Nach einer kleinen Odyssee (danke, DHL!) erreichte mich ein Monat nach Bestellung nun zum dritten Mal in Folge die EDU-Version vom guten Plan. Da hat sich dieses Mal ganz schön was geändert, womit ich persönlich so gar nicht gerechnet hatte. Das gute Stück war bis auf ein paar Mankos wirklich perfekt für mich und für meine Arbeitsorganisation ein echter Erfolg. Aber eins nach dem anderen.
Das (nicht mehr ganz so schöne) Äußere
Anders als in den Vorjahren ist das Design dieses Mal ein bisschen schlanker. Das handschmeichelnde Hardcover aus leider sehr fleckenanfälligem Leinen ist mittlerweile einem Softcover gewichen, das leider nicht mehr so gut in der Hand liegt wie das bisherige. Das betrifft auch ein bisschen das Innenleben. Die erste Doppelseite des Planers war mit dem schwarzen Reliefpapier ein echter Handschmeichler. Ich kann gar nicht zählen, wie häufig ich unbewusst immer wieder darüber gestrichen habe. Das ist jetzt alles mausgrau und aalglatt. Aber natürlich wie immer alles hervorragend verarbeitet. Woran sich designtechnisch allerdings die meisten stören, stößt auch mir bitter auf: Nämlich der Sinnspruch direkt auf dem Cover. Gefällt mir überhaupt nicht – sowohl in Font als auch in Bedeutung.
Come on…
Ich weiß, er zielt ganz und gar auf Achtsamkeit, aber suggeriert unbewusst, dass der Besitzer des guten Plans nicht so recht weiß, was er da tut. Das hätte ich gerne im nächsten Schuljahr gerne einfach weg. Für dieses Jahr überklebe ich das besser – zum Beispiel mit einem Sinnspruch aus dem Demotivationskalender von Zero Potential.
Rechts der Gute Plan von letztem Schuljahr – links das Update für 2026/27
Das Innenleben
Am Innenleben hat sich indes kaum etwas geändert – bis auf die tollen Aufkleber, die dieses Mal einfach wegrationiert wurden (😮). Schade! Die bekannte Drei-Teilung in Achtsamkeitsteil – Terminkalender – Listen ist dafür geblieben. In Ersterem finden sich über weite Strecken dieselben Achtsamkeitsübungen wie in den Vorjahren – was ich keineswegs für ein Manko halte. So kann man über die Jahre wunderbar einsehen, was sich in dieser Hinsicht getan hat. Bin ich zu Beginn dieses Schuljahres gestresster als noch vor zwei Jahren? Wie hoch ist jetzt mein Glücksindex im Vergleich zu vor 12 Monaten? Diese Stringenz hilft mir persönlich ganz wunderbar, mich weiter zu organisieren. Oder die Zügel auch mal locker zu lassen.
Was leider immer noch fehlt, sind in den Planer gebundene Seiten für Klassennoten. Die gibt es wie immer zum Download, aber die muss man wieder extra irgendwo einkleben. Genau wie letztes Jahr habe ich dafür durchsichtige Klebehüllen in Dreiecksform in den Einband ans Ende geklebt. Das hat schon letztes Jahr gut geklappt. Aber trotzdem: in einem EDU-Kalender für Lehrkräfte sowas nicht zu integrieren, ich echt schwach. Natürlich kann man argumentieren, dass die EDU-Version auch für Dozenten, Studierende oder Schülerinnen und Schüler geeignet sein soll. Aber auch diese Gruppen könnten derartige Vorlagen für ihre Zwecke nutzen… oder ignorieren.
So ist man gezwungen, Notenlisten separat in loser Blattform zu führen. Sollten die mal verloren gehen, ist datenschutztechnisch die Hölle los.
Tipps für Schnickschnack
Zur zusätzlichen Aufhübschung kann ich auch wieder mal den Drehgriffel von Leuchtturm 1917 und einen dazugehörigen Pen Loop empfehlen. Die passen farblich immer wunderbar zu dem Planer und sind jedes Mal aufs Neue ein haptisches Erlebnis. Man muss sich ja auch irgendwie zur analogen Entschleunigung motivieren.
