• Buch,  Technik,  Unterricht

    Prezi

    avat_schielen_technikVon all den Präsentationssoftwares, die ich mir über die Jahre angeschaut, sticht für mich bis heute Prezi am allermeisten hervor. Das Prinzip und Programm ist den meisten garantiert bekannt: Anstatt dem Publikum eine Folie nach dem anderen um die Ohren zu pfeffern, geht Prezi einen anderen Weg. Alle Elemente der Präsentation sind wie auf einem riesigen Reißbrett kunterbunt angeordnet. Auf den ersten Blick völlig überladen und chaotisch, aber mit System. Denn mit jedem Click fokussiert der Bildschirm einen anderen Ausschnitt, auf den man sich detailliert konzentrieren kann. Soll ein neuer Aspekt sichtbar werden, wird mit einem erneuten Click aus dem aktuellen Ausschnitt weg- und auf den neuen hingezoomt – als ob man mit dem Vergrößerungsglas auf einer Landkarte herumsucht. Was im ersten Moment nur wie ein cooles Gimmick wirkt, hat System. Durch das ständige Herumfahren wird man wie auf einem roten Faden durch die Präsentation gelenkt und kann Hierarchien in einem Thema optisch perfekt darstellen.
    Wie fundamental anders eine derartige Art der Präsentation empfunden wird, habe ich erst kürzlich festgestellt, als ich mit meiner Sechsten Tempelarchitektur durchgenommen hab. Statt mit irgendeiner Kopievorlage anzukommen (was bei mir im Jahr vielleicht einmal passiert), kam ich mit einem eigenen Arbeitsblatt, samt Prezi-Präsentation. So viele “Ahhh”-s und “Oohh”-s habe ich lange nicht mehr gehört.
    Gegen entsprechenden Nachweis bekommen Lehrer kostenlos knapp 500 MB an Cloud-Speicherplatz zur Verfügung. Damit lässt sich schon allerhand anrichten 🙂 Sollte im Klassenzimmer kein Internetzugriff bestehen, lassen sich die Präsentationen kurzerhand auf Festplatte speichern und auf dem Laptop (oder iPad) mitnehmen. Für eine entsprechende Android-App setzen sich Millionen von Usern schon seit geraumer Zeit ein. Mal abwarten…

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  • Technik,  Unterricht

    Moodle

    Bei uns an der Schule macht sich langsam aber sicher der technische Fortschritt bemerkbar. Nicht lachen, aber bei uns laufen die Uhren einfach ein bisschen anders. Es gibt hier noch Herren betagteren Semesters im Kollegium, die es bis heute strikt ablehnen, sich überhaupt vor einen Computer zu setzen (O-Ton: “Das ist Teufelszeug!”). Beamer gab’s bisher maximal 5 an der gesamten Schule  (3 in Klassenzimmern, zwei als mobile Stationen zum Rumschleppen und Oberarme-Trainieren), und eLearning war einer dieser Neologismen, der toll klingt, doch nix bringt. Jetzt habe ich von einer Kollegin ein Seminar unserer Oberstufe übernommen, die sich unbedingt online organisieren wollen. Facebook scheidet da aus bekannten Gründen von Vornherein aus. So entschied man sich für die wohl einzige eLearning-Plattform, die datenschutzrechtlich unbedenklich ist (zumindest nach den Worten unseres Datenschutzbeauftragten): Moodle
    Ganz ehrlich: So richtig warm werde ich mit der Plattform nicht. Ich kann die Vorteile ja verstehen, aber bis ich erstmal gefunden habe, was ich will, brauche ich eine Ewigkeit. Das Interface alleine macht den Anschein, als sei es Ende der 90er programmiert worden. Diese ganzen Vierfarben-Icons, Pulldown-Menüs von oben, unten, links, rechts. Und dann die für einen Insider völlig kryptischen Elemente, die man einbinden kann. Was ist ein HotPot-Test? Was eine Lightbox? Nano-Box, quid est? Zum Glück gibt’ für die Plattform eine offizielle Anleitung, sonst hätte ich hier Stunden verbracht, um überhaupt ein neues Thema zu erstellen. Aber werden meine Seminarleute ebenso freudig-panisch nach einer sinnvollen Dokumentation suchen? Oder es einfach sein lassen, sobald sie merken, dass dem ganzen Interface in der Bedienung das Intuitive fehlt, was die sozialen Netzwerke mittlerweile perfektioniert haben? Warten wir’s mal ab.
    Mich würden mal eure Erfahrungen mit Moodle interessieren. Nutzt ihr die Plattform? Oder seid ihr komplett woanders?

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  • Technik

    Software für den Unterricht (Folge 2)

    finereader7[avatar] Solange noch die viel zu kalte Ferienzeit herrscht (April und Schneesturm!), nutze ich die unterrichtsfreie Zeit, um den einen oder anderen Lebensretter vorzustellen, der mir bei der Unterrichtsvorbereitung wertvolle Zeit geschenkt hat. Den Anfang macht das Texterkennungsprogramm  (vulgariter auch OCR genannt) meiner Wahl: Der Abbyy Fine Reader.
    Es gibt immer noch Kollegen, die von den Vorzügen einer solchen Software noch nie was gehört haben. Und jedes Mal, wenn mir vorgeheult wird, wie ewig es gedauert hat, eine entsprechende Textpassage aus dem Buch abzutippen, läuft es mir eiskalt den Rücken runter. Der Fine Reader scannt und liest dabei nicht nur einfach Buchstaben ein. Entsprechende Auflösung vorausgesetzt erkennt er auch das komplette Format einer Seite und übernimmt Zeilenabstände, Trennungen und Absätze. Passagen, die man nicht erkannt haben will, kann man gezielt mithilfe eines Auswahlrahmens rauswerfen und spart auf diese Weise nochmal zusätzlich Zeit. Hat man alles nach seiner Zufriedenheit editiert (sofern noch nötig), exportiert man die gute Chose per Mausklick an das Textverarbeitungsprogramm seiner Wahl et voilà: Da ist der Text auch schon. Und das war’s. Einfacher geht’s nur noch mit einem eReader…
    Tipp: Bevor hier jetzt ganz panisch die Geldbörsen festgehalten werden: Den Fine Reader gibt’s für relativ geringes Geld, wenn man sich die Software gebraucht ins Haus holt. Meine Version ist mit Nummer 7.0 garantiert nicht mehr die jüngste (anno 2003), hat aber alles an Bord, was ich brauche. Und mit gerade mal einem Zwanziger hab ich auch noch ein ordentliches Schnäppchen gemacht. Neuere Versionen sind vielleicht etwas teuer (wohl um die 10€), sparen einem dafür aber dann Nerven, wenn’s um die Kompatibilität zu aktuelleren Betriebssystemen geht. Die 7.0er-Version war zu Beginn ganz schön zickig im Verbund mit Windows 7.

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