. Das schlaucht ungemein. Deswegen habe ich mir angewöhnt einen ausgewogenen Mix aus Teams und Mebis zu erstellen. Das Erklären und Einüben von Grammatik-Phänomenen erledige ich mit einer regulären Videokonferenz, das Übersetzen vom Lektionstext wird teilweise auf die Lernplattform verlagert und mit diversen interaktiven Übungen verfeinert, was Teams gar nicht leisten kann (Warum auch? Dafür ist die Plattform ja auch vorrangig nicht konzipiert). Auf diese Weise kann jeder ein bisschen seinem Lerntempo gemäß arbeiten und so viel Zeit in die Aufgaben investieren, wie er es selber für nötig hält oder hat.
    Ich merke zunehmend, dass mir Mebis mehr und mehr gefällt. Ja, es hat quirks und Fehler. Hier und da wirkt die eine oder andere Aktivität im Design oder Konzept etwas altbacken (Ein Forum im Jahre 2021? Puh…). So altbacken, dass der Kultusminister selbst von nicht zukunftsfähig redet. Aber ist Videounterricht tatsächlich die Zukunft, wie es gerne in den Medien suggeriert wird? Bildet er eigentlich nicht nur genau denselben Unterricht ab, den wir schon analog gewohnt sind? Ist das zukunftsträchtig? Nein. Das ist bequem. Nichts anderes. Da bietet Mebis einfach etwas anderes. Nämlich eine gewisse Flexibilität, die mir kein anderes Gesamtpaket in der Form bieten kann. Und mit ein paar PS mehr unter der Haube ist da richtig viel möglich.

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  • Technik,  Unterricht

    Mebis-serl was geht immer: Folge 3: Das Ein-Themen-Format

    Im Zuge der Pandemie in 2020 sind in Mebis Klassen-Kurse, die nach unterschiedlichen Fächern gestaffelt sind, immer beliebter geworden. Über ein ganzes Jahr verteilt kann es dann allerdings doch etwas quetschig und unübersichtlich werden. Nur gut, dass es für diesen Fall das Ein-Themen-Format gibt, mit dem sich Ordnung in das Durcheinander bringen lassen kann. Und mit dem neuen Update stehen dort Features zur Verfügung, die man bis dato nur mit ein bisschen Trickserei erstellen konnte. Oder durch Anfrage bei dem Mebis-Gurus Anne Katrhin Weiss und Stefan Hanauska.

    Unterordnen von Tabs

    Tabs lassen sich recht einfach bereits bestehenden unterordnen, damit sich so Unterkategorien erstellen lassen. Um das zu erreichen, legt man wie immer einen neuen Tab mit Hilfe des Plus-Zeichen an. Diese sind zu Beginn wie üblich auf derselben Ebene wie die restlichen angeordnet.

    „Abschnitt 7“ als regulärer Tab

    Um diese nun eine Ebene nach unten zu verlegen, wählt man beim neuen Tab nun unter Bearbeiten > Abschnitt bearbeiten die Option Tab auf untergeordneter Ebene. Damit wird dieser Tab dem letzten untergeordnet und erscheint nun innerhalb des letzten übergeordneten Tabs (in unserem Fall innerhalb des Tabs Links und Ressourcen).

    „Abschnitt 7“ ist nun mit anderen Tabs dem Menü „Links und Ressourcen“ übergeordnet

    Da innerhalb von Links und Ressourcen schon Material eingestellt war, wird dieses in ein automatisch angelegtes Untermenü verfrachtet, das standardmäßig mit Index benannt und als Startseite markiert ist. (Die neu angelegten untergeordneten Tabs finden wir direkt daneben). Möchte man ersteren umbenennen, gibt man in den Einstellungen im Feld Name des ersten Tabs auf untergeordneter Ebene ein einfach einen neuen Namen ein et voilà. Das war’s. Unseren neuen Tab (Abschnitt 7) können wir auf die übliche Art umbenennen (Bearbeiten > Abschnitt bearbeiten > Name des Abschnitts > Häkchen setzen bei Angepasst > Umbenennen)