Mit den Utensilien von Leuchtturm 1917 kann man den guten Plan noch ein bisschen aufhübschen
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Sodale, jetzt neigt sich die Abiturkorrektur so langsam dem Ende zu. Bei mir gab es heute nochmal die mündlichen Prüfungen in Englisch oben drauf, die allesamt ganz ordentlich gelaufen sind. Dennoch: Wenn man sich die Abiture der G8-Jahrgänge anschaut, fallen doch ein paar Unterschiede auf:
Die Organisation ist noch einmal deutlich komplexer geworden. Und wenn man auch noch externe Bewerber und Personen mit Zeitzuschlag hinzufügt, stehen die Kollegien und Raumplaner bei einer kompakten Schule schon vor ganz schönen Problemen, die es zu lösen gilt.
Die neuen Aufgabenformen stiften eher Unruhe und Konfusion als dass sie neue Kompetenzen abprüfen. Diese cartoon-based composition war vollmundig als etwas umfassend Neues und Kompetenzorientiertes angepriesen worden. Dieser etwas uninspirierte Mix aus Cartoon-Analyse und Mediation geht aber nicht so ganz auf. Auch dass es am ISB jeweils nur eine illustrierende Prüfungsaufgabe pro Leistungsniveau gab, half bei der Vorbereitung nicht wirklich. So wurschtelte man sich als Kursleitung nach bestem Wissen und Gewissen durch – und bog bei der Bewertung alles so gut es ging zu einem glücklichen Ende. Offensichtlich war das auch dem Ministerium so rückgemeldet worden. Denn die ach so neue Aufgabenform war nirgendwo in den Abituraufgaben zu finden.
Es ist schier unmöglich, im schriftlichen Abitur eine bodenlos schlechte Note zu bekommen. Das Hörverstehen zählt ganze 20% der Gesamtnote! Das heißt faktisch kommt auch jemand, der in den Schreibaufgaben im Schnitt irgendwo bei vier Punkten rumkrebst, mit einer einigermaßen passablen Listening Comprehension auf 7-8 Punkte. Eine solide Drei. Das ist schon Wahnsinn.
Die Schülerschaft wirkte dieses Jahr etwas irritiert und unsicher auf mich. Die häufigste Frage meiner Schützlinge war “Welches Spezialthema würden Sie mir empfehlen?” Und zwar fast durchgängig. Dass man sich mit 19 Jahren nicht selbständig zu einer Entscheidung durchringen kann, war mir völlig neu. Dabei bietet die Oberstufe in Englisch schon sehr interessante Themen, die eigentlich jedem Gusto etwas bieten sollten. Schade…
In den mündlichen Prüfungen bekam ich gelegentlich Falschinformationen als Fakten präsentiert – und das mit einer Inbrunst der Überzeugung, dass sich der Verdacht aufdrängt, dass ein paar Leute die Vorbereitung mit KI bestreiten, die gelegentlich einfach durchdreht. Wenn mir die Ukraine als NATO-Mitglied angepriesen wird, die nun alle anderen Mitglieder zum Eingreifen zwingt, bimmelt da bei mir ein gewisser Propaganda-Apparat durch. Unheimlich.
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Wenn der Chef in der Pause anruft, steht etwas Akutes an. Und so ist es auch. “Kann ich nach der Pause in Ihren Englischunterricht kommen?” Der berühmte Unterrichtsbesuch steht an – ein essenzieller Baustein für die anstehende Beurteilung. Und auf einmal fühlt es sich wieder wie früher an: Der Seminarlehrer im Unterrichtsversuch, die Lehrprobe, die Besuche vor der Lebenszeitverbeamtung, vor den Beförderungen. Man ist sofort im alten Muster. Und der Körper ist es auch: Stress breitet sich aus. Adrenalin. Ein bisschen Panik. Denn meine Stunde in der Oberstufe so kurz vor dem Notenschluss ist jetzt nicht so der Brüller. Um genau zu sein besteht mein Konzeptpapier in Evernote für die Stunde aus exakt drei Wörtern: Wiederholung – Text interpretieren – Video. Ich setze mich sofort hektisch hin und versuche, das Konzept zu erweitern, für den Fall, dass mir in der Aufregung etwas durch die Lappen geht oder ich den Faden verliere… bis ich plötzlich innehalte. Aus dem Nichts schält sich auf einmal ein Gedanke aus dem Panikwust. Ein bislang ungekannter, den ich in solchen Situationen noch nie hatte: Was soll dir denn passieren?
