Oh weh! Die digitale Wende ist zwar schön und gut. Aber wehe dem, dem sie verwehrt bleibt. Mir zum Beispiel. Nach dem Bezug meiner neuen Wohnung sitze ich hier auf einer analogen Insel der Seeligen und beiße in heißer Erwartung auf meine Telefonfreischaltung kleine Kerben in sämtliche Tischkanten. Es geht nicht allein um die Unterrichtsvorbereitung, die ich ohne Internetzugang nur teilweise erledigen kann. Es geht um eMail-Verkehr, um Bankgeschäfte, um den Blog.
Natürlich weiß Mann sich zu behelfen. Mit dem Netbook habe ich über das Smartphone als Hotspot rudimentär meinen digitalen Verkehr erledigt. Zumindest so lange bis mein Datentarif leer gesaugt war. Seitdem krieche ich im digitalen Schneckentempo durch die Gegend.
Zum Glück gibt’s gleich ums Eck ein schnuckliges Café, das mir kostenlos WiFi bietet. Daher bin ich dort mittlerweile ein sehr gern gesehener Gast. Allerdings bekomme ich ein gewisses Magengrummeln bei dem Gedanken über so ein Netzwerk heikle Daten wie Bankgeschäfte laufen zu lassen. Egal, das sind first world problems. Und sie sind absehbar. In ein paar Tagen kommt der neue Router. Dann sehen wir uns wieder regelmäßiger. Stay tuned 🙂

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Ende gut, alles gut
So, da liegt er nun, der Schualaufgabenstapel. Auf den ersten Blick einer wie jeder andere. Aber er hat’s in sich. Buchstäblich. Denn die Schulaufgabe darin ist nicht einfach eine Schulaufgabe. Sie ist der Beweis, ob unser neues cloud-gesteuertes Lernprogramm in der sechsten Klasse funktioniert oder gescheitert ist. Sie ist Gedeih oder Verderb unserer letzten Monate kontinuierlicher Wiederholungsarbeit.
Was soll ich sagen? Ich bin stolz auf die Kleinen. Aus einem Schnitt von 3,9 wurde fast ein Schnitt von 2,9! Ein Blick in die Statistik offenbart ein kleines Wunder:

In den meisten Kategorien konnten die Schüler ihre Fehlerzahlen deutlich verringern. Allen voran beim Wortschatz, der ja das letzte Mal fast 50% sämtlicher Fehler ausgemacht hat. Um mehr als ein Drittel hat sich die Klasse hier verbessert. Auch bei den Kasusendungen sind sie viel stärker geworden – hängt vielleicht damit zusammen, dass ich beim Abfragen mehr und mehr habe deklinieren lassen. Die erhöhten Bezugsfehler sind nachvollziehbar, weil der aktuelle Grammatikstoff mit geschlossener Wortstellung bei Partizipien nicht wirklich einfach ist.
Aber insgesamt bin ich wirklich stolz auf die Klasse! Experiment geglückt!Hast du eine Meinung dazu? Dann hinterlasse einen Kommentar oder eine Wertung.0 -
Vorsätze
Ok, ich fass mich kurz. Denn “Guten-Rutsch!”-Nachrichten habt ihr heute garantiert schon vierhundertdreiundvierzig Mal gelesen. Also spar ich’s mir in eurem eigenen Interesse. Das meiste ist ohnehin schon gesagt worden. Bedankt – hab ich mich gerade erst vor einer Woche. Eine Retrospektive – gab’s bei mir am Ende des Schuljahres. Und wozu wiederholen? Die Lehrer unter euch würden ohnehin “redundant” an den Rand schreiben und einen bösen Kommentar gleich dazu. Deswegen schauen wir doch lieber in die Zukunft. Was wir im nächsten Jahr anders machen wollen. Das “Wir” ist ganz bewusst gewählt, weil ich gerne auch was von euren Vorsätzen hören möchte – nämlich in den Kommentaren. Ich fang mal an: Meine Vorsätze für 2014:- Ich will mehr Sport treiben.Der alljährliche, unumgängliche Klassiker auf jeder Silvester-Party. Früher hab ich immer mit den Augen gerollt, wenn das in die Runde geworfen wurde. Aber mittlerweile merk ich es selber, dass man jenseits der 30 körperlich einfach anders drauf ist als mit 18. Das merk ich an ganz banalen Dingen. Bei Videospielen zum Beispiel. Die Spiele, die ich anno 1993 noch gefrühstückt hätte, treiben mich heute in den Wahnsinn. Die Reflexe sind einfach nicht mehr dieselben. Ebenso ist es beim Sport. Früher hatte zweimal Sport in der Woche gereicht, um gegen die Birnenkörperform anzukämpfen. Jetzt reicht das nicht mehr. Ich bin in diesem Jahr mehr Leuten in die Seite gekniffen worden als mir lieb ist. Hört auf, mein Körperfett zu befummeln! Es ist vorhanden, verdammich! Ich weiß es, ihr wisst es, und die Waage weiß es auch! Also wird meine sportliche Betätigung erhöht werden (müssen). Mehr Ausdauer, weniger Gewichte. Wär doch gelacht. Wer sonst soll denn mens sana in corpore sano besser verkörpern als ein Altphilologe selbst?