    Farben in Tabs

    Zusätzlich lässt sich mit der Verwendung unterschiedlicher Farben Ordnung in die Menüs bringen. Hierfür stehen unter Bearbeiten > Abschnitt bearbeiten diverse Möglichkeiten zur Verfügung. Mit Schriftfarbe und Hintergrundfarbe kann man beispielsweise den gewählten Tab optisch komplett neu definieren. In beide Felder lassen sich hierfür Farben in Hexadezimal, RGB oder sogar in englischem Wortlaut eintragen, die anschließend übernommen werden. Wer nicht weiß, in welcher Code seiner Lieblingsfarbe entspricht, hat im Netz unzählige Möglichkeiten, das herauszufinden. Ich persönlich schaue immer beim Google Color Picker vorbei, der die gewählte Farbe sowohl in Hexadezimal als auch in RGB ausgibt.

    Der Google Color Picker stellt ausgewählte Farben im Hexadezimal (#)- und RGB-Code dar (siehe links). Die Werte lassen sich problemlos in Mebis in „Schriftfarbe“ und „Hintergrundfarbe“ kopieren.

    Wer lediglich eine kräftige Grundfarbe braucht, kann die Farben auch einfach auf Englisch definieren. In unserem Beispiel machen wir aus unserem Home-Tab eine Schaltfläche in den Münchner Stadtfarben gelb und schwarz. Soviel Lokalkolorit muss sein!

    Münchner Kindl-Look 🙂

    Andere Schriftart

    Mit der Schaltfläche CSS-Anpassung ließen sich sogar die Schrift des Tabs selbst definieren. Eine kleine Auswahl an möglichen Befehlen findet sich hier.

    In den Beispielen wurde der Tab entsprechend der Beispiele auf der Homepage von KA-Mediendesign jeweils mit veränderter Schriftgröße und Farbe einmal in Kapitälchen und einmal in Kursiv verändert. Geht echt fix!

    Tab in Kapitälchen und Arial
    Tab in Arial und Kursiv
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    4.5
  • Alltag,  Technik,  Unterricht

    Wieder zu?

    Heißt das jetzt, wir gehen sofort auf Distanzunterricht und die bisherige Planung ist wieder komplett hinfällig?

    Um die Frage vom letzten Artikel zu beantworten: Ja, das war sie. Kurz eine halbe Stunde später erhielten wir die Nachricht, dass es keine geteilten Klassen gibt. Stattdessen werden alle Jahrgangsstufen ab 8 in Distanzunterricht geschickt. Alles darunter geht weiter in die Schule. Also alles in die Tonne: Gruppeneinteilung der Klassen, neue Präsenzpläne, Unterrichtsvorbereitung. Weg. Dafür alles auf Videokonferenz und Mebis umstellen. Ärmel hochkrempeln. Nochmal von vorn…

    Der Mittwoch geht – wie erwartet – turbulent los. Und frustrierend. Die Lernplattform Mebis begrüßte leider mit dem screen of horror.

    Ging ja gut los…

    Zum Glück hat sich das Problem nach einer knappen Stunde verdünnisiert. Aber die hämischen Kommentare blieben. Und die Verunsicherung. Immerhin hat sich das Kollegium über Monate in Fortbildungen über MS Teams und Mebis weitergebildet. Dass ersteres gleich zur ersten Stunde ausfiel, war… nun ja.. unvorteilhaft. Ich tat mein Bestes, um zu beschwichtigen – und begann für das Streaming aus dem Klassenzimmer weitere Räume einzurichten. Unsere Dokumentenkameras haben das drauf, müssen aber über Patches und diverse Kabel dafür vorbereitet werden. Die Inbetriebnahme über Teams habe ich mit einer Kollegin in einem kleinen Video dokumentiert, geschnitten und in unser Teams-Lehrerzimmer geladen – zusammen mit einem Belegungsplan, den die Leute von ihrem Rechner jeweils beschreiben können. Das Angebot kommt gut an – und läuft wie am Schnürchen. Die Kollegen streamen, was das Zeug hält und sind begeistert, dass das tatsächlich von der Schule aus möglich ist. Auch der Umgang mit Teams geht den meisten prima und fast selbstverständlich von der Hand. Hier zahlen sich die Fortbildungen von Christian Mayr aus. Auch die Schüler gehen mit dem Medium völlig routinert um: Beherrschen die Videokonferenz-Netiquette, arbeiten kollaborativ an erstellten Dokumenten, organisieren sich selbständig in Escape Rooms, präsentieren ihre Ergebnisse per Screen-Sharing-Funktion. Es ist eine wahre Freude. Es läuft croeinfach. Während draußen wieder das Chaos ausbricht. Drei Termine schweben mittlerweile als Ferienbeginn durch die Medien. Wann sind die Schulen zu? Retten wir uns in den 18.12., wie ursprünglich ausgemacht? Oder wird es der 16., wie die Kanzlerin in einer emotionalen Rede im Bundestag angedeutet hat? Oder kommt es zum Scenario von Dr. Söder, der die Schulen am liebsten gleich ab Montag zumachen will? Wie es ausgeht, wissen wir zu Beginn des Wochenendes nicht. Ich habe mich heute prophylaktisch von meiner Klasse verabschiedet und ihr ein schönes Wochenende respektive schöne Ferien gewünscht. Weiß der Geier, was passiert. Warum sollte dieses Jahr auch regulär zu einem Ende kommen?