Ich bin Studiendirektor, ich bin Systembetreuer, ich habe mittlerweile über 15 Jahre Unterrichtserfahrung. Sofern ich niemanden aus dem Fenster werfe, wird mir nichts passieren.
Und wie aus dem Nichts geht mein Puls sofort runter. Das Adrenalin versiegt. Ich atme durch. Und mach mich auf in die Stunde.
Und sie lief.
Warum auch nicht? Shakespeare ist Selbstläufer. Aber ich bin das auch. Aus dem Stegreif fallen mir Kniffe ein, um die Stunde aufzulockern, zu öffnen, kollaborativer zu gestalten. Für die Textanalyse schicke ich den Kurs in Dreiergruppen nach draußen, um die Szene zu dritt zu spielen und vorzusprechen und hinterher mit den Ergebnissen reinzukommen. Irgendwann stehe ich mit dem Chef im leeren Klassenzimmer und müssen beide kichern. Um in einen leeren Klassenraum zu starren – dafür ist er nicht vorbeigekommen. Aber alles klappt besser als erwartet. Auch das Zeitmanagement. Ich ende mit dem Gong. Ohne ein einziges Mal auf die Uhr zu schauen. Man fühlt irgendwann, wenn sich die Stunde dem Ende zuneigt. Mittlerweile hat man ja schon tausende gehalten.
Aber spannend ist das schon, wie eingefahren man ist. Dass Trigger von damals auch die Verhaltensweisen von damals aufrufen. Klar, der Trigger ist derselbe. Die Situation ist es nicht. Der Kopf weiß das. Das Nervensystem aber nicht.
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Das Thema KI ist bei mir tatsächlich immer noch ein bisschen stiefmütterlich behandelt. Wenn ich immer sehe, was die jungen Referendarinnen und Referendare damit alles so anstellen, wird mir immer ganz schwindelig. Das ist schon insgesamt eine ziemlich geile Technologie. Aber wenn einem einfach die Vorstellungskraft fehlt, was sich damit alles anstellen lässt, steht man oft einfach schulterzuckend daneben. Nichtsdestotrotz komme auch ich immer wieder zu netten kleinen Twists mit KI, die mir richtig viel Zeit ersparen. So auch für den Tag der offenen Tür.
Da ging es in der Probestunde für die Fünftklässler um römische Aquädukte. Ich wollte ein Bild vom Pont du Gard als Vorlage für eine Übung nutzen. So sieht das gute Ding aus:
Der Pont du Gare – fotografiert von Wolfgang Pehlemann
Früher hätte ich einfach das Bild in ein Malprogramm (Gimp, Krita, Sketchbook, Procreate) geladen, eine Ebene über das Original gelegt und dann mit einem digitalen Stift krakelig nachgezeichnet, eventuell noch ein bisschen schraffiert, alles exportiert und in das Arbeitsblatt eingefügt. Das alles kann, wenn es einigermaßen nach etwas aussehen soll, durchaus mal eine halbe Stunde dauern – zumindest bei mir. Mit einer KI-Engine geht das in Windeseile. Ich habe in der ByLKI das Originalbild hochgeladen mit einem Prompt, in dem ich darum gebeten habe, das Bild auf schwarz-weiß zu reduzieren, alle unnötigen Details zu entfernen, weil ich viel Fläche für Textfelder benötige. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen und war in vielleicht 20 Sekunden erstellt. Vielleicht hilft dieser kleine Kniff ja dem einen oder anderen.
Die fertige KI-Skizze – sehr brauchbar
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“Guten Morgen, München! Die Frühling ist da!”, ruft die italienische Bedienung quer über den Weißenburger Platz an diesem sonnigen Samstag. Und er hat recht. Die Luft ist kühl, aber erfrischend, die Sonne strahlt von einem tiefblauen Märzhimmel, kein Wölkchen trübt den Horizont. Die Cafés füllen sich schon um neun Uhr morgens mit den ersten Gästen – die meisten mit einem Cappuccino vor sich, die ganz besonders Kühnen sogar mit einem Aperol. Die Stimmung ist gelöst, ent- und vor allem GEspannt auf alles, was das Jahr bringt. Der Winter war lange und trüb. Jetzt steht alles auf Neuanfang.