- Ich will gelassener werden. Es gibt auch heute noch Momente, da steigt mir der Schulbetrieb zu Kopf. Teilweise ist das wirklich selbstverschuldet, weil man’s jedem recht machen will. Zum Beispiel der Fachschaft. Meine Korrekturen sind dort sehr beliebt, da sie beinahe fehlerlos sind. Das kommt allerdings auch daher, weil ich mir im Referendariat angewöhnt habe, jede Schulaufgabe zweimal durchzukorrigieren. Und zwar komplett. Vor allem bei Oberstufenschulaufgaben ein ziemlicher Zeitaufwand, der mir echt viel Zeit frisst. So ca. 5-6 Stunden zusätzlich. Da würde mich die Meinung der alten Hasen im Beruf interessieren. Wie haltet ihr das?
- Ich will mehr Zeit für mich/uns. Ist mit Punkt 2 direkt verknüpft. Auch wenn ich schon ein paar Jahre in dem Job bin, geht bei mir vor halb neun selten das Licht am Schreibtisch aus. Ich werd mir mal ganz genau ansehen, was bei mir am meisten Zeit schluckt und da etwas wirkend eingreifen müssen. 13 Stunden Schule am Tag müssen echt nicht sein.
- Ich möchte noch mehr von euch lernen. … weil ich dank euch viele neue Schritte im Unterricht gewagt habe, die sich allesamt positiv ausgewirkt haben. Wer meint, Latein in der Oberstufe sei eine trockene Angelegenheit, darf gerne mal vorbeikommen… Die Arbeit mit Tablet am Beamer ist einfach wunderbar. Und dank S-Pen gehen Satzanalysen in Windeseile von der Hand, Kunstwerke können dank Zoomen und Pinchen in Windeseile herein- und rausgezoomt werden. Videos sind blitzschnell in den Unterricht integriert, und Wortschatz und Grammatikphänomene lassen sich im Handumdrehen und ohne Erstellen von Folien für den OHP in Lecture Notes darstellen.
So, das sei’s von meiner Seite gewesen. Mehr Vorsätze erhöhen nur die Wahrscheinlichkeit, sie nicht einzuhalten. Jetzt seid ihr dran 🙂 Eure Vorsätze für 2014?
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Kabel(j)au gelöst!
Jubel! Das VGA-Problem ist gelöst! Nach meinen vergeblichen Versuchen, meinen HDMI-VGA-Konverter zum Laufen zu bringen (Wutanfälle siehe hier), hab ich am Elternsprechtag einem Schülerpapa mein Leid geklagt, der sich als Berufsinformatiker kurzerhand selbst des Problems angenommen hat – mit Erfolg. Dabei sah es zu Beginn gar nicht nach einer so schnellen Lösung aus. Egal, an welches Gerät er meinen Adapter anstöpselte, bekam er ständig ein glasklares Bild. Nur bei meinem HTC Flyer war dieser ominöse Zeilenversatz deutlich zu sehen. Jetzt hat mir Superdaddy heute über seine Tochter einen anderen Adapter zukommen lassen. Der ist zwar auch von Ligawo, wird aber als aktiver HDMI-VGA-Konverter über ein separates Netzteil mit Strom versorgt. Und siehe da: Die Schlieren sind weg. Das heißt, dass entweder die Umwandlung des Signals mit dem neuen kleinen Kästchens anders bzw. besser funktioniert, oder der zusätzlich zugeführte Strom alles ins rechte Lot bringt. Sei es, wie es sei. Ich bin einfach nur froh, dass nun alles so funktioniert, wie ich es seit Wochen gerne hätte. Zum Vergleich ein Vorher-Nachher-Foto. Selten hat mich der Anblick des Pantheons mehr erfreut 🙂
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