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  • Allgemeines,  Alltag,  Technik,  Unterricht

    Corona-Wochen 3-7

    Am Anfang dachte ich noch, ich könnte das Corona-Schuljahr – wie man es mittlerweile ja nennt – hier regelmäßig im wöchentlichen Rhythmus festhalten. Aber die Ereignisse nehmen so an Fahrt auf, dass man überhaupt nicht mehr richtig mit dem Verarbeiten hinterher kommt:
    Mittlerweile ist München trotz aller allgemeinen Anstrengungen auf einem Inzidenzwert von knapp über 72 (Stand 19.10) angelangt. Während Landkreise um uns rum bei ähnlichen Werten schon längst auf geteilte Klassen setzen (siehe beim Kollegen Herrn Rau), arbeiten wir nach wie in voller Klassenbesetzung. Mund-Nasenschutz müssen alle Mitglieder der Schulgemeinde zu jeder Zeit tragen (Pausenhof, Klassenzimmer, Lehrerzimmer, Gänge etc.). Immer noch. Seit mittlerweile sieben Wochen. Durch regelmäßiges Stoßlüften, für das uns der Guardian in den UK (augenzwinkernd ?) Respekt zollt, versuchen wir, dem Infektionsrisiko Einhalt zu gebieten. In der goldenen Oktobersonne ist das noch ganz nett, aber warten wir mal ab, wenn der November mit Dauerregen losschlägt und in der Oberstufe 90 Minuten lang Klausuren geschrieben werden müssen – im Zwiebellook und Dekcen auf dem Beinen. Aber no more of that. Wir können es nicht ändern – ganz im Gegensatz zu unserem Mindset.

    Bild von https://www.muenchen.de

    Das gefällt mir nämlich in diesem Jahr deutlich besser als im letzten, wo man vielleicht doch ein bisschen zu lange vorsichtig darauf gewartet hat, dass der Sturm vorbei zieht. Dieses Jahr machen wir Nägel mit Köpfen: Microsoft Teams ist aufgesetzt und mit einem Großteil der Klassen schon einmal durchgetestet worden. Die Stadt München ist regelmäßig mit uns in Verbindung und schickt uns zuverlässig für unsere Bedürfnisse die entsprechende Technik wie USB-Kameras und Headsets, die ich als Systembetreuer mit flinken Händen an die entsprechenden Kollegen weitergebe. Leih-iPads trudeln ein und werden an Familien ohne entsprechende Geräte schon einmal vorsichtshalber mit Hilfe eines Leihvertrages weitergegeben. Elternabende und Plenumsdiskussionen für Klassen und die Oberstufe werden online abgehalten. Im Kollegium bildet man sich online fort und opfert freiwillig die knapp gewordene Freizeit am Nachmittag oder Abend. Manche Kolleg*innen machen das pro Woche 2-3. Zu mebis, zu MS Teams, zu kollaborativem Arbeiten, zu H5P (zum Beispiel auch in meiner ersten eigenen Fortbildung, die ich mit Christian Mayr abhalten durfte). Es sind alles kleine Handgriffe, die man außerhalb der Schulfamilie vielleicht nicht sieht. Aber sie greifen wie winzige Zahnräder ineinander. Langsam und immer mehr. Hoffen wir nur, dass unsere Maschinerie auf kleinen Hebeln und Rädchen auch dem Sturm standhält, wenn er loslegt. Denn er wird kommen. Früher oder später wird er kommen. Es geht gerade erst los.