Es geht wieder los.
Bei uns an der Schule ist es genauso. Man befreit sich kollektiv aus dem Winterblues. Die Leute haben einfach wieder Lust. Ein neues Seminar ist bei uns eingetroffen und sehr vergnügt, ich arbeite sehr gerne an den Nachmittagen mit ihnen zusammen, um ihnen ein bisschen Handwerkzeug auf den Weg zu geben. Die Hardware dazu bringen sie selbst mit. Keiner der Teilnehmenden will eines dieser ollen Ausbildungsgeräte, die mir seit drei Jahren regelmäßig stimmungsmäßig den März verhageln. Das gab es noch nie.
Auch eine Premiere: die 1:1-Ausstattung. Die ging jetzt in der ersten Märzwoche los und als Team sind wir sehr auf die Rückmeldungen gespannt, wie es läuft. Denn der Start war ein bisschen mau. Gerade mal 60% der Unterschriften hatten wir zum vor drei Wochen veranschlagten Stichtag zusammen. Als Konsequenz haben wir die entsprechenden Eltern angeschrieben und deren Kindern vorerst die Geräte verboten. Als Konsequenz trudelten fast alle fehlenden Unterschriften innerhalb von 12 Stunden ein. Teilweise um drei Uhr in der Früh wurde alles hochgeladen. Die Lernplattform zeichnet sowas gnadenlos auf. In dieser Hinsicht werden wir also unseren modus operandi etwas anpassen müssen. An die Selbständigkeit von zehnten Klassen zu appellieren funktioniert nur so semigut.
Auch mein Blog läuft wieder an und war ein bisschen im Winterschlaf. Sorry about that. Es war ein bisschen was los bei mir, was hier nicht in den Blog gehört. Meine Liebsten wissen ja ohnehin Bescheid. Aber sagen wir es so: 2026 wird vielleicht das Jahr der Neuanfänge. Und der Plural ist mit Absicht gewählt.
Spannend.
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So, das Halbjahr geht los, und damit ist bei uns der Startschuss zur 1:1-Ausstattung in den zehnten Klassen gegeben. Es wird ernst.
Nach dem pädagogischen Nachmittag im November haben wir alles festgezurrt, in Ordner in Drive gesteckt und auch dort kollaborativ für alle Beteiligten der Schulfamilie Dokumente und digitale Produkte erstellt.
Die Kollegen baten wir über ein kollaborativ beschreibbares DOC-Dokument um Fragen, die sie noch zur 1:1-Ausstattung hatten. Daraus haben wir im Laufe der Monate ein FAQ erstellt, das wir zum Startschuss allen zur Verfügung stellen. Sollten im Laufe des Schuljahres weitere Fragen auftauchen, können Kollegen diese ganz einfach über einen Link in die DOC-Datei eintippen und wir beantworten das alles bis zum nächsten 1:1-Startschuss.
Unser Space zur Digitalen Schule der Zukunft in vollem Glanz
Für die Eltern haben wir eine Anleitung erstellt, wie die iPads eingerichtet werden sollen. Denn an das Thema MDM wollten wir uns bei Gott nicht heranwagen. Geräte, die Eigentum der Eltern sind, mit Hilfe von einem solchen Ding in das Schulsystem einzupflegen, fühlt sich schräg an. Wenn in diesem Zusammenhang irgendetwas schief geht, steht immer die Frage der Haftung im Raum. Und bei den ganzen 1000 Mini-Handgriffen, die im Zuge von Digitale Schule der Zukunft nötig waren, ist das eine zusätzliche Baustelle, die wir uns nicht noch auch antun wollten.
Für die Schüler haben wir in Zusammenarbeit mit den Medienwarten einen Kurs in der Lernplattform erstellt. Dort finden die Schüler zunächst einmal auch FAQs in Form von universellen Textfeldern als Akkordeon und einen Lauffaden.
Auszug aus unserem FAQ für DSdZ-Klassen
Da wir ja erst in der 10. Klasse erst anfangen, wollten wir zunächst an die Selbstständigkeit unserer Schülerschaft appellieren und versuchen, ob sie sich das Einrichten des iPads mit allen nötigen Programmen nicht auch selbst aufschaufeln können. Dazu gibt es im Kurs eine PowerPoint-Präsentation, die die Kids auf knapp 20 Folien von vorne bis hinten durch Registratur und Einrichtungsprozesse führen.
Verhaltensregeln werden durchgelesen und durch Klick als gelesen markiert und in der Lernplattform gespeichert.
Die dazugehörigen Verhaltensregeln im Unterricht sowie die Unterschrift, mit der sie sich zur Einhaltung verpflichten, sind einmal als Aufgabe zum Hochladen und dann als Datei angelegt, die Sie als erledigt markieren müssen. Dadurch haben wir in Windeseile im Blick, wer schon alle Vorgaben erfüllt hat und das Tablet im Unterricht nutzen darf – und wer nicht. Letztere dürfen das Tablet dann so lange nicht nutzen, bis alles gemacht ist.
Dann schauen wir mal, wie es läuft.
Drückt uns die Daumen.
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Das Thema H5P und seine diversen Formate sind auf dem Blog hier schon seit geraumer Zeit immer wieder Thema. Und mittlerweile sind wir auch schon bei Folge… öhm… 24 (😲) angekommen. Heute schauen wir uns mal Image Sequencing an, und was sich damit so machen lässt.
Grundsätzlich gilt es bei der Aktivität darum, eine zufällig vorgegebene Abfolge von Bildern in die richtige Reihenfolge zu ziehen. Das lässt sich für eine Reihe von Aktivitäten nutzen:
eine Bildergeschichte rekonstruieren
einen Versuchsablauf in die richtige Reihenfolge bringen
eine Vorgangsbeschreibung sinnvoll wiederherstellen
Bilder nach Kriterien ordnen (Planeten von klein nach groß; Länder nach Gebietsgröße oder Bevölkerungsdichten, Chronologie von Ereignissen, Politikern und ihren Vorgängern bzw. Nachfolgern)
… in meinem Fall sollen die Schüler die vier Weltzeitalter in Ovids Metamorphosen in die richtige Chronologie bringen.
Wie geht’s?
Zunächst wählt man wie immer über den H5P Hub die entsprechende Aktivität aus – in unserem Fall besagtes Image Sequencing. Hier werden die bereits bekannten Kategorien und Textfelder ausgefüllt. Unter Titel wählt man einen Namen für seine Aktivität, damit man sie später schneller auffindet. Unter Task Description erfolgt wie üblich eine kleine Anleitung für die Schützlinge. Unter Images legt man die Kärtchen an, auf denen die Bilder zu sehen sind. Die entsprechenden Bilddateien lädt man in einem gängigen Format (PNG, JPG) über den + Hinzufügen-Button hoch, unter Image Description hinterlegt man eine zwingend notwendige Bildunterschrift, die unter der Abbildung erscheinen wird.
Wer möchte, kann auf jedem Kärtchen zusätzlich noch eine Audio-Datei hinterlegen, die die Abbildung akustisch unterstützt (im Ovid-Fall wären zum Beispiel die entsprechenden vorgelesenen Verse denkbar). Diese lassen sich bei jedem Kärtchen über das Plus-Symbol im Bereich Audio Files hochladen oder als URL verlinken. Für Letzteres kopiert man einfach die Internetadresse ins freie Textfeld URL der Audiodatei eingeben.
Tja, und das war’s auch schon. Man sieht, kein Zauberwerk.
Wie die Aktivität von hier zu den Schülern kommt, lest ihr hier.
Wenn ihr weitere Ideen für die Aktivität hat, schreibt mir in den Kommentaren.
Und schon geht’s weiter mit Aktivität 25.
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Und da war es schon: Filmprojekt Nummer 2. Über den Arbeitskreis am ISB wurden wir in der Gruppe angefragt, ob wir nicht bei einer kleinen Testimonial-Kampagne dabei sein wollten, in der wir der Lehrerschaft vor laufender Kamera ein bisschen etwas über die Art unserer digitalen Arbeit erzählen wollten. Naja, wollen stimmte nicht so ganz. In dem Moment, wo man nicht vehement abgelehnt hatte, war man mehr oder weniger verpflichtet.