    Passt auf euch auf!

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  • Allgemeines,  Buch,  Pädagogik,  Technik,  Unterricht

    Sommerferien 0.5

    Summer moves on in Bavaria. Mit dieser Woche begeht Bayern seine letzte Woche der Corona-Sommerferien. Was waren das nur für Tage! Entgegen sämtlicher Prognosen hatte Oberbayern fulminantes Bombenwetter. Tagelange Schönwetterperioden, milde Nächte, ab und an ein erfrischendes Regengewitter. Freunde treffen, Grillen, Baden in Starnberg, Wörthsee, Pilsensee und der Isar. Dazu gutes Essen und stundenlanges Radeln durch die Münchner Innenstadt auf der Suche nach einem neuen, bis lang ungekannten Biergarten haben einen fast vergessen lassen, was das für ein abgefahrenes Schuljahr war.

    Bavarian Chilling am See

    Fast. Denn so richtig abschalten ging irgendwie nicht. Das ständige Ausfüllen von Registrierungen in den Lokalen wies immer wieder auf den Ausnahmezustand hin. Ebenso wie der ausgefallene Urlaub in Griechenland, oder der gehörige Sicherheitsabstand, mit dem die meisten diszipliniert an den Seen lagen. Ganz im Gegensatz dazu die ärgerlichen Versammlungen in der Münchner Innenstadt, wo sich allabendlich Tausende von Feierwütigen sammelten und auf dem winzigen Gärtnerplatz drängelten. Das Ergebnis waren erhöhte Infektionszahlen in der Weltstadt mit Herz, die als Konsequenz jetzt trocken gelegt wird. Ab letzter Woche ist der Alkoholausschank ab 21 Uhr verboten, damit die Leute nüchtern weniger leichtsinnig sind. Ob die Taktik erfolgreich ist, muss sich zeigen. Man muss ja nicht betrunken sein, um unvernünftig zu sein, wie wir gerade erst am Wochenende in Berlin gesehen haben.
    In der Woche, in der die bayerische Regierung nun eine Erklärung geben will, wie das nächste Schuljahr ablaufen wird, liest man derartige Negativschlagzeilen sehr ungern: Denn auch zehn Tage vor Beginn des neuen Schuljahres wissen die Schulen immer noch nicht, wie 2020/21 ablaufen wird. Eins aber ist klar: Je mehr die Zahlen nach oben schießen, desto realistischer werden Einschränkungen, die uns letztes Jahr so den Nerv geraubt haben. Als Schule haben wir versucht, uns in den Sommerferien für alle Eventualitäten zu wappnen: Microsoft Teams steht als Ersatzprodukt für Webex Teams in den Startlöchern. Leih-Tablets sind beschafft. Einen weiteren iPad-Koffer habe ich über die Ferien mit einer Kollegin zusammen mit zusätzlichen Geräten bestückt und vorkonfiguriert.

    Lektorieren – Yay!

    Für die Schüler*innen haben wir im Teamwork bei Mebis einen Minikurs erstellt, der die Schüler systematisch an die einzelnen Grundfunktionen heranführt und so auch die Mebis-Neulinge auf Spur bringt. Nebenbei sind die Kollegen angehalten, über die Sommerferien vom Online-Fortbildungsprogramm Gebrauch zu machen und sich zum Thema Digitaler Unterricht ein bisschen auf den neuesten Stadt zu bringen. Dazu habe ich mir auch noch die Mitarbeit an einem Schulbuch aufgehalst, die mich täglich doch einige Stunden gekostet haben.
    So führte das alles dazu, dass sich die Sommerferien 2020 genauso halbgar bei mir angefühlt haben wie es das Schuljahr hatte. Aber wir machen das Beste draus. Ich freu mich auf das Schuljahr – egal, wie es aussehen wird.