Und so rückten wir Ende Januar in Dillingen an, um unser Filmdebut zu geben. Vor laufender Kamera. Sehr beeindruckend: Das Filmstudio der ALP ist in eine alte Kapelle gebaut. Wie die Kaaba steht ein hölzener Kubus in der (entweihten) Kultstätte und beherbergt ein komplett ausgestattetes Studio mit Regiekabine, Scheinwerfern, Mikrofonen jeglicher Art und einem riesigen LED-Screen, auf den sich Hintergründe jeglicher Art projizieren lassen.
Das Filmstudio – von außen
Und genau dorthin wurden wir einer nach dem anderen hereingebeten und vor laufender Kamera ein bisschen was zu erzählen. Die Interviews gingen mitunter sehr in die Tiefe. Und das Gefühl, knapp 45 Minuten in eine Kamera reden zu müssen, ist zu Beginn schon sehr beunruhigend. Man starrt in die Dunkelheit eines Raumes, wo auf Brusthöhe ein riesiges Objektiv wie eine Waffe auf einen gerichtet ist. Und dann geht’s los. Man hat gar keine Ahnung, wie man vor der Kamera wirkt, ob es passt, ob man zu sehr fuchtelt (meine Achilles-Ferse), wie ein Besenstil da steht…
Zum Glück war das Team sehr zuvorkommend und lieb. Die Kollegen ohnehin – immerhin kennen wir uns nun schon das fünfte Jahr. Da sind mittlerweile richtige Freundschaften hervorgegangen. Der Umgang ist aufrichtig, herzlich, und bei einem Feierabendbier (oder in meinem Falle -wein) im Akademiekeller der ALP werden schon längst nicht nur fachliche Themen besprochen. Es ist tatsächlich eine neue kleine Wohlfühlfamilie geworden.
Und dafür bin ich unendlich dankbar ♥
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Die staade Zeit geht für mich gefühlt erst immer nach Weihnachten los. Die Tage zwischen dem 26. und 31. Dezember tragen eine gewisse Ruhe in sich, die fast schon nach Erschöpfung aussieht: Die Christkindl-Märkte sind menschenleer und teilweise abgebaut. Die Straßen liegen da öde und verwaist, die Bäume wiegen sich mit ihren kargen Ästen im Dezemberwind, Stille kehrt ein. Und Dunkelheit.
Erst jetzt komme ich tatsächlich dazu, ein bisschen durchzuatmen und zu reflektieren. Mache mir in diesen Tagen gerne das Wohnzimmer schummrig mit einem guten Buch, einer Kanne Tee und einer Kuscheldecke auf dem Sofa – und dann kreisen die Gedanken. Es wird Zeit, dass dieses Jahr zu Ende geht. Es war furchtbar anstrengend. Nicht nur beruflich, auch privat ging einiges durcheinander, teilweise in die Brüche. Und ich merke, dass ich ein großes Problem habe, von alten Strukturen loszulassen. Egal, ob es um Freundschaften geht, um Beziehungen, die nicht mehr gut laufen, oder den Tod eines Familienmitgliedes. All die Personen und die dazugehörige Konstellation schleppe ich deutlich länger mit mir herum, als ich sollte. Und über die Jahre häuft das mehr und mehr Ballast auf. Das merke ich in solchen Phasen wie den jetzigen deutlich. Ich bin off tune. Unausgeglichen. Irgendwas arbeitet in mir, was ich nicht mit Arbeit oder Freizeitaktivitäten kompensieren oder gar verdrängen kann.
Bei einem Einkaufsbummel am Heilig Abend fiel mir dann aus heiterem Himmel das Buch Loslassen von David R. Hawkins in die Hände. In ihm geht es um verschiedene Bewusstseinsstufen, die man in Krisen durchlebt, und welches Frust- aber auch Aktionspotenzial diese in sich bergen, sodass man – richtig angewendet – Phasen der Apathie hinter sich lassen kann, um sich auf die nächst höhere Stufe zu hieven. Das klingt alles furchtbar esoterisch, und ich bin tatsächlich einer der letzten, der sich normalerweise auf so etwas einlassen würde. Aber das Schmökern in diesem Buch tut mir richtig gut. Man fühlt sich mit vielen Situationen und Konstellationen gehört und verstanden. Und viele Techniken, die darin beschrieben sind, lassen sich sofort im Hier und Jetzt anwenden. Und dann geht’s mir deutlich besser. Und das ist die Hauptsache.
Harte Kost. Aber gut…
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Die Resonanz auf den pädagogischen Nachmittag fiel in Summe tatsächlich sehr positiv aus. Für einen pädagogischen Nachmittag – ich weiß nicht, wie es an euren Schulen so läuft – ist das bei uns tatsächlich eine Ausnahme. Und das freut mich sehr. Nichtsdestotrotz ist mit der 1:1- Ausstattung noch lange nicht alles in trockene Tücher gehüllt. Jetzt geht es tatsächlich erst so richtig ans Eingemachte… bzw. ans Handfeste: Die von den Eltern gekauften Geräte müssen auf Förderfähigkeit geprüft werden. Das ist leider genauso sexy wie es klingt. Nach dem Besuchen einer Fortbildung erhält man ein Authega-Zertifikat, das dazu berechtigt, die von den Eltern eingereichten Rechnungen und Geräte zu überprüfen, ob sie den von der Schule gestellten Mindestanforderungen genügen. Auf dieses Listenabhaken freue ich mich ganz besonders.
Dann bedarf es noch der einen oder anderen Nachbereitung von letzter Woche: Der theoretische Teil im pädagogischen Nachmittag legte das Konzept in seinen Grundzügen fest. Allerdings benötigt jede Gruppe der Schulfamilie daraus eine gewisse Synthese: Was müssen die Eltern auf dem iPad einrichten? Was müssen Schüler auf dem iPad einrichten und was dürfen sie nicht? Was erwartet Lehrer nun an Veränderungen im Lernsetting und im Classroom-Management, jetzt wo dann in der Mittelstufe regelmäßig mit den Geräten gearbeitet wird?
All das ist im Vortrag besprochen worden, aber eine gewisse Grundübersicht darf bei einem so großen Thema einfach nicht ausbleiben. Und da können wir uns vor allem im ersten Jahr auch keine Schludrigkeiten erlauben. Wenn die Einrichtungsanleitung für die Eltern irgendwo hakt, gibt es sofort Unmut. Das muss komplett wasserdicht sein. In diesem Zusammenhang haben wir von einigen aus dem Kollegium, die selber schon Kinder an Tabletschulen haben, gesagt bekommen, dass es nahezu unmöglich ist, für komplette Sicherheit und Unablenkbarkeit mit iPads zu sorgen. Das kann ich zu einem gewissen Grad nachvollziehen – und eingestehen. Allerdings schwingt da auch eine gehörige Portion Desinformation mit.
Ein paar behaupten bei uns steif und fest, dass Kinder, selbst wenn die Eltern sie über einen restriktiven Kiddie-Account auf dem Tablet arbeiten lassen, mühelos Apps herunterladen können, die auf einem Tablet für den Unterricht eigentlich nichts zu suchen haben… Auf Nachfrage in den Tagen später kam raus, dass sie eigentlich die Bildschirmzeit meinten, die sich über den Kinderaccount nicht einstellen lässt. App-Installation und Bildschirmzeit… das sind völlig unterschiedliche Dinge. Für den Ungeübten aber scheinbar ein- und derselbe Topf. Daran sieht man wirklich, wie wichtig es ist, diese Anleitungen wirklich wirklich wirklich wasserdicht und nachvollziehbar zu machen…
In diesem Zusammenhang würde mich tatsächlich die Erfahrungen von anderen Schulen sehr interessieren, die damit schon gearbeitet haben. Nach meinen Erfahrungen ist das durchaus möglich, die Bildschirmzeiten einzustellen. Welche Erfahrung habt ihr denn da? Gerne in den Kommentaren…
Naja, und all das passiert mal so nebenher bis Weihnachten. Ihr wisst schon, die staade Zeit, wenn Weihnachtskonzerte stattfinden und Adventsbasare und Schulaufgaben und Korrekturen und Probezeitkonferenzen und die angeblich so entspannenden Adventswochenenden. Es gibt einiges zu tun. Aber der Erfolg vom pädagogischen Nachmittag gibt mächtig Auftrieb. Das wird schon alles…
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