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    Mebis-serl was geht immer: Folge 2: Das Mebis-Grid-Layout unter der Lupe

    Wer in den Sommerferien in Vorfreude aufs neue Schuljahr mal kurz in Mebis geblinzelt hat, dürfte etwas erstaunt gewesen sein. Für viele völlig unbemerkt, hat das Mebis-Team über die Sommerferien am 18. August ein großes Update eingespielt, das auf Moodle 3.9 basiert. Ein großes Update, das sich sehen lassen kann. Und das meine ich wörtlich. Das neue Layout ist eine Augenweide. Ich persönlich war ganz besonders darüber erstaunt, dass jetzt auch viele Optionen, die noch in der alten Version zwar anwählbar, aber oftmals ohne Funktion waren, nun endlich Verwendung finden. Nirgendwo habe ich das mehr gemerkt als im Gridlayout, mit dem man jeden Standardkurs optisch richtig auffrisieren kann.

    Aktivieren des Grid-Designs

    Aktivieren lässt es sich wie immer unter den Kurseinstellungen. Ein Klick und das war’s.

    Das Grid-Format lässt sich unten links auswählen. Alle weiteren Optionen zu den Kacheln finden sich unter „Kursformat“ oben rechts.

    Den Rest macht Mebis automatisch: Jeder der Themen-Abschnitte präsentiert ab jetzt als Kachel, die auf Mausklick alle darin vereinigten Aktivitäten freigibt. Aber es sind vor allem die Kacheln selbst, die sich mit zahllosen Optionen anpassen lassen. Nur sind das für den Anfänger vielleicht ein paar zu viele. Das habe auch ich beim erstmaligen Nutzen gemerkt und echt eine gewisse Zeit gebraucht, um die verschiedenen Optionen finden und verstehen zu können. Meine gesammelten Erkenntnisse hoffe ich euch heute mal ein bisschen zur Nachahmung an die Hand geben zu können. Vielleicht hilft es dem einen oder anderen ja.

    Elemente einer Kachel

    Schauen wir uns dafür mal eine Kachel und die dazugehörigen Elemente einmal im Großformat an, die sich jeweils unter den Kurseinstellungen  Dazu habe ich in einer Kachel meines Oberstufenkurses mal sämtliche Elemente hinzugeschaltet. Mit einem Klick darauf lassen sich sämtliche Optionen mitsamt Erklärung einblenden, die Mebis für das jeweilige Element unter der Rubrik „Kursformat“ anbietet. Bitte nicht erschrecken. Die krasse Farbwahl ist nur gewählt, um die einzelnen Elemente voneinander abzuheben.

    Die Farben der einzelnen Elemente werden aus folgenden Farbdefinitionen unter „Kursformat“ gespeist:

    Ein paar ganz besondere Optionen bieten sich noch gegen Ende:

    • Bildmitteilung für neue Aktivität: Sollte im jeweiligen Themengebiet eine neue Aktivität eingestellt sein, lässtsich mit einem ja in dieser Option ein entsprechendes Label in Erscheinung bringen, das von neuen großartigen Dingen im Thema kündet.
    • Nicht Verfügbares ausgrauen: Ist ein Thema über die Einstellungen als unsichtbar markiert, kann es bleibt es
      Ein Schleier legt sich über ausgegraute Boxen

      den Schülern entweder komplett verborgen (hierbei bitte im Kursformat ganz oben unter Verborgene Abschnitte die Option vollständig unsichtbar auswählen) oder es kann ausgegraut angezeigt werden. In diesem Fall mit ja bestätigen und sich darauf freuen, der jeweiligen Klasse mit dieser Option ein paar Teaser vor die Füße zu werfen.

    Beispiele von Kacheln

    Mit diesen Optionen lässt sich einiges anstellen. Daher habe ich meiner Kachel exemplarisch mal ein paar verschiedene Designs verpasst, um davon einen Eindruck zu geben.

    Man sieht, die Anzahl der Optionen ist riesig. Aber wenn man weiß, welche Option wofür steht, lassen sich ein paar wirklich schicke Sachen verwirklichen. Für alles weitere in dieser Hinsicht empfehle ich auch noch einmal ganz ausdrücklich das tolle Mebis-Video von Marc A. Hennekes , das noch ein paar Bewegtbilder zu dem Thema kommentiert.

    Dieses Video ansehen auf YouTube.
    Die Verbindung zu YouTube wird erst bei einem Klick auf den Screenshot hergestellt.

     